Alles so nah, alles so echt
Clueso bringt seit 17 Jahren Alben auf den Markt, bald ein weiteres. Manche halten ihn für zu angepasst, der große Unangepasste Udo Lindenberg holte ihn auf die Bühne. Was den Erfolg des Sängers ausmacht.
Clueso bringt seit 17 Jahren Alben auf den Markt, bald ein weiteres. Manche halten ihn für zu angepasst, der große Unangepasste Udo Lindenberg holte ihn auf die Bühne. Was den Erfolg des Sängers ausmacht.
Es dauerte Jahre, bis meine amerikanische Identität verschwand. Heute kommt mir mein Heimatland wie eine Halluzination vor. Zurzeit beantrage ich die deutsche Staatsbürgerschaft, eine ambivalente Angelegenheit.
Jugendliche lieben Hip-Hop. Verstehen sie die oft rätselhaften, verdorbenen Texte richtig? Überlegungen zur Sprache des Gangsta Rap in Snoop Doggs „Drop It Like It’s Hot“.
„Christopher Robin“ oder Erwachsensein als Falle: Disney hat die Rückkehr von Pu dem Bären verfilmt – mit einer fragwürdigen Moral.
Vor Koalitionen mit der Linken wie auch der AfD im Osten warnt Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff. Viele hätten wohl keine Vorstellung mehr davon, wie unmenschlich es im SED-Regime zugegangen sei.
„Das Verschwinden des Josef Mengele“ begibt sich auf die Spur des NS-Mediziners im argentinischen Péron-Regime. Dass der Protagonist nur flach beschrieben wird, liegt in der Natur seines Wesens.
Anitta ist Brasiliens größter Popstar. Ein Gespräch über ihre Anfänge in den Favelas von Rio de Janeiro, ihre zwei Milliarden Youtube-Klicks und ihre Cellulite.
Eine interessante Konstellation, eine hinreißende Schauspielerin als Heldin: Ferzan Özpeteks Film „Das Geheimnis von Neapel“ hätte ein vielschichtiges Frauenporträt ergeben können.
Provenienz und Restitution sind die Themen der Museumspolitik. Die Expertin der Stunde ist die Berliner Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy. Welchen Erkenntnissen gilt ihr Interesse?
Den Christopher Robin in A. A. Milnes „Pu der Bär“ gab es wirklich. Es war sein eigenes Kind. Der Frage, was aus diesem geworden ist, gehen in diesem Jahr gleich zwei Kinofilme nach.
Ida Bauer ist als Sigmund Freuds „Fall Dora“ in die Geschichte der Psychoanalyse eingegangen. Jetzt erzählt die Urenkelin von ihr – und kommt nicht von Freud los, wenn ihr Buch Fahrt aufnehmen müsste.
Der Sufismus hat in Ägypten eine jahrhundertelange Tradition. Nun fördert die Regierung die Mystiker, um den Islamismus zu schwächen. Geht dadurch die Essenz der Strömung verloren?
Wie wirklichkeitsnah ist das? Angelika Klüssendorf setzt mit „Jahre später“ ihren autobiographisch grundierten Romanzyklus fort.
Wenn die letzte Klausur geschrieben und das Bier mit dem Kumpel ausgetrunken ist, stehen teure Berater bereit. Sie erklären Abiturienten, was die mit ihrer Zukunft anstellen können. Katrin Hummel hat einen von ihnen begleitet.
Am 25. August wäre Leonard Bernstein hundert Jahre alt geworden. Sein Sohn erinnert sich an einen beispiellosen Renaissance-Menschen – und an eine Kindheit umgeben von Musik.
Captain America, Harry Potter, Star Wars – große Helden verdienen Milliarden an den Kinokassen. Sie kommen nicht zufällig so gut an.
Starke Frauen, schwache Frauen, stumme Frauen, Schwestern, Mütter, Liebende, Rebellinnen: Das Locarno Festival beendet die Ära seines Leiters Carlo Chatrian mit einem überzeugenden Programm.
Let there be Rock: Bei ihrem Open-Air-Konzert im Büsingpark in Offenbach dreht die Hamburger Band Tocotronic gehörig auf.
