Geschichte meines Wahnsinns
Als Emmanuel Carrères Roman „Yoga“ in Frankreich erschien, wehrte sich die Ex-Frau des Autors. Aber ist das für unsere Lektüre von Belang?
Als Emmanuel Carrères Roman „Yoga“ in Frankreich erschien, wehrte sich die Ex-Frau des Autors. Aber ist das für unsere Lektüre von Belang?
Ja, es ist Wolle. Judith Shu Ritter bezieht sich in Strickwaren und Häkelei aber nicht auf Rosemarie Trockel, sondern auf andere Künstler. Keramiken zwischen Gebrauchswert und formaler Meditation gibt es gleich noch dazu.
Der Österreicher Doron Rabinovici schreibt eine Mustererzählung über den rechten Populismus. Doch das Muster wirkt literarisch fadenscheinig.
Der Krieg ist anderswo: Auf der Kunstmesse Art Dubai rüstet man sich mit NFT für das große Zukunftsgeschäft – und deutet die Kunst der Vergangenheit neu.
Surrealisten sind angesagt: Sotheby's widmet ihnen in Paris nun erstmals eine eigene Auktion. Magritte, Picabia und Toyen sind mit dabei.
Stängelgläser und moderne Frauen in Rot: Die im Museum Leopold erstmals gezeigte Sammlung Schedlmayer birgt Schätze.
Ein Land fürchtet um den Finanzplatz und seinen Ruf: Das Geld russischer Milliardäre war in der Schweiz immer hochwillkommen. Doch jetzt dringt sein abstoßender Geruch sogar in eidgenössische Nasen.
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro treibt ein umstrittenes Gesetz für den Bergbau in Indigenen-Reservaten voran. Das begründet er auch mit dem Krieg in der Ukraine.
Auf die Plätze: Mit 250 000 Euro fördert die Crespo Foundation Kunst im öffentlichen Raum
Wenn Mäuse die Nudelvorräte wegschaffen: Die Schriftstellerin Pauline de Bok fühlt sich in die Natur ein.
Unter Strom: Prag erhält ein Museum für zeitgenössische Kunst. Es befindet sich in den Räumen eines Umspannwerks aus den Dreißigerjahren und wird mit einer gelungenen Ausstellung über Elektrizität eröffnet.
Transgender-Debatte +++ Frankreichs Infrastruktur und deutsche Infrastruktur +++ Putin Porträt von Matthias Alexander +++ Kompromisse mit Moskau herstellen +++ Olga Martynova +++ Kommentar Patrick Bahners +++ Gergiev und Putin +++ Russland und die Russen
Er war ein von der Macht der Poesie überzeugter Geist: Zum 250. Geburtstag des Romantikers Friedrich Schlegel.
Kurt Krömer will immer das machen, was er nicht machen sollte. Jetzt spricht er über seine überwundene Depression. Aber kann er ohne „Vollmeise“ noch lustig sein? Ein Gespräch über Ängste, das Vatersein und seinen Klinikaufenthalt.
Was machen Künstler unter Waffenbeschuss? Fliehen sie? Bleiben sie? Ein Gespräch mit Volker Weichsel von der Zeitschrift „Osteuropa“
In Wiesbaden wird bald das Museum Reinhard Ernst eröffnet, das ausschließlich abstrakte Kunst zeigt. Oliver Kornhoff ist Gründungsdirektor des neuen Hauses, an dessen Gestaltung er von Anfang an mitarbeitet. „Es ist ein Traum“, sagt er.
Der Krieg in der Ukraine lässt uns neu nach der Humanität in der Kunst fragen. Gergiev, Netrebko und Currentzis haben die Welt erobert. Wir haben ihnen Beihilfe geleistet – und deren Hintermännern, ohne deren Absichten zu kennen.
Anstelle des St. Petersburg Philharmonic Orchestra waren in der Alten Oper die Ungarn mit ihrem mutigen Dirigenten Iván Fischer zu Gast. Die Zugabe hatte aktuellen Bezug.
