Ein Kampf in Rom
Kardinäle aus aller Welt streiten in Rom darüber, ob nur ein Papst gewählt oder auch die Kurie reformiert werden soll. Ein Favorit für die Nachfolge Benedikts ist nicht in Sicht.
Kardinäle aus aller Welt streiten in Rom darüber, ob nur ein Papst gewählt oder auch die Kurie reformiert werden soll. Ein Favorit für die Nachfolge Benedikts ist nicht in Sicht.
Ein römisches Konklave steht an - und schon werden außerhalb und innerhalb der katholischen Kirche die üblichen Forderungen nach einem „moderneren“ Papst laut. Wem wäre mit solch einer Rollen-Besetzung gedient?
Sedisvakanz in Rom - sowohl in weltlicher als auch in geistlicher Hinsicht. Mitten in einer akuten Wirtschaftskrise wirkt das Szenario wie ein Albtraum. Italien zwischen Papst und Posse.
Polens Präsident Donald Tusk hat im Streit über die Homo-Ehe eine Regierungskrise verhindern können. Aber die Debatte gärt weiter und spaltet die Gesellschaft. Auch der frühere Präsident Walesa beteiligt sich.
Unter der Leitung von Kardinaldekan Angelo Sodano haben im Vatikan die Generalkongregationen begonnen. 103 der erwarteten 115 Kardinäle für das Konklave sind bereits eingetroffen und vereidigt.
Täglich versammeln sich die Kardinale, um die Wahl des Papstes vorzubereiten. Dabei soll auch der Zustand der Kirche erörtert werden - aber ausgerechnet die beiden mächtigsten Kardinäle dürften daran wenig Interesse haben.
Der 63 Jahre alte Erzbischof von São Paulo, Odilo Scherer, gilt im Vatikan offenbar als ein Favorit für die Nachfolge Benedikts XVI. An diesem Montag beginnt das „Vorkonklave“.
Der Bischof von Mainz bestimmt den neuen Papst mit. Am Dienstag will Karl Lehmann in Rom reisen. Wann das Konklave beginnt, ist offen. Auch die Zeit davor ist wichtig: Die Kardinäle führen intensive Gespräche.
Angelo Sodano ist als Dekan der mächtigste unter den mehr als 200 Kardinälen. Papst wird er aber wohl nicht werden. Selbst für manchen Kardinal ist Sodanos Gesicht auch die Fratze des Bösen.
Monsignore Scicluna hat zehn Jahre lang im Namen des Vatikan Missbrauchsfälle aufgeklärt. Er spricht zum ersten Mal über Schockwellen und Vertuschung, über den Zölibat und die Kraft der Wahrheit.
Nach dem Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. kommt es an diesem Montag zu der ersten Zusammenkunft der mehr als 200 Kardinäle während der Sedisvakanz. Womöglich wird der Beginn des Konklaves zur Papstwahl vorgezogen.
Sieben Jahre, zehn Monate und neun Tage dauerte das Pontifikat von Benedikt XVI. Jetzt hat für die römisch-katholische Kirche die Zeit ohne Papst, die Sedisvakanz, begonnen. Am Freitag hat der Vatikan nun die Kardinäle offiziell aufgefordert, sich für das Konklave in Rom zu versammeln.
Papst Benedikt XVI. ist nicht länger Oberhaupt der katholischen Kirche. Seine Amtszeit ging an diesem Donnerstag um 20 Uhr zu Ende. Mit dem Hubschrauber verließ er um 17 Uhr den Vatikan nach Castel Gandolfo. Dort verabschiedete er sich mit einem letzten Apostolischen Segen von der Bevölkerung.
Rückblick am freiwilligen Ende eines Pontifikats: Benedikt XVI. haben vor allem die klassischen Fragen der abendländischen Christenheit interessiert. Sein Projekt, den Glauben als vernünftige Option vorzulegen, machte nicht an den Grenzen der Kirche halt.
Castel Gandolfo ist von alters her Rückzugsort der Päpste. Hierher kommen sie, wenn es ihnen in Rom zu heiß, zu stickig, zu schmutzig wird. Wenn Benedikt XVI. dort am Nachmittag landet, wird er nur noch wenige Stunden Papst sein.
Der Rückzug Papst Benedikts XVI. als Akt einsichtsvoller Selbstbescheidung steht im eindrucksvollen Kontrast zum öffentlichen Sterben Johannes Pauls II. vor acht Jahren. Doch über dem einen wie dem anderen Ende des Pontifikats liegen dieselben Schatten.
