Gerecht bis selbstgerecht
Ein bisschen Papst muss sein, auch in dieser Kolumne. Schließlich haben wir auf dem Dach des Petersdoms mal Espresso serviert bekommen.
Ein bisschen Papst muss sein, auch in dieser Kolumne. Schließlich haben wir auf dem Dach des Petersdoms mal Espresso serviert bekommen.
Politiker entdecken zunehmend die Gerechtigkeit als Betätigungsfeld. Sie fordern mehr Umverteilung und versprechen „gerechtere“ Regeln. Häufig fehlt es freilich für die angestrebte Gerechtigkeit an Maßstäben, und die in Aussicht genommenen Regelungen führen zu mehr Unfreiheit.
Bei der Lebenserwartung gibt es deutliche Ungleichheiten innerhalb der EU – auch zwischen Frauen und Männern. Das zeigt der „Europäische Gesundheitsbericht 2012“, den die WHO jetzt vorgelegt hat.
Hans-Ulrich Wehlers Streitschrift zur sozialen Ungleichheit in Deutschland tut sich wohltuend dadurch hervor, dass sie ein wenig weiter ausholt als nur zum Rundumschlag
Eine Umfrage zu Vermögenswerten zeigt: Bürger in Krisenstaaten sind im Mittel reicher als in Deutschland. Grund dafür ist die starke Ungleichverteilung in der Bundesrepublik. Statistiker versuchen die Unterschiede zu relativieren.
Der Zusammenhang zwischen der Verteilung und der Entstehung von Finanzkrisen ist auch auf der Basis moderner Arbeiten nicht klar.
enn. BERLIN, 14. Februar. Die Parteien haben die soziale Gerechtigkeit zum Wahlkampfthema für die kommenden Monate erkoren.
Wie verrückt sind die Medien eigentlich geworden? Wie verlor die journalistische Debatte an Relevanz? Bemerkungen zum „Fall Brüderle“ und zum „Fall Steinbrück“.
„Der Staat, an den wir glauben, ist ein moderner Staat, in dem die Machtübergabe friedlich verläuft, in dem Demokratie und Freiheiten herrschen.“ So erläutert der ägyptische Präsident Muhammad Mursi im Gespräch mit der F.A.Z., dass das Land keinen Gottesstaat wolle. Das Interview im Wortlaut.
Davos
Die OECD, Dachverband der Industrieländer, hat einen guten Überblick veröffentlicht darüber, wie ungleich Einkommen verteilt sind und warum.
Experten und Wirtschaftsführer sehen laut einer neuen Umfrage des Weltwirtschaftsforums die Einkommensunterschiede weltweit und die wachsende Staatsverschuldung als die größten globalen Risiken.
Die Welt wird ungleicher. Daran ist auch die Globalisierung schuld. Aber ihr Trend soll sich umkehren - sagen Modelle, die beim AEA-Meeting in San Diego vorgestellt werden. Von Patrick Bernau
Sind in Deutschland die Mittelschicht kleiner geworden und die Armut größer? Statistiken sagen: Etwas schon. Verglichen mit anderen Ländern erscheint sie nach wie vor aber breit und solide. Was denken Sie?
In der öffentlichen Diskussion ist sie schon zum Klischee geworden, die Schere zwischen Arm und Reich, die sich immer weiter öffnet: Zuletzt ist sie im
In Bethlehem haben die Weihnachtsfeierlichkeiten begonnen. Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland warnten derweil vor einer Spaltung der Gesellschaft.
Südafrika leidet unter grotesker Ungleichheit. Für viele Wähler aber gibt es noch immer keine Alternative zum ANC. Längst ist er in Cliquen gespalten und dient nurmehr einer kleinen Geldelite.
Eine gewisse Ungleichheit ist gut, wenn sie auf Leistung beruht: So argumentiert der Politologe Klaus Schroeder. Hinter der Diskussion über Armut und Reichtum sieht er auch politische Interessen.
Die Balance halten zwischen wirtschaftlicher Stärke und sozialer Gerechtigkeit - dieses Ziel hat Frankfurts Kämmerer Uwe Becker (CDU) in seiner Rede zum
Nach der Wahl Peer Steinbrücks zum SPD-Kanzlerkandidaten stärkt seine Partei ihm demonstrativ den Rücken - und ist des Lobes voll: Steinbrück könne die SPD-Forderung nach sozialer Gerechtigkeit trotz der Debatte um Vortragshonorare „sehr glaubwürdig“ vertreten, meint etwa Hannelore Kraft.
