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Der große Ungleichmacher Tod

Vor zweihundert Jahren reichte eine mittlere Tuberkulosewelle, um Arm und Reich gleichermassen an die Endlichkeit des Daseins zu erinnern. Vor hundert Jahren erinnerte die gleiche Krankheit die Armen an den Tod und die Reichen an den erfreulichen Umstand, dass sie noch eine Villa am Tegernsee hatten, wo sich die unschöne Zeit bis zum Wegräumen der Leichen aus den schlechteren Vierteln prima aushalten liess. Insofern bin ich mehr als skeptisch, wenn heute die soziale Gerechtigkeit des Todes gepriesen wird - bei allem Respekt: Auch der Tod respektiert die bessere Gesellschaft und weiss sich zu benehmen.

Don Alphonso
30.01.2009 08:10 Uhr

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