Die religiöse Skepsis des frühen Helmut Schmidt lässt sich ohne weiteres als das Pochen eines Protestanten auf seine subjektive Mündigkeit gegenüber den Ansprüchen der religiösen Institution verstehen.
Unter dem Jubel Hunderttausender hat Benedikt XVI. auf dem Petersplatz seine letzte Generalaudienz eröffnet. Benedikt dankte den Gläubigen - und sprach von „schwierigen Momenten“ in seinem Pontifikat.
Ein Leben ohne Gott und Glauben scheint erst dann möglich, wenn Gott und Glaube in einem neuen Kontext, als menschliches Handeln, wiederentdeckt werden.
Offiziell kam Benedikt XVI. erst sechs Jahre nach seiner Wahl in die Heimat. Sein Verhältnis zur Kirche in Deutschland und ihren Repräsentanten war von Distanz geprägt.
Ein soeben veröffentlichtes Buch wirft einen kritischen Blick auf die evangelische Kirche in Frankfurt zwischen 1933 und 1945.
Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper ist gegen ein verfrühtes Konklave. Derweil wurde bekannt, dass Benedikt XVI. künftig den Titel „Pontifex emeritus“ beziehungsweise „Papst emeritus“ tragen wird.
Papst Benedikt XVI. hat einige Wahlbestimmungen geändert, um das Konklave früher einberufen zu können. Kardinal O’Brien trat derweil wegen des Vorwurfs „unziemlichen Verhaltens“ zurück.
Unter dem Jubel von Zehntausenden Gläubigen hat der scheidende Papst Benedikt XVI. sein letztes Angelus-Gebet zelebriert. Das Konklave für den nächsten Papst soll am 10. März beginnen.
Kaum jemand traut sich noch zu sagen, er sei gegen ein Adoptionsrecht für Lebenspartner. Oder ist einfach fast niemand mehr dagegen?
Die katholische Kirche will Frauen stärker fördern. Das klingt wie ein Scherz. Wäre das Karriereprogramm für Frauen mehr als eine PR-Aktion in schwierigen Zeiten, müsste die Kirche zwischen Macht und Weiheamt rigoros unterscheiden.
Auch acht Jahre nach dem Tod von Johannes Paul II. hängt Polen weiter an seinem Papst. Im ganzen Land werden seine Reliquien verehrt, und der Jugend bleibt er Vorbild.
Das Denkmalamt hat 2012 viel zu tun gehabt. Die Bilanz fällt positiv aus, auch wenn nicht jeder Bau geschützt werden konnte und die Arbeit in St. Leonhard ruhen musste.
Ob Sturm der Entrüstung oder Erleichterung: Nichts zeigt deutlicher als die Karriere der „Pille danach“, was die Gesellschaft von der Morallehre der Katholischen Kirche erwartet. Nichts.
Zur medizinischen Hilfe vergewaltigter Frauen könne in Katholischen Krankenhäusern die „Pille danach“ gehören. Aber nur dann, wenn sie ausschließlich eine verhütende und nicht eine abtreibende Wirkung habe. Darauf hat sich die Bischofskonferenz in Trier geeinigt.
Nach zehn Jahren Vorarbeit haben die deutschen Bischöfe das neue Gotteslob vorgelegt. In Form und Inhalt soll es dem Strukturwandel der Kirche Rechnung tragen. Vom ersten Adventssonntag an wird es als Gebet- und Gesangbuch in Deutschland und Österreich verwendet.
Die Spurensuche der Archäologen verzögert den Umbau des Gießener Kirchenplatzes. Nun soll während der Landesgartenschau gegraben werden - vor Abertausenden Gästen.
Der frühere Erzbischof von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony, soll pädophile Priester gezielt vor einer Strafverfolgung geschützt haben. Gegen seine Teilnahme an dem Konklave zur Wahl des Nachfolgers von Benedikt XVI. regt sich Widerstand in den Vereinigten Staaten und in Italien.
Die Kirchenmusik in der Münchener Gemeinde Feldmoching hat viele Fans. Das liegt am Einsatz des Organisten, er kann nicht sehen, aber ausgezeichnet musizieren.
D.D. FRANKFURT, 18. Februar. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Zollitsch, hat Papst Benedikt XVI.
Limburg. Katholisch zu werden, das bedeutet eigentlich, sich zu etwas zu bekennen, das nicht unbedingt an irdische Zwänge gebunden ist, aber im Moment bedeutet ...