Zu schade zum Einreißen
Das frühere Mitglied des Herrenklubs machte sich als konservativer Revolutionär selbst zum Bischof: Eine Tagung über die Widersprüche des Theologen und Kirchenpolitikers Otto Dibelius.
Das frühere Mitglied des Herrenklubs machte sich als konservativer Revolutionär selbst zum Bischof: Eine Tagung über die Widersprüche des Theologen und Kirchenpolitikers Otto Dibelius.
Das Jüdische Museum im Frankfurt konnte seine Besucherzahlen seit dem Umbau verdoppeln. 2023 sind Ausstellungen über jüdische Filmschaffende, den Unternehmer Wilhelm Merton und die Frankfurter Judengasse geplant.
Seit der Gründung Israels ist ein Kampf zwischen den Ideen eines jüdischen und eines demokratischen Staates in Gang. Die neue Regierung schlägt einen dritten Weg nach dem Muster von Ungarn und Russland ein: ein autoritäres System. Ein Gastbeitrag.
Wer Hugo Ball, den Initiator des Dadaismus, zum Antisemiten abstempelt, wird ihm nicht gerecht. Sein Fall zeigt: Wir können unsere kulturelle Vergangenheit weder umerziehen noch durch Verwerfungsgesten abschütteln. Ein Gastbeitrag.
Nahe dem Zaun rund um den von der Hamas beherrschten Gazastreifen leben jüdische Familien. Was hält sie dort?
Israels neue Regierung könnte den einzigen öffentlichen-rechtlichen Fernsehsender Kan 11 einstellen, den Netanjahus Partei selbst ermöglich hatte. Wie konnte das passieren?
Sally Perel überlebte den Holocaust, indem er sich als Volksdeutscher ausgab. Bekannt wurde er durch seine Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“. Nun ist er im Alter von 97 Jahren in Israel gestorben.
Mit Hildesheimerwassern gewaschen: Gabriele Weingartner setzt ihren Romanzyklus über den nun nicht mehr unsterblichen Léon Saint Clair fort.
Am 30. Januar jährt sich Hitlers Machtergreifung zum 90. Mal. Sie wurde von vielen Juristen aktiv unterstützt. Der Katholik Josef Wirmer ist ein Gegenbeispiel.
Currywurst, Döner und gefillte Fisch: Seit Jahrzehnten wissen wir, dass Deutschland Zuwanderung braucht, um die Gesellschaft am Laufen zu halten. Wann wird aus uns allen ein großes Wir?
Nach den Terrorangriffen vom Wochenende verkündet die Regierung scharfe Maßnahmen. So soll mehr Israelis das Tragen von Waffen erlaubt werden.
Vor 90 Jahren begann die Frau eines Rabbiners, jüdische Kinder außer Landes zu schmuggeln. Auch Judith Labee entging so einem grausamen Schicksal.
Jahrtausende wurden Frauen aufgrund ihrer Menstruation diskriminiert. Schluss damit! Warum die Monatsblutung nicht unhygienisch ist und wie man ganz ohne Tampons, Tasse und Co. auskommt.
Vor dem Ersten Weltkrieg kamen viele jüdische Künstler aus Ost- und Mitteleuropa nach Paris, um in der französischen Hauptstadt ihr Glück zu machen. Das Jüdische Museum Berlin zeichnet ihre Schicksale nach.
Die Sicherheitslage in Israel und den palästinensischen Gebieten ist seit Tagen extrem angespannt. Nach dem schwersten Terroranschlag seit Jahren mit sieben Opfern bereitet sich die Region auf eine weitere Eskalation vor.
In Frankfurt erinnern Politiker, Schüler und Zeitzeugen an die Verbrechen der Nationalsozialisten und den Holocaust.
Die israelische Dichterin Neta Glezer wollte nichts mit Deutschland zu tun haben. Bis ihr Sohn nach Leipzig zog.
