360 000 Katholiken verlassen die Kirche
Die Zahl der Kirchenaustritte hat unter Katholiken ein neues Rekordniveau erreicht. Bischof Bätzing spricht von einer „tiefgreifenden Krise“.
Die Zahl der Kirchenaustritte hat unter Katholiken ein neues Rekordniveau erreicht. Bischof Bätzing spricht von einer „tiefgreifenden Krise“.
Noch nie haben so viele Katholiken ihrer Kirche den Rücken gekehrt wie im vergangenen Jahr. 360.000 Katholiken erklärten ihren Austritt. Ihre Entscheidung hat oft mehrere Gründe.
Die katholische Kirche verliert immer mehr Gläubige, die sich lange engagiert haben. Viele bleiben auf der Suche. Was sind ihre Kirchengeschichten?
Beim G-7-Gipfel wird der ukrainische Präsident Selenskyj seine Wünsche formulieren. Hafenbetreiber verhandeln über eine Einigung mit der Gewerkschaft Verdi in Berlin. Und die Friedenpreisträgerin Tsitsi Dangarembga hofft, einer Haftstrafe zu entrinnen. Der F.A.Z. Newsletter.
Der Augenspiegel, in dem sich der Kosmopolit und Humanist Johannes Reuchlin für den Erhalt der jüdischen Tradition einsetzte, wurde 1520 verboten.
Reformerische Gewinne, ökumenische Verluste: Lehren aus alt-katholischen Erfahrungen für den Synodalen Weg.
Schon 2019 hatte das italienische Verfassungsgericht die Beihilfe zum Suizid unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Eine gesetzliche Regelung ist bisher vor allem am Widerstand der katholischen Kirche gescheitert.
Der katholische Bischof von Münster, Felix Genn, gesteht Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen ein.
Durch seine Nächstenliebe hat er in Russlands kulturellem Gedächtnis einen Ehrenplatz erobert: Dirk Kemper rekapituliert das Leben des „heiligen“ deutschen Arztes von Moskau, Friedrich Joseph Haass.
Kardinal Woelki will aus freien Stücken um etwas gebeten haben, was Papst Franziskus ihm gegen seinen Willen abgerungen hat. Einer führt die Öffentlichkeit hinter die Fichte.
Der Übertritt des Generalvikars Andreas Sturm zu den Altkatholiken enthüllt die Illusionen des reformkatholischen Milieus.
Nicht nur die Kirchen haben Angst vor einer Dunkelfeldstudie. Politiker und Sportfunktionäre haben noch mehr zu fürchten.
Vierzig Menschen wurden in einer Kirche in Nigeria getötet – in einer Gegend, die eigentlich als ruhig gilt. Das schürt die Sorge vor neuen religiösen Konflikten.
Christof May, ein ranghoher Geistlicher des Bistums Limburg, hat sich das Leben genommen. Zuvor waren Vorwürfe sexuell übergriffigen Verhaltens bekannt geworden.
Katholikentag +++ Gastbeitrag von Thorsten Frei +++ Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung +++ Tatort-Kritik +++ Windmühlen-Zeitalter
Die Region Ondo in Nigeria galt bisher als friedlich. Aber nun erschüttert Terror während des Pfingstgottesdienstes die Stadt Owo.
Bewaffnete stürmten den Sonntagsgottesdienst in Owo im Bundesstaat Ondo. Auch Sprengstoff soll gezündet worden sein. Anschläge im überwiegend christlichen Süden Nigerias sind selten.
Gerhard Glas ist neuer Präsident der Diözesanversammlung im Bistum Limburg. Er will die Kirchen als Treffpunkt am Sonntag erhalten. Das ist nicht mehr selbstverständlich.
Lyndal Roper blickt zurück auf das Reformationsjubiläum vor fünf Jahren und hat noch einiges zu Luther nachzutragen.
Die Justizminister machen ernst: Wer als Fürsorge- oder Aufsichtspersonen seine Pflichten verletzt und dadurch Missbrauchstaten fördert, könnte dafür haftbar gemacht werden.
In Stuttgart wurde so freimütig debattiert wie seit 1968 nicht. Doch die Zeit läuft der katholischen Kirche davon.
Der im Alter von 94 Jahren verstorbene Kardinal Angelo Sodano diente unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. als Staatssekretär. Er galt damit als Nummer zwei im Kirchenstaat.
Um vor Unheil geschützt zu sein, hängen sich auch heute noch viele Menschen einen geweihten Würzwisch auf. Der Volksglaube stammt aus vorchristlicher Zeit – und die katholische Kirche hat sich längst damit arrangiert.
Den Katholikentag in Stuttgart dominiert das Thema sexueller Missbrauch. Doch es ist nicht die einzige Ursache der Krise der katholischen Kirche in Deutschland.
Schon zum Auftakt ist gewiss, dass der 102. Deutsche Katholikentag nicht an vergangene Erfolge anknüpfen kann. Die Veranstalter verweisen auf die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine - und die Krisenstimmung in der katholischen Kirche.
Nicht nur Kleriker, sondern auch Laien müssten sexuelle Gewalt in der Kirche entschiedener aufarbeiten, mahnt die neue Missbrauchsbeauftragte. Bisher gebe es nur wenige Beispiele für eine gute Betroffenenbeteiligung.
Im Januar ist aus einer katholischen Kirche in Frankfurt-Sachsenhausen das Altarkreuz gestohlen worden. Solche Fälle kommen vor, aber nicht häufiger als früher.
In Frankfurt gibt es eine vitale K-Pop-Szene, die bald ein großes Festival feiert. Bei „Deutschland spricht“ soll die hiesige Debattenkultur gefördert werden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Papst Franziskus will Putin zu einem Ende des Ukrainekrieges bewegen. Dafür würde er mit vatikanischen Traditionen brechen und nach Moskau reisen. Aber er wartet vergeblich auf ein Signal aus dem Kreml.
Mit einer Mischung aus Gesundschrumpfen und Neuanfang will sich das Bistum Mainz fit für künftige Aufgaben machen. Doch was werden die Gläubigen sagen, wenn tatsächlich die ersten Kirchen zum Verkauf stehen?
Viele Katholiken fragen sich, warum Franziskus nicht Russland als Angreifer nennt. Ist der Papst ein Putin-Versteher?
In ihren Predigten zum Osterfest haben die Vertreter der Katholischen und der Evangelischen Kirchen in Hessen den Krieg in der Ukraine in den Mittelpunkt gestellt, aber auch die Hoffnung betont.
Missbrauchsskandal, uneinsichtige Kardinäle, strukturelles Versagen: Die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche nimmt rasant zu – auch in der Kölner Südstadt. Was kann das noch aufhalten?
Mehrere Opferverbände wollen nicht mehr mit der Kanzlei zusammenarbeiten, die in Spanien ein Gutachten über den Missbrauch in der Kirche erstellt. Deren Leiter gehört dem ultrakonservativen Opus Dei an.
Der Papst vermeidet es, den russischen Aggressor Putin und dessen spirituellen Hintermann Kirill beim Namen zu nennen. Er muss sich endlich bedingungslos an die Seite der Opfer stellen.