Perfektionistisch wie Guardiola, jovial wie Heynckes und fast so stur wie van Gaal: Niko Kovac hat sich in München eingelebt. Doch das reicht beim FC Bayern noch nicht.
Der russische Staat fährt einen Generalangriff gegen die eigene Jugend: Die Geheimdienste greifen sich zufällig Jugendliche und zerstören demonstrativ ihr Leben. Ein Gastbeitrag.
Die syrische Dichterin Lina Atfah hat erlebt, wie der Krieg ihr Heimatland zerrüttet und den Kindern ihre Kindheit raubt. Diese Verse sind ein Aufruf zu Mut und Verantwortung.
In „Mängelexemplar“ nach dem Roman von Sarah Kuttner spielt Claudia Eisinger eine Frau, die an sich und an der die ganze Welt verzweifelt. Sie trägt unter anderem ihr „inneres Kind“ mit sich herum.
Travis Scott hadert mit seiner Rolle als Hip-Hop-Snob. Neben Superstars wie Kendrick Lamar oder Drake steht er noch immer im Hintergrund. Sein bislang bestes Album „Astroworld“ könnte das ändern.
Da will der Nachwuchs mit den Erwachsenen spielen – und die haben angeblich keine Zeit. Aber das ist eine Ausrede: Die Großen haben das Spielen verlernt. Ein großes Versäumnis.
Geschwister von behinderten Kindern sind oft überangepasst – sie müssen meist zurückstecken und einfach funktionieren. So war es lange Zeit auch bei Natalie.
Manche nutzen das Alter als Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, für andere dominiert die Angst vor der Altersarmut. Bei „Dunja Hayali“ zeigte sich aber auch: Die neue Rentner-Generation ist Ich-zentriert.
Hubert Aiwanger ist Chef der Freien Wähler – und reizt die CSU bis aufs Blut. Ein Politprolet sei der Hubsi, und er habe eine Freibiermentalität. Spricht da der Neid der Konkurrenz?
Die gar nicht so seltsame Biographie eines Künstlers, der ziemlich seltsame Sachen malt, dichtet und dreht: „Traumwelten“ von Kristine McKenna und David Lynch.
Drei souveräne literarische Sommer-Debüts, die je auf ihre Weise das Diktat der totalen Gegenwart abschütteln: Von befreiten Urgroßmüttern, taumelnden Therapeuten und einem vom Himmel fallenden Mann.
In der abgelegenen Postkartenidylle des Wendlands haben sich Biobauern, Atomkraftgegner und Lebenskünstler ihr Biotop geschaffen. Jetzt kommt eine neue Gruppe.
Wer war die Frau, die bei der Eröffnung der Fußball-WM in Russland gemeinsam mit Robbie Williams sang? Die russische Sopranistin Aida Garifullina erlebt gerade einen rasanten Aufstieg. Ein Gespräch über die Oper, Kontrollfreaks – und schöne Frauen.
Als Emil Nolde plötzlich Gespenster sah: Auf Hallig Hooge schuf der Maler viele seiner „Grotesken“. Die Vorlagen dieser Bilder findet man noch immer auf der Insel im friesischen Wattenmeer.
„Disenchantment“ heißt die neue Trickserie des „Simpsons“-Schöpfers Matt Groening. Sein Autor Josh Weinstein verrät, wie eine animierte Fantasy-Geschichte unsere Gegenwart spiegeln kann.
Das Leben in München war schön, aber teuer. Zu teuer. Da blieb eigentlich nur eine Wahl. Von einer, die auszog, um nach einem Vierteljahrhundert wieder in ihr Elternhaus zu ziehen.
Der Deutsche macht schlapp – ganz generell und speziell in diesem Sommer. Die Hitze nervt. Und die Gesundheitsindustrie lässt jede Sensibilität vermissen.
Er hat nicht überall einen guten Ruf, aber der Pumpernickel taugt zu mehr als nur zum Wurstbrot. Er lässt sich auch neu interpretieren – zum Beispiel als Bier oder Eis.