Im Rausch der Sprache
Epische Viktualienschlacht: Mathias Énards Roman „Das Jahresbankett der Totengräber“ ist eine Panoramaschau der Jahrhunderte und elegante Hommage an Rabelais, gefüllt mit kulinarischem Vokabular der Extraklasse.
Epische Viktualienschlacht: Mathias Énards Roman „Das Jahresbankett der Totengräber“ ist eine Panoramaschau der Jahrhunderte und elegante Hommage an Rabelais, gefüllt mit kulinarischem Vokabular der Extraklasse.
Die Suche nach dem geheimnisvollen Riesen-Wels. Der Rheinpegel steigt, ebenso wie die Inzidenz in Hessen. CDU und Grünte attestieren sich im hessischen Landtag eine positive Bilanz. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Ein bunter Zirkus-Mitarbeiter aus Plastik weckte in Oliver Schaffer die Leidenschaft für Playmobil. Heute besitzt er 300.000 Figuren. Seine 50. Ausstellung wird am Sonntag im Kloster Eberbach eröffnet.
Jetzt soll die Musik noch besser klingen. Apple bringt ein neues Lossless-Format und 3D-Audio. Amazon, Tidal und andere lassen es ebenfalls krachen.
Ein Archiv deutscher Geschichte, ein Zeugnis des Widerstandsgeistes: Die Berliner Staatsbibliothek erwirbt den Vorlass des Poeten und Sängers Wolf Biermann. Dass es seine Tagebücher noch gibt, verdankt er einem findigen Freund.
Ob ein umstrittenes Kirchenfenster in Hannover wirklich eingebaut wird, muss noch ein Gericht entscheiden. Künstler Lüpertz und Stifter Gerhard Schröder haben sich das fertige Werk vorsorglich schon einmal angesehen – und sind zufrieden mit sich.
Ein Alpen-Maler und sein Werk: Der ehemalige Bergführer Josef Stich aus Vils in Tirol malt seit 50 Jahren Bergbilder. Nur für sich, einfach so.
Die Demonstrationen in ganz Kuba sind beispiellos. Ein Mann kommt ums Leben, viele Menschen werden festgenommen – darunter eine Youtuberin, die im spanischen Fernsehen ein Interview gibt.
Mit seiner Soundinstallation „This Too Shall Pass“ reflektiert Emeka Ogboh die Krisenmomente des letzten Jahres und schenkt Frankfurt eine Hymne des Aufbruchs.
In der Wirtschaftskrise sind in der bulgarischen Hauptstadt kleine Klek-Shops in Kellerräumen entstanden. Verkäufer sehen nur die Schuhe der Passanten und lesen manchmal mehr daraus als aus Gesichtern.
Das Centre Pompidou Paris hat einen neuen Präsidenten: Laurent Le Bon. Er ist als unkonventioneller Konservator bekannt. Die Finanzierung der Generalrenovierung ist noch nicht sicher.
Auf dem Kerepescher Friedhof hat Zsa Zsa Gabor mehr als vier Jahre nach ihrem Tod ein Ehrengrab erhalten. Ihr letzter Ehemann, Frédéric Prinz von Anhalt, brachte die Urne aus den USA mit.
Die großen Musikunternehmen ringen erbittert um Marktanteile. Hohe Vorschüsse für Künstler sind ein Mittel der Wahl – aber auch das Überdenken alter Konditionen aus der Zeit vor dem Streaming.
Mit zwei Werken von Renoir an der Spitze: Die Auktion mit Moderne und Zeitgenossen bei Karl & Faber in München.
Die Odenwaldschule hat als Vorzeige-Reforminternat gegolten, tatsächlich war sie die Hölle auf Erden. Hunderte Jugendliche wurden von Lehrern sexuell missbraucht. Die Schule ist geschlossen, aus ihr wird ein Wohnpark.
Geometrisch präzise bis hin zu gleichen Abständen: Der von Neandertalern beschnitzte Riesenhirsch-Knochen im Harz ist ein Kunstwerk.
Vom Kampf über das Studium zur Andacht: Claire Huangci und Grigory Sokolov schließen in Wuppertal und Essen die ganze Welt der pianistischen Tätigkeit auf.
