Integration und Leitkultur? Das passt nicht
Das neue Buch von Max Czollek heißt „Gegenwartsbewältigung“. Aber muss die deutsche Gegenwart wirklich „bewältigt“ werden? Und wie soll das gehen? Ein Gespräch.
Das neue Buch von Max Czollek heißt „Gegenwartsbewältigung“. Aber muss die deutsche Gegenwart wirklich „bewältigt“ werden? Und wie soll das gehen? Ein Gespräch.
Die Schuldkomplex-Romantikkomödie „Schönes Schlamassel“ ist vergnüglich und manchmal sogar gewitzt, rutscht aber auf der eigenen Hintergründigkeit aus.
Epos, zerschossen: Anne Weber widmet sich der modernen Heldin Annette Beaumanoir und geht ein Risiko ein. Nicht jede Wendung gelingt. Dennoch hat es der Titel auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft.
Beleidigungen und Übergriffe gegen Juden in Deutschland halten an. Wie erleben das die Jüngeren? Was würden sie gern ändern? Eine Begegnung mit Stipendiaten des Eles-Studienwerks in Berlin.
Ein radikaler Abtreibungsgegner hatte die Ärztin Kristina Hänel mit KZ-Wachmannschaften verglichen. Ein Gericht entschied nun, sie müsse das nicht hinnehmen. Der Täter versäumte die Urteilsverkündung.
Im Jüdischen Museum sind die Schicksale der im Holocaust ermordeten Frankfurter Juden dokumentiert. Margarete Rabow schafft mit ihrem Kunstprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ noch mehr Sichtbarkeit: Sie wird die Namen direkt auf den Mainkai schreiben.
Sein Wechsel ist ein Streifall. Israels Eishockey-Kapitän spielt ganz in der Nähe von Auschwitz. Kritik lässt nicht lange auf sich warten. Doch Eliezer Sherbatov erklärt ausführlich, warum er als Jude dorthin wechselt.
Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin bespielt den Libeskind-Bau überzeugender als ihre Vorgängerin. Aber es fehlt ihr bei allem Geschick im Umgang mit dem Gebäude an Emotionen.
Im August 1920 sah es so aus, als gehe es mit der gerade errungenen Unabhängigkeit Polens schon wieder zu Ende. Doch die Rote Armee wurde zurückgeschlagen – und ein bis heute wirkender Mythos geschaffen.
Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Johannes Masing über das EZB-Urteil, die föderale EU, die Holocaust-Leugnung, die Bindung privater Konzerne und die Richterauswahl.
70 Jahre Zentralrat der Juden +++ Scholz und Kühnert +++ Deutschunterricht +++ Tripadvisor Reiseportal +++ Zeitungsverlage +++ Nobelpreis für Elsemarie Maletzke +++ Deutsche Forschungsgemeinschaft
Der Kapitän der israelischen Eishockey-Nationalmannschaft, Eliezer Sherbatov, wird wegen seines Wechsels zum polnischen Klub Unia Oswiecim scharf kritisiert. Doch der 29-Jährige wehrt sich.
Die Plattform will stärker gegen rassistische und antisemitische Stereotypen vorgehen. Der umstrittene niederländische Nikolaushelfer darf künftig nicht mehr mit dicker schwarzer Schminke gezeigt werden.
Der Israeli Ittai Joseph Tamari war 16 Jahre alt, als er mit seinem Vater Olympia 1972 in München besuchte. Dort erlebte er den Schrecken des Geiseldramas mit. Die Folgen beschäftigten ihn jahrelang.
Höllische Schule des Überlebens: Monika Zgustova sprach mit Frauen, die als politische Häftlinge in sowjetische Straflager kamen. Fast alle bezeugen, Bücher, Poesie und Schönheit hätten sie gerettet.
75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz müssen wir uns gegen alle Tendenzen entschieden wehren, die Antisemitismus, Rassismus oder andere Formen der Menschenfeindlichkeit wieder salonfähig machen wollen. Ein Gastbeitrag.
Die Ko-Vorsitzende der Sozialdemokraten bekam nach eigener Aussage ebenfalls eine mit „NSU 2.0“ unterschriebene Drohung. Beunruhigt zeigte sich Esken vor allem durch die aus ihrer Sicht generell steigende Bedrohungslage.