Fethullah Gülen gilt als der Erneuerer des Islams in der Türkei und als der geistliche Mentor der neuen anatolischen Elite. Für ihn lässt sich einiges im Islam auf Prinzipien der Moderne hin auslegen.
Joseph E. Stiglitz wird am 9. Februar des kommenden Jahres 70 Jahre alt. Beinahe ein halbes Jahrhundert wird dann vergangen sein, seitdem er als Student die ...
François Hollande hat seine erste große Pressekonferenz abgehalten. Der Staatspräsident betonte wiederholt, dass Frankreich das Vertrauen der Finanzmärkte nicht verlieren dürfe. Seine wichtigsten Ziele sind eine Neuausrichtung Europas, eine Entschuldung Frankreichs und die Gewinnung von mehr Wettbewerbsfähigkeit für die französische Wirtschaft. Bedeutende neue wirtschaftspolitische Ankündigungen gab es nicht, dafür einen Appell an die Verantwortung von Arbeitgebern und Gewerkschaften. FAZIT berichtete live.
Die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas verträgt sich gut mit einer enormen ökonomischen und sozialen Ungleichheit - und mit dem wachsenden Reichtum der Familien der Machthaber. Wie lange noch?
Die Lohnschere schließt sich seit 2005 langsam wieder: Die Haushaltseinkommen der Deutschen sind wieder gleicher verteilt. Der Grund ist einleuchtend.
Hier kommt eine provozierende These: Europa kann sich seine Wohlfahrtsstaaten nur leisten, weil Europa von amerikanischen Innovationen profitiert. Die Vereinigten Staaten können ihre Rolle als Pioniere im Bereich der Innovation aber nur spielen, wenn sie darauf verzichten, einen europäischen Wohlfahrtsstaat zu installieren. Ein Forschungspapier von Daron Acemoglu, James Robinson und Thierry Verdier.
Zakhar Prilepin, 37, glatzköpfig, groß und müde, hat am frühen Morgen die Aura eines Barhockers. Er sitzt in einem kleinen Café in Moskaus Innenstadt und ...
Die Reichen hängen die Armen ab: Es ist das zentrale Thema im Wahlkampf. Der amerikanische Traum ist bedroht.
Wer gestern dem brillanten Ökonomen und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zuhören wollte, wie er sein neues Buch „Der Preis der Ungleichheit“ vorstellte, wurde
Detlef Wetzel gilt als Favorit für die Nachfolge von Berthold Huber an der Spitze von Europas größter Gewerkschaft IG Metall. Der amtierende Zweite Vorsitzende scheut den Schulterschluss mit der SPD, sieht in der Rentendebatte aber auch richtige Schritte.
Während sich der Arbeitsmarkt in Deutschland weiter robust zeigt, gehen die Einkommen immer weiter auseinander. Wegen der erheblich zurückgegangenen Tarifbindungen seien die Lohnunterschiede gestiegen, hat die OECD in ihrem neuesten Bericht festgestellt.
Ägypten ist vor der Präsidentenwahl am Wochenende ein verunsichertes und polarisiertes Land. Viele Menschen fürchten Kriminalität und Verarmung, das politische Leben ist von Intrigen und Verschwörungstheorien geprägt.
Auf ihrem Parteitag wollen die Sozialdemokraten am Samstag den Sieg Peter Feldmanns feiern. Der künftige Oberbürgermeister wird seine Pläne aber erst auf einem Sonderparteitag am 21. Juni vorstellen.
In Asien bereitet die immer tiefer werdende Kluft zwischen den Armen und den Wohlhabenden Sorge. Die Reichen profitierten überdurchschnittlich vom Wirtschaftswachstum, schreibt die Asiatische Entwicklungsbank und fordert den Ausbau der sozialen Sicherungsysteme.
Nach seiner Vereidigung als elfter Bundespräsident hat Joachim Gauck am Freitag vor Mitgliedern des Bundestags und des Bundesrats eine erste Grundsatzrede gehalten. FAZ.NET dokumentiert die Rede im Wortlaut.
Der Markt bietet den idealen Raum für die Freiheit. Auf den Staat setzen die Freunde der Gleichheit. So hat Rainer Hank vor wenigen Tagen hier argumentiert. Dagegen regt sich Widerspruch: Wer heute ein freies Leben führen will, muss den ungezügelten Markt bekämpfen. Sagt Lisa Herzog.