Warum die Topsprinter wie der Brite Mark Cavendish mit Michael Morkov als Anfahrer „fast unschlagbar“ sind – der Däne verfügt über seherische Qualitäten und Handlungs-Schnelligkeit.
Lange musste die argentinische Nationalmannschaft dabei zuschauen, wie andere die Pokale in den Himmel stemmen. Im Finale der Copa América schlägt sie nun Brasilien – endlich.
Mit Playmobil lassen sich so einige Situationen nachbauen: das Leben auf dem Piratenschiff oder der Ritterburg sind nur der Anfang. Im Kloster Eberbach zeigt der Künstler Oliver Schaffer das Klosterleben in „Playmo“ Form.
Ton, Steine, Kräuter: Der niederländische Land-Art-Künstler Herman de Vries wird neunzig.
Carlo Kölzer hat mit seinem Unternehmen 360T den Währungshandel digitalisiert und für den Verkauf an die Deutsche Börse hunderte Millionen bekommen. Nun will er Kunst und Immobilien durch Token investierbar machen.
Die Weimarer Ausstellung „Ich hasse die Natur“ behandelt das Verhältnis von Natur und Mensch. Es dauert lange, bis man das erste Stück „echter“ Natur zu sehen bekommt. Hier kommen nur Fatalisten auf ihre Kosten.
Für Nostalgiker und Demokraten: In Frankfurt öffnen Nachtclubs, um Videokunst aus den letzten zwanzig Jahren zu zeigen.
Gunter Künstler in Hochheim gehört zu den renommiertesten Winzern im Rheingau. Mit den Wiesbadener Dienstbach-Zwillingen hat er sich jetzt kulinarische Verstärkung geholt.
Seit Beginn der Debatte über Deutschrap-MeToo wird von Kritikern das Argument angeführt, die Welt da draußen sei Schuld am Sexismus im System. Das ist nichts Neues. Und kein Grund, sich wegzuducken.
Die Schirn Kunsthalle zieht es ein Wochenende lang in die Clubs. Gezeigt werden Musikvideos aus Künstlerhand.
Bei einem Auftritt im Jahr 2019 hat Skandalrocker Marilyn Manson eine Kamerafrau mutmaßlich mehrfach bespuckt. Nun wurde der Künstler bei der Polizei in Los Angeles vorstellig. Der Prozess soll im August beginnen.
Diese Frauen treten aus dem Schatten ihrer männlichen Kollegen heraus: Eine Stuttgarter Ausstellung zeigt, wie „Konkrete Künstlerinnen“ mathematisch-geometrische Abstraktion frei interpretierten.
Nach dem Lockdown freuen sich viele auf einen Theater- oder Opernbesuch. Doch bald gehen die Häuser in die Sommerpause. Draußen spielen nun die freien Bühnen und diejenigen, die flexibler reagieren können.
Wegen der autonomen Zentren hat die FDP beinahe die neue Koalition im Römer platzen lassen, Verfassungsschützer warnen vor einer Radikalisierung. Was sagen die Aktivisten, die sich in den Häusern wie im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld engagieren?
Die Kanadierin Barbara Hannigan singt und dirigiert bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, bis das Publikum jubelt.
Emeka Ogboh ist einer der gefragtesten internationalen Klang- und Installationskünstler. Jetzt richtet er am Main ein Großprojekt ein. Zeitgenössische Symbole, gestaltet in traditioneller Igbo-Technik, greifen 2020 auf.
Das monumentale Werk „Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel“ ist im Landesmuseum Darmstadt zu sehen. Es ist das größte zusammenhängende Zeichnungskonvolut von Beuys.
Dürers Proportionslehre als Wissenschaft und Baldungs Hexen als Humanismus: Der Kunsthistoriker Berthold Hinz packte an, was das Fach lange liegen ließ. Nun wird der kritische Geist achtzig.
Ein leuchtendes Aquarell von Friedensreich Hundertwasser steht an der Spitze der „Großen Sommerauktion“ im Kinsky in Wien. Bei der Klassischen Moderne gibt es Skizzen von Egon Schiele und Gustav Klimt.