Welterbe-Titel verpflichtet
Speyer, Worms und Mainz haben es auf die UNESCO-Welterbeliste geschafft. Bei aller Freude darüber bleibt festzuhalten, dass so ein Titel auch Verpflichtung ist. Und es gibt Nachholbedarf etwa in Mainz.
Speyer, Worms und Mainz haben es auf die UNESCO-Welterbeliste geschafft. Bei aller Freude darüber bleibt festzuhalten, dass so ein Titel auch Verpflichtung ist. Und es gibt Nachholbedarf etwa in Mainz.
Ein muslimisch-jüdisches Paar bietet Anlass zu Projektionen. Ihre Ehe ist kein politisches Projekt – und führt doch in etliche Konfliktfelder. Davon berichten unsere beiden Kolumnisten von nun an in „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“.
Michael Quast und die Frankfurter Volksbühne zeigen das Werk des Herrn Langenschwarz. Die Spur des in Rödelheim geborenen satirischen Dichters und Improvisators verliert sich 1867 in New York.
Unsere Gedenkkultur ist selbstgefällig und hohl: über Per Leos neues Buch „Tränen ohne Trauer“ und den Hang der Deutschen, sich mit den eigenen Opfern zu verwechseln.
Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat sich dafür entschuldigt, dass sie in einem Interview das „N-Wort“ gebraucht hat. Gegen einen Vergleich mit Boris Palmer verwahrt sie sich.
Der Holocaust und der Antisemitismus sind nicht nur eine besondere Form des Rassismus. Wer das behauptet, verkennt die theologische Kontur der Judenvernichtung. Ein Gastbeitrag.
Immer mehr Franzosen gehen gegen den Impfpass und eine vorgebliche „Gesundheitsdiktatur“ des Präsidenten auf die Straße. Dabei zeigen sie eine bedenkliche Staatsfeindlichkeit.
Aus den Bürgern werden die Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern – dabei lehnt die Mehrheit der Deutschen das „Gendern“ ab. Ein Gastbeitrag.
Papst Franziskus hat die Feier der Alten Messe deutlich eingeschränkt und seinen Vorgänger Benedikt düpiert. Erzkonservative Kräfte in der katholischen Kirche sind empört.
Doron Kiesel fühlt sich sowohl der deutschen als auch der israelischen Gesellschaft sehr verbunden. Sein Herzensthema ist die Migration und Integration. Dafür setzt er sich als Teil des Zentralrats der Juden ein.
Wer einen Friedhof anlegt, will bleiben: Die jüdischen SchUM-Stätten Speyer, Mainz und Worms hoffen auf den Eintrag ins Goldene Buch des Weltkulturerbes.
Am Tag vor der Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio wird dem Direktor Kentaro Kobayashi gekündigt. Er hat vor fast 25 Jahren als Komiker einen Witz über die Ermordung der Juden im Dritten Reich gemacht.
Die Philosophin Susan Neiman meint, in Deutschland würden israelkritische Stimmen unterdrückt. Sie beruft sich auf Hannah Arendts Kritik des Eichmann-Prozesses. Das ist ein Missverständnis.
Die Ehrungsfeiern für die Attentäter des 20. Juli stehen im Zeichen der Corona-Pandemie. Im Bendlerblock legen Soldaten ihr Gelöbnis ab.
Der Gesundheitspass in Frankreich kommt. Angesichts schnell steigender Infektionszahlen führt das Land strengere Kontrollen ein. Doch der Protest gegen das Vorgehen von Präsident Macron ist groß.
Ein gemeinsames Foto mit zwei mutmaßlichen Holocaust-Leugnern hat Philipp Amthor in Erklärungsnot gebracht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hat sich nun von dem Bild distanziert und sagt, er kenne die beiden Männer nicht.
Eric Zemmour ist der einflussreichste und meistgehasste Journalist Frankreichs. Mehrfach wurde er wegen Anstiftung zum Rassenhass verurteilt. Jetzt hat ihn sein Verlag vor die Tür gesetzt.
War Dante eher schwermütig oder hoffnungsfroh? Selbst in den späteren Gesängen der Commedia, wenn es Richtung Himmel geht, bleibt der Dichter melancholisch.