Ganz wohl wird es einem nicht, wenn politische Bekenntnisse quasi erzwungen werden - auch nicht, wenn es um Anna Netrebko und den Ukraine-Krieg geht.
Im Gewerbegebiet in Frankfurt-Seckbach entsteht ein Apartmenthaus, das besonders günstig sein soll. Auf eine eigene Kochmöglichkeit müssen die Gäste daher verzichten.
Erstmals vollständig übersetzt: „Babettes Gastmahl“ erscheint auf Deutsch, ergänzt durch ein Vorwort von Erik Fosnes Hansen.
Unterwegs zwischen Farbenlehre und Naturansichten: Dem Künstler Willy Puchner zum siebzigsten Geburtstag
Rund 1900 Komponistinnen sind der Musikwissenschaft bekannt. Und wo sind ihre Werke zu hören? Nur hier und da. Das Staatstheater Darmstadt schafft Abhilfe.
Hitler überleben: Die Ausstellung „Kunst für Keinen 1933–1945“ in der Frankfurter Schirn untersucht Leben und Werk von vierzehn unangepassten inneren Emigranten im NS-Deutschland.
Das älteste Mitglied der koreanischen Band BTS muss bald den Wehrdienst antreten – wenn das Gesetz nicht vorher geändert wird. Die Popgruppe ist sogar Thema im Wahlkampf.
Wenn verletztes männliches Ehrgefühl Leben kostet: Die Zahl ermordeter Frauen in Iran steigt, doch der Staat nimmt das Problem nicht wahr.
Von 1933 bis 1945 haben viele von ihnen ihr Werk nicht öffentlich zeigen können: Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt 14 Biographien von Künstlern im Nationalsozialismus. Die Ausstellung läuft unter dem Titel „Kunst für Keinen“.
Ein Partisan des Kampfes gegen die Sowjetherrscher nach 1945 erinnert sich – und die Verteidiger der Ukraine von heute hören ihm zu. Auch in Kunst und Film ist der Kampf von damals zum Thema geworden.
Es war einmal eine Kunstgattung, die kritisierte bissig die Herrschenden sowie die herrschenden Zustände. Das ist lange her. Heute geht es fröhlich zu. Die Überreichung des Deutschen Kleinkunstpreises in Mainz zeigt es auf denkwürdige Weise.
Die Musikindustrie blickt auf ein gutes Jahr zurück. Die Aussicht auf weiteres Wachstum befeuert auch den Ansturm auf Rechtepakete. Für Marktführer Universal Music gibt es aber Wichtigeres.
Die Initiative #artistsinshelter sammelt Geld für ukrainische Künstler. Schriftsteller wie Nino Haratischwili und Juri Andruchowytsch haben einen Aufruf unterzeichnet, der deutsche Kulturinstitutionen um ihre Unterstützung bittet.
Der russische Einmarsch in die Ukraine hat Vasily Petrenko, Thomas Sanderling und Tugan Sokhiev dazu gebracht, ihre Leitungsämter an staatlichen Institutionen Russlands niederzulegen.
Privatjets sind in der Pandemie so gefragt wie nie. Wenn man es geschickt anstellt, kann so ein Flug sogar erschwinglich werden.
Vor der Russischen Botschaft fand eine Kundgebung statt. Bei einer Solidaritätsveranstaltung auf dem Bebelplatz versammelten sich zahlreiche Schriftsteller und Künstler, teilweise aus der Ukraine zugeschaltet.
Italien liegt nahe als Urlaubsland, nicht nur geographisch. Sondern auch als Sehnsuchtsland aller Deutschen. Unsere Redakteurinnen und Redakteure erinnern sich an ihre schönsten Erlebnisse zwischen Südtirol und Sizilien.
Zahlreiche Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler - von Timothy Garton Ash bis Wolf Biermann - haben sich auf dem Berliner Bebelplatz gegen Putins Krieg in der Ukraine gewandt. Die ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck forderte, Putin den Geldhahn ganz zuzudrehen.