„Ihr Schicksal soll gesehen werden“
Fast 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs steht in Hessen demnächst ein ehemaliger KZ-Wachmann vor Gericht. Es könnte der womöglich letzte Prozess wegen der Naziverbrechen sein.
Fast 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs steht in Hessen demnächst ein ehemaliger KZ-Wachmann vor Gericht. Es könnte der womöglich letzte Prozess wegen der Naziverbrechen sein.
In seinem neuen Roman „Als die Welt zerbrach“ stellt John Boyne die Frage nach der Schuld der Täterkinder. Die Fortsetzung des „Jungen im gestreiften Pyjama“ schädigt auch dessen großen Erfolg.
Zahlreiche jüdische Intellektuelle in Amerika stehen Israels Politik inzwischen kritisch gegenüber. Die Wahl der neuen Regierung verschärft die Auseinandersetzung. Sie reicht bis an die Harvard-Universität.
Peter Hoffmann hat sein wissenschaftliches Leben der Erforschung des Widerstands gegen Hitler gewidmet und anachronistische Erwartungen an den Kreis um Stauffenberg zurückgewiesen. Jetzt ist der Historiker im Alter von 92 Jahren gestorben.
Wenn eine Bewegung Institutionen erobert, an die sie nicht mehr glaubt: Im Lügengebäude des republikanischen Kongressabgeordneten George Santos zeigen sich die Wirkungen der postfaktischen Trump-Ära. Ein Gastbeitrag.
Seit Monaten schwelt ein Streit über das Abraham Geiger Kolleg, an dem Rabbiner ausgebildet werden. Nun will die Jüdische Gemeinde zu Berlin das Kolleg übernehmen. Der Zentralrat der Juden spricht von einem „Trauerspiel“.
Wenig intelligente, dafür antisemitische „Kritik der deutschen Intelligenz“: Wie die Künstlerin Hito Steyerl die Schmähschrift des Dadaisten Hugo Ball genau gelesen, die Verleihung des nach ihm benannten Preises abgelehnt und stattdessen lieber eine kritische Konferenz zu ihm initiiert hat.
Mit seinen Ansprachen an seine Landsleute unter Hitler erklärt Thomas Mann heute die Katastrophe Russlands unter Putin: Wie seinerzeit die Deutschen müssen auch die russischen Klassiker kritisch neu gelesen werden. Ein Gastbeitrag.
Seine Kunst bezaubert: Nicht nur in der Frankfurter Schirn sind derzeit Werke Chagalls zu sehen. Seine Kirchenfenster in Mainz lohnen den Blick nun erst recht.
„Elias“ ist das letzte Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Bariton Christian Gerhaher liebt die Titelpartie und die zerrissene Figur des radikalen Propheten.
Von Skilanglauf bis Snowvolleyball: Makkabi Deutschland erweckt eine Tradition zu neuem Leben. Das freut auch Bundeskanzler Olaf Scholz. Die Macher verbinden damit eine große Hoffnung.
Ist der rechte Politiker Ben-Gvir ein Betriebsunfall der israelischen Geschichte? Und warum haben sich eine Million Israelis europäische Pässe besorgt? Der Historiker Tom Segev im Gespräch.
Benedikt XVI. hat sich in Etappen verabschiedet. Sein Nachfolger Franziskus lernte ihn in fast zehn Jahren als „Bruder im Amt“ schätzen. Nun hat er ihn zu Grabe getragen.
Zehntausende haben in einem Trauergottesdienst Abschied von Benedikt XVI. genommen. Papst Franziskus kommt erst zum Ende der Predigt auf seinen Vorgänger zu sprechen.
Der Besuch des israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir hat Palästinenser empört. Auch die Bundesregierung und die Europäischen Union äußern Kritik.
Die neue israelische Regierung setzt früh Akzente. Der Sicherheitsminister Ben-Gvir besucht den Tempelberg und löst damit heftige Reaktionen aus.