Wie sollte nach dem Verhältnis zwischen nationalsozialistischer und kolonialer Herrschaft gefragt werden? Wissenschaftlich ist es völlig abwegig, den historischen Vergleich als Methode zu tabuisieren.
Esther Bejarano war keine 20 Jahre alt, als sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Sie überlebte, weil sie im Mädchenorchester des Lagers spielte. „Ihre Stimme wird uns fehlen“, sagte Außenminister Maas zu ihrem Gedenken.
Ein Blick in den Abgrund deutscher Wahnvorstellungen: Auf Reddit vernetzen sich Angehörige von Verschwörungsgläubigen. Aber wie erreicht man jemanden, der jedes wissenschaftliche Paradigma für verdächtig hält?
Nutzern, die auf Facebook nach Begriffen mit Bezug zum Holocaust suchen, werden künftig auch hierzulande auf ein Aufklärungsportal verwiesen. Der Präsident des jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, begrüßt die Initiative.
Der Mord an den europäischen Juden wird immer wieder kolonialen Genoziden gegenübergestellt. Dabei muss man genau auf die Geltung und die Grenzen solcher Vergleiche achten. Ein Gastbeitrag.
Die Desiderius-Erasmus-Stiftung rechnet mit Millionen Euro Steuergeld. Eine Allianz will die Auszahlung verhindern, es geht um 49 Millionen Euro – die Vorsitzende der Stiftung wehrt sich.
Der Ausschluss von Mitgliedern ist das letzte Mittel von Parteien und deshalb selten. Als Drohung wird dieser jedoch schon eher gebraucht.
Pius XII. ist wegen seines Verhaltens angesichts des Holocausts der umstrittenste Papst des 20. Jahrhunderts. Im März 2020 hat Papst Franziskus die Akten des Pontifikats freigegeben. Jetzt zogen Historiker eine erste Zwischenbilanz.
Wegen einer Gesetzesnovelle in Warschau ist zwischen Polen und Israel ein heftiger Streit über Entschädigungen für zumeist erbenloses jüdisches Eigentum entfacht, das nach 1945 enteignet wurde.
Zu Beginn seines Staatsbesuches in Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur entschlossenen Bekämpfung von Antisemitismus aufgerufen. Dieser sei nach wie vor in der Welt.
Geschmierte Hakenkreuze am jüdischen Friedhof, antisemitische Äußerungen in Teilen der Gesellschaft. Ist Judenhass jetzt wieder salonfähig? Ein Aufschrei.
Der Bundesinnenminister hört bald auf mit der Politik. Und sagt, was noch zu sagen ist. Ein Gespräch über Merkel, Spitznamen und ein Modethema.
Elf Abiturienten der jüdischen Lichtigfeldschule in Frankfurt feiern ihren Abschluss. Sie sind der erste Jahrgang seit dem Holocaust. Die Absolventen jubeln und gedenken derer, die keinen Abschluss machen konnten.
Der Holocaust-Überlebende Samuel Pisar prägte seinen Stiefsohn Antony Blinken und wurde zu seiner entscheidenden Bezugsperson. Nun kehrt der amerikanische Außenminister an die Schauplätze seiner Kindheit zurück.
Der amerikanische Außenminister Antony Blinken erinnert in Berlin an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion – und an das Schicksal seines Stiefvaters in einem Ghetto und in Konzentrationslagern.
Eine Sprachaufnahme verfestigt das Bild von Franco A.s antisemitischer Gesinnung. Im Prozess am Oberlandesgericht Frankfurt gibt es nicht nur darüber Diskussionen. Es geht es auch darum, ob Betrugsvorwürfe eingestellt werden sollen.
Zum ersten Mal seit dem Holocaust hat ein Jahrgang an einer jüdischen Schule in Frankfurt das Abitur ablegen können. Elf Schülerinnen und Schüler der Lichtigfeldschule feierten ihren Abschluss.
Vor genau 80 Jahren begann Hitler den Krieg gegen die Sowjetunion. Zeitzeugenberichte, die jetzt bekannt werden, führen vor Augen, was der Krieg für die sowjetische Zivilbevölkerung bedeutete. Ein Gastbeitrag.