Zum 78. Jahrestag der Befreiung kamen Menschen weltweit zum Gedenken zusammen. In Auschwitz trafen sich Überlebende des Holocaust. In Jerusalem erlaubte Virtual Reality Ein- und Rückblicke auf das Leben und Sterben in dem Vernichtungslager.
Der Versuch, die nationale Kollektivscham angesichts des Holocausts aufrechtzuerhalten, ist zum Scheitern verurteilt. Es gibt andere Wege, auf denen das Gedenken bewahrt werden sollte. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag gedenkt der Opfer des Holocaust. „Es kann keinen Schlussstrich geben“, sagt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Es sei gefährlich zu glauben, wir hätten ausgelernt.
Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. zeigt die Ausstellung „Haus der Ewigkeit. Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum“. Zu sehen ist sie erstmalig vom 27. Januar bis 26. Februar 2023 in Berlin.
Alexander Paz-Goldman wuchs als Kind von zwei Holocaust-Überlebenden auf. Im jungen Israel schämte er sich dafür. Heute veröffentlicht er erfolgreiche Bücher über seine Herkunft.
An ihrem 15. Geburtstag kam Rachel Hanan in Auschwitz an. Mit 93 erinnert sie sich in einem Buch an den schrecklichen Geburtstag, an dem sie ihre Eltern und Brüder ein letztes Mal sah. Ein Auszug.
Das Leid von sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden sei unvergessen, schreibt der Bundeskanzler auf Twitter. Die Erinnerung am heutigen Gedenktag erfolge, damit so etwas nie wieder geschehe.
Deutschland trauert und gedenkt gedanklich unzureichend, widersprüchlich und inhaltlich zu deutsch. Amtsdeutsches Trauern und Gedenken orientiert sich an einem Volk, das es so gar nicht mehr gibt. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag beschäftigt sich mit der Wahlrechtsreform, zum Holocaust-Gedenktag werden erstmals queere Opfer gewürdigt und eine Expertenkommission legt Vorschläge gegen den Lehrkräftemangel vor.
Schutzengel Schneeflöckchen: Kirill Serebrennikows Film „Petrow hat Fieber“ jagt virtuos durch postsowjetische Bewusstseinslabyrinthe. Darin spukt der Teufel, die Kindheitserinnerung findet aber auch Paradiesgärten.
Das Wissen über das Menschheitsverbrechen schwindet. Aber Wissensvermittlung reicht nicht.
Nie seit den Friedensverhandlungen in den neunziger Jahren war die Zustimmung zur Zwei-Staaten-Lösung so gering. Eine beunruhigend hohe Zahl auf beiden Seiten befürwortet ein Apartheid-Regime.
Mehr als die Hälfte der Befragten wussten nicht, wie viele Juden ermordet wurden, ein Drittel konnte kein einziges Konzentrationslager benennen. Besonders bei jungen Menschen sind die Wissenslücken zum Holocaust gravierend.
Das Gespräch eines Putin treuen Schauspielers mit dem regierungskritischen Blogger Juri Dud lässt in die Köpfe der konformistischen Mehrheit blicken und geht in Russland viral.
Die Arolsen Archives wollen 30 000 Häftlingskarten aus dem KZ Stutthof digitalisieren und suchen dafür junge Helfer.
Der bekannte Musiker und Pink-Floyd-Gründer Roger Waters unterstützt die israelfeindliche BDS-Bewegung und verbreitet prorussische Propaganda. Der Widerspruch gegen seinen Auftritt in Frankfurt wird immer lauter.
An einer „Judensau“-Darstellung am Regensburger Dom ist eine neue Hinweistafel angebracht worden. Sie soll das antisemitische Relief in einen historischen Kontext stellen.
Ministerpräsident Netanjahu beugt sich dem Obersten Gericht widerwillig und entlässt Minister Deri. Die Proteste gegen die Justizreform reißen nicht ab. Viele sehen die Demokratie in Gefahr.
Israels politische Landschaft ist zersplitterter denn je. In weiten Teilen der Kulturszene weckt die neue Regierung massive Befürchtungen. Beobachtungen in Tel Aviv und Jerusalem.