Der rechtsextreme Politiker hat die für Muslime und Juden heilige Stätte aufgesucht. Das palästinensische Außenministerium spricht von einer beispiellosen Provokation und warnt vor einer gefährlichen Eskalation.
Umgedrehte Rechen gegen Blitzeinschlag, Räuchern für reine Räume und die heilige Schrift am Türpfosten. Viele Kulturen haben Bräuche zum Schutz des Hauses. Zum Jahresbeginn wird so mancher wiederentdeckt. Eine Übersicht.
Zwei Mitglieder des Künstlerkollektivs Ruangrupa geben, ein Vierteljahr nach der Documenta, ein Interview. Auch im Rückblick können sie keine Fehler erkennen.
Odessa ist kein austauschbarer Ort: Die amerikanische Journalistin kennt sich in Odessa sehr gut aus, das tut ihrem Thriller sehr gut.
Das Pontifikat des deutschen Papstes hatte unter besten Vorzeichen begonnen. Umso größer war die Überraschung, als Benedikt XVI. vor bald zehn Jahren auf sein Amt verzichtete. Joseph Ratzinger prägte die Kirche über Jahrzehnte.
Bezalel Smotrich ist Israels neuer Finanzminister, kontrolliert aber auch den Siedlungsbau. Er ist auch innerhalb des Judentums umstritten.
Benjamin Netanjahu hat sich mit seiner rechts-religiösen Regierungskoalition für ein gewagtes Projekt entschieden. Es fehlen Maß und Mitte. Neue Spannungen sind unausweichlich.
Die Jerusalemer Kirchen kämpfen seit Jahren gegen die Übernahme von Grundstücken durch Siedler. Nun ist ein weiteres Areal betroffen, an einem historischen Ort.
Die „Kritische Justiz“ untersucht ihre NS-Vergangenheit.
Nach der Verurteilung einer ehemaligen Sekretärin des NS-Konzentrationslagers Stutthof haben die Verteidigung und ein Nebenklagevertreter Revision eingelegt. Die Verteidiger hatten einen Freispruch gefordert.
Unsere Freundin Parastou Forouhar reist jedes Jahr in den Iran, um ihrer getöteten Eltern zu gedenken. Die Schikanen und Verhöre sind immer dieselben. In diesem Jahr war die Aufregung besonders groß.
Musikalische Bildung +++ Verhältnis zwischen Goethe und August Wilhelm Schlegel +++ Zukunft der Rabbinerausbildung +++ Bundesnachrichtendienst
Die Pläne der entstehenden Regierungskoalition in Israel rufen Kritik hervor. Zuletzt ging es um die Rechte von Arabern und Homosexuellen. Der designierte Ministerpräsident muss immer wieder öffentlich gegensteuern.
Viele Christen in Jerusalem klagen über Schikanen und Übergriffe durch Siedleraktivisten. Manche befürchten sogar einen Plan, sie aus der heiligen Stadt zu vertreiben.
Alte Freunde, neue Übel und die Erfüllung eines Traums: Wenn wir uns an das Jahr 2022 erinnern, erinnern wir uns auch an Momente aus den Serien, die wir gesehen haben. Neun unserer liebsten stellen wir hier vor.
Der Messias aus Nazareth predigte gewaltlosen Widerstand gegen Rom. Hätte er der Ukraine geraten, sich zu ergeben? John Dominic Crossan sagt: Nein.
Sie ist uns ja so vertraut: die Krippe. Dabei haben viele Vorstellungen von der Geburt Jesu wenig mit dem zu tun, was in der Bibel steht. Zwei Wissenschaftler erklären.
Mitten im römischen Stadtteil Trastevere sitzt die Laienorganisation Sant'Egidio. Zu Weihnachten laden die freiwilligen Helfer Bedürftige zum Essen in Rom und in der ganzen Welt ein.
Gegen den Emirate Palace wirkt Bayreuth blass und alt: Das Israel Philharmonic Orchestra spielt erstmals in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Chanukkaleuchter gehören zum jüdischen Lichterfest wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Junge Gestalter interpretieren klassische Kandelaber jetzt ganz neu.