Rassistisch und gewalttätig
Nach dem Verbot in Frankreich wollen auch die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die „Grauen Wölfe“ verbieten. Sie sollen die zahlenmäßig größte rechtsextreme Gruppe in Deutschland sein.
Nach dem Verbot in Frankreich wollen auch die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die „Grauen Wölfe“ verbieten. Sie sollen die zahlenmäßig größte rechtsextreme Gruppe in Deutschland sein.
Der deutsche Massenmord an Millionen Juden hätte womöglich früher bekannt werden können, wenn die schwedische Regierung couragierter gehandelt hätte. Die schwedische Diplomatentochter Brigitta von Otter berichtet von einem zufälligen Treffen ihres Vaters Göran von Otter mit einem SS-Offizier im Jahr 1942.
In Frankreich verbreitet ein Dokumentarfilm wilde Verschwörungstheorien über die Verbreitung des Coronavirus – und zieht ein Millionenpublikum in seinen Bann. Die Regierung in Paris ist ratlos.
Im Prozess gegen den Halle-Attentäter äußert ein Fachmann für antisemitische Taten scharfe Kritik: Der Staat tue zu wenig zum Schutz jüdischer Einrichtungen. Juden fühlten sich in Deutschland nicht sicher.
Gerade links denkende junge Menschen, die immer wieder ihre Weltoffenheit betonen, neigen dazu, Meinungen Andersdenkender verbieten zu wollen. Da zeigt sich dann schon, wie weit die angebliche Toleranz geht.
Der Boxer ist zurück: Sczepan Twardochs tiefdüsteres Epos „Das schwarze Königreich“ beschwört im Weltkriegs-Warschau die Hölle auf Erden herauf.
Wie begegnet man einem Mann, der zugibt, Juden ermorden zu wollen? Ursula Mertens, die den Prozess leitet, muss ein Urteil über ihn fällen. Dabei kommt sie ihm gefährlich nahe.
Nach ihrer Demonstration in Leipzig sind die Corona-Leugner gespalten. In Chatgruppen diskutieren sie über Hitler und süße Huskies. Und darüber, wie weit man gehen soll.
Am Samstag wollen Querdenker in Frankfurt protestieren. Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, warnt, dass die Bewegung sich weiter radikalisiert.
Bei der Gedenkstunde der Stadt Frankfurt zieht Leo Latasch, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde, eine bittere Bilanz. Auch der Oberbürgermeister warnt vor einem erstarkenden Antisemitismus.
Anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome 1938 mahnen Politiker: Auch heute müssen sich alle gegen Antisemitismus einsetzen. Bundespräsident Steinmeier versicherte: „Wir schützen jüdisches Leben.“
Der Film „Das Unwort“ zeigt, was passiert, wenn Judenhass Schule macht. Das Happy End ist hier allerdings fehl am Platz.
Auch am Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 darf die antisemitische und fremdenfeindliche „Pegida“-Bewegung in Dresden demonstrieren. Eine Gedenkveranstaltung wurde hingegen abgesagt.
Dunkle Vergangenheit und heiteres Landschaftsbild müssen sich nicht ausschließen. Den jüdischen Gedenkstätten in Hemsbach an der Bergstraße steht die herbstliche Farbenfreude von Weinbergen und Wäldern an der Bergstraße gegenüber.
Ein damals Vierzehnjähriger soll einen anderen Jugendlichen aufgefordert haben, Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee anzugreifen und zu töten. Nun wurde Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord erhoben.
Im Prozess gegen den mutmaßlichen Halle-Attentäter kommen die Gutachter zu einem eindeutigen Ergebnis: Stephan B. ist voll schuldfähig. Er sei zu weiteren Taten bereit.
Eine Ausstellung in der Stiftung Topographie des Terrors zeigt „rassenkundliche“ Fotografien jüdischer Familien aus einer polnischen Kleinstadt. Im Mittelpunkt stehen die Opfer und ihr Schicksal.