„Ihr Leiden, ihren Verlust zu leugnen, ist Hassrede“: Unter dem Hashtag #NoDenyingIt rufen Holocaust-Überlebende in Videobotschaften Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Handeln auf.
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert hat sich der Terrorismus in vier einander überlappenden Wellen von je etwa vierzig Jahren Dauer entwickelt. Wenn sich das Großeltern-Enkel-Muster fortsetzt, müsste die fünfte Welle wieder auf Systemkritik basieren – diesmal als Reaktion auf die Globalisierung. Das Erstarken von antiliberalen bis hin zu rechtsextremen Kräften ließe sich damit erklären.
Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde durch Hassreden vorbereitet: Offener Brief eines Überlebenden an Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Damit sich Täter- und Opfergesellschaften gleichzeitig an NS-Besatzungsherrschaft und Vernichtungskrieg in Polen und ganz Europa erinnern können, brauchen wir ein Gedenkensemble in der Mitte Berlins. Ein Gastbeitrag.
Gemeindeleben im Belagerungszustand: Ronen Steinke fordert mehr und anderes staatliches Eingreifen im Kampf gegen antisemitische Gewalt.
Die Großmutter von Ben Cohen hat das KZ Stutthof überlebt und war Nebenklägerin im Prozess gegen einen früheren SS-Wachmann. Der Enkel spricht im Interview über das aktuelle Urteil und die Erinnerung an den Holocaust.
Auch wenn die Bayreuther Festspiele dieses Jahr nicht stattfinden, haben sie doch viel vor. Und sie waren bislang auf gutem Wege. Ein Lagebericht.
Es gab viele Wege, im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig zu sterben. Systematisch wurden auch viele jüdische Gefangene getötet. Können Prozesse wie der gegen Bruno Dey helfen, ihre Geschichte weiter zu erzählen?
Habeck zu Tempolimit +++ 70. Gründungsjubiläum des Zentralrats der Juden +++ Schweigen der Bischöfe +++ Lieferketten
Viele Deutsche hätten die Zeit des Nationalsozialismus nach dem Krieg lieber verdrängt. Heute gehört jüdisches Leben selbstverständlich zu Deutschland. Das ist auch ein Verdienst des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Seit 70 Jahren ist der Zentralrat der Juden die Stimme der deutschen jüdischen Gemeinschaft. Gegründet wurde er in Frankfurt. Dies spielt bis heute eine Rolle.
Die Entwicklung des Islamismus zur politischen Religion hat viele Quellen: Antimodernismus, Antikolonialismus, Antifeminismus. Doch die islamische Moderne lässt sich nicht kleinkriegen. Ein Gastbeitrag.
Alles dreht sich um den Koran. Bei der Suche nach einer liberalen Interpretation kommen zuweilen etwas eigenartige Konstrukte heraus.
Um die Würde von Holocaust-Opfern zu schützen, hat Hanau jegliche Verwendung von Nazi-Symbolik auf öffentlichen Versammlungen verboten. Die Stadt ist seit dem Terroranschlag im Februar besonders sensibilisiert.
Schon mehr als 1500 Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus wurden in der Stadt Frankfurt verlegt. Für die Geschichten, die sie erzählen, interessieren sich nicht nur die Angehörigen.
Das Dirndl? Die Shisha-Pfeife? Die Juden? Junge Migranten aus Duisburg sprechen mit einem Sozialarbeiter über Identität und Geschichte. Und warum der Holocaust zur Diskussion über heutige Werte führt.
Achthundert Jahre aus der Vogelperspektive: Brian A. Catlos erzählt die Geschichte von Al-Andalus im Stil einer Streaming-Serie und dekonstruiert die Mythen der Reconquista und ihrer Feinde.
Es ist nicht alles „Unorthodox“: Wie stellt sich jüdisches Leben in Deutschland dar? Es mangelt an Vielfalt in der medialen Darstellung.
Von vorislamischen Nomadengesängen bis Thomas Mann: Chaim Noll schreibt eine eindrucksvolle Literaturgeschichte der Wüste.