Mahler war Mitbegründer der linksterroristischen RAF und wurde dann Mitglied der NPD. Er musste sich mehrmals wegen Leugnung des Holocausts vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus bemüht sich derzeit um einen neuen Haftbefehl.
Gedankenräume und Gefühlswelten: Kunst aus dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart spielt eine wichtige Rolle im neuen Haus. Die Werke des jüdischen Künstlers Moritz Daniel Oppenheim werden umfassend präsentiert.
Neben den deutschen Helfern, die verfolgten Juden das Leben retteten, gab es zahlreiche Menschen in ganz Europa, die das Mordprogramm der nationalsozialistischen Rassenpolitik sabotierten. An sie erinnert die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Stille Helden in Berlin.
Die neue Machtbalance im Nahen Osten macht die Normalisierung mit Israel möglich. Doch das Thema Palästina bleibt in Arabien emotional aufgeladen.
Nach 1945 gab es kaum noch Juden in Frankfurt. Doch sie kehrten Stück für Stück zurück – und wurden wieder zu einer lebendigen Gemeinde. Ein Blick auf das jüdische Leben in Frankfurt.
Wie erreicht man Leute, die sonst nie einen Fuß ins Museum setzen würden? Das Jüdische Museum arbeitet digital und analog daran, Barrieren zu überwinden.
Als Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt blickt Mirjam Wenzel stolz auf ihr wiedereröffnetes Haus. Sie spricht über seine Balance zwischen Gestern und Heute, zwischen Schutz und Offenheit.
Wissenswertes und Bedrückendes über den Antisemitismus
Facebook löscht künftig alle Beiträge, die den Holocaust leugnen. Für Aviva Goldschmidt ist das etwas Persönliches: Die Holocaust-Überlebende hatte sich zuvor gemeinsam mit anderen Zeitzeugen an Mark Zuckerberg gewandt.
Seit Monaten läuft der Prozess gegen den Halle-Attentäter. Doch über seine Radikalisierung im Internet konnten die Ermittler erstaunlich wenig in Erfahrung bringen. Mit der Gamer-Szene kennen sie sich kaum aus.
Jahrelang duldete Mark Zuckerberg Beiträge von Holocaust-Leugnern auf seiner Plattform. Nun hat er sich zu einem Verbot durchgerungen und es mit dem aktuellen Zustand der Welt begründet.
Vor einem Jahr versuchte Stephan B., die Synagoge ein Halle zu stürmen. Die Bundesregierung plant nun die Einführung eines Aktionstags gegen Antisemitismus. Der Präsident des Zentralrats der Juden fordert, dass die Sicherheitsbehörden aufmerksamer sind.
Eine Holocaust-Überlebende kämpft mit einem Video gegen Leugnungen der Nazi-Verbrechen in sozialen Medien. Ihre Botschaft an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist kurz, aber eindrucksvoll.
Sie überlebte den Holocaust und lobte die deutsche Flüchtlingspolitik. Nun ist die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Ruth Klüger im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben.
Die Außenminister Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate treffen sich in Berlin. Die beiden Ländern hatten im September eine Normalisierung ihrer Beziehungen beschlossen.
Eine Äußerung des sachsen-anhaltischen Innenministers über den Schutz von Synagogen hat heftige Kritik nach sich gezogen. Der Zentralrat der Juden und die Opposition stellen Stahlknechts Amtsfähigkeit in Frage.
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagt dem „islamistischen Separatismus“ endlich den Kampf an. Bevor er spricht, verwüsten antisemitische Vandalen ein jüdisches Restaurant. Für die Republik geht es längst um alles.
Der Neonazi und Holocaust-Leugner Horst Mahler soll Ende Oktober aus der Haft entlassen werden. Er ist wegen zahlreicher Fälle von Volksverhetzung inhaftiert.
Die Bundeskanzlerin hielt am Dienstag eine Rede anlässlich des 70. Jubiläums des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es mache ihr Sorgen, dass viele Juden und Jüdinnen sich in Deutschland nicht sicher und nicht respektiert fühlen.