Sie riskierten alles für ihre jüdischen Männer
Der Rosenstraßen-Protest war die größte Demonstration während der NS-Diktatur. Was diese mutigen Frauen wagten, führt mitten hinein in die Debatten der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Der Rosenstraßen-Protest war die größte Demonstration während der NS-Diktatur. Was diese mutigen Frauen wagten, führt mitten hinein in die Debatten der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Joachim Schnerfs Roman „Das Cabaret der Erinnerungen“ erzählt vom fortgesetzten Trauma der Schoa.
Die Koalition will den Begriff „Rasse“ in Artikel 3 des Grundgesetzes ersetzen. In der Debatte darüber muss bedacht werden, warum das Wort dort steht. Ein Gastbeitrag des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Filmreif: Der Engländer David Hewson führt mit ‚„Garten der Engel“ in ein vergessenes Kapitel deutsch-italienischer Geschichte.
Das Pogrom von Huwara zeigt, wie stark der Einfluss radikaler Siedler im Westjordanland schon ist. Auch die Bundesregierung sollte das zum Nachdenken bringen.
Der Frankfurter Cäcilienchor arbeitet seine NS-Vergangenheit auf. Nun gedenkt er seiner verfolgten jüdischstämmigen Mitglieder mit einem Programm, das in ganz ähnlicher Weise auch vor 90 Jahren aufgeführt wurde.
Der israelische Historiker Meron Mendel hat ein Buch über den deutschen Israel-Diskurs geschrieben. Ein Gespräch über leere Rituale, überspannte Debatten und eine mögliche Haltung zu Israel und seiner problematischen Regierung.
Für sie ist es eher die Regel als die Ausnahme: Juden werden angegriffen, in Wort und Tat. Wie sie damit umgehen, zeigt eine Studie.
Viele Juden fühlen sich permanent bedroht wegen ihrer Herkunft und Religion. Daraus folgt ein Auftrag an alle in der Gesellschaft.
Der Zentralrat der Juden will die Rabbinerausbildung neu ordnen. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, wirft dem Zentralrat deshalb „Machtmissbrauch in Reinform“ vor.
Wie kam es dazu, dass die national-dekolonialen Gründungsprojekte beider Länder von Fanatikern übernommen wurden? Fest steht: Wenn religiöser Fundamentalismus auf Nationalismus trifft, entsteht eine gefährliche Mischung.
Das Bundeskriminalamt hat im vergangenen Jahr 2639 antisemitische Straftaten registriert. Zuletzt war die Zahl stetig angestiegen. Innenministerin Faeser sprach von einer „Schande“.
Der Bahnhofsvorplatz in Frankfurt soll nach dem „Judenretter“ Oskar Schindler und seiner Frau Emilie benannt werden. Doch das gestaltet sich nicht ganz einfach.
Nach seiner Gründung 1948 sollte der Staat Israel rasch eine Verfassung erhalten. Doch das Versprechen bleibt bis heute unerfüllt – auch deshalb eskaliert der Kampf um die Justizreform.
Ist Erinnern Pflicht, Fluch, Arbeit oder eine Kultur? Lily Sykes inszeniert „Serge“ nach dem Roman von Yasmina Reza am Wiener Akademietheater. Die Uraufführung ist glänzend gespielt, aber nicht ohne Mühen inszeniert.
Eine Erhebung der Recherchestelle Antisemitismus Hessen hat ergeben: Juden in Deutschland fühlen sich nicht sicher. Der Umgang mit dem Skandal um die Documenta 15 hat dazu erheblich beigetragen.
Gute Absicht macht noch keinen guten Film: Ari Folmans Zeichentricklehrstück „Wo ist Anne Frank“ läuft in den Kinos an und soll jungen Leuten die Geschichte des Holocaust näherbringen.
Noch ein Film über Anne Frank? Ari Folman glückt mit seinem Animationsfilm über die weltberühmte Tagebuch-Schreiberin ein Werk, das berührt und ihre Geschichte mit der Gegenwart verbindet.
Als der Ukrainekrieg ausbrach, emigrierte die russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja nach Berlin. Ihr Werk setzt der Überlebenskunst der sowjetischen Intelligenzia ein Denkmal. Jetzt feiert sie ihren achtzigsten Geburtstag
Um noch einmal israelischer Ministerpräsident zu werden, musste Benjamin Netanjahu ein höchst umstrittenes Bündnis schmieden. Wir stellen die Leute aus der Regierung vor, die man kennen sollte.
Die Variationen des bitteren Elends sind vielfältig, das Ende ist stets monoton: Henryk Grynbergs dokumentarische Erzählung „Kinder Zions“ zeugt von den Schrecken des Holocaust.
Das Videospiel „Hogwarts Legacy“ ist so umstritten wie kein anderer Titel in den vergangenen Jahren. Dabei geht es gar nicht um das Spiel selbst. Es geht um Joanne K. Rowling.
Gibt es einen „Rassismus gegen Weiße“, wie der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen behauptet? Ja, sagt der Psychologe und Autor Mark Terkessidis im Interview – zum Beispiel gegen Ukrainer.
Hier lebten schon Juden, bevor Seleukos die legendäre Stadt Antiochia gründete: Nach der Erdbebenkatastrophe in der Türkei haben die letzten zehn Juden ihre Heimatstadt Antakya verlassen müssen.
Die Stimmung in Israel heizt sich immer mehr auf. Jurastudenten ziehen abends durch Tel Aviv, um über die Justizreform der Regierung aufzuklären. Manche halten einen Bürgerkrieg nicht mehr für undenkbar.
Art Spiegelman ist der berühmteste lebende Comicautor. Nun hat er Illustrationen zu einer Erzählung des neunzigjährigen Robert Coover angefertigt. Ein Gespräch darüber – und über die Zensur in Amerika.
Erst verurteilt, dann geehrt: Erinnerung an Paul Grüninger. Gespräch mit dem Enkel.
Ein kürzlich restituiertes Gemälde von Wassily Kandinsky kommt in London zur Auktion. Die Vorbesitzerin verkaufte es in der NS-Zeit unter Zwang und starb im Holocaust. Nun könnte es einen Rekordpreis erzielen.
Ich bin die Tochter einer Holocaustüberlebenden – erst meine Nachforschungen führten mich zu den Nachkommen ihres Retters. Nicht einmal seiner eigenen Familie hatte der Reichsbahnarbeiter von seiner mutigen Tat erzählt. Ein Gastbeitrag.
Der Holocaust-Überlebende Helmut Sonneberg ist tot. Der langjährige Fan von Eintracht Frankfurt, der Schulklassen vom Leben im Nationalsozialismus und im Konzentrationslager berichtete, wurde 91 Jahre alt.
Vor mehr als zwanzig Jahren hatte der österreichische Staat ein Gemälde von Gustav Klimt an die Erben einer im Holocaust ermordeten Kunstsammlerin zurückgegeben. Dabei hatte der ein anderes Werk des berühmten Künstlers gehört.
Frieder von Ammon analysiert das Gedicht „auf eine jüngst gestorbene Nachtigall“ von Friederike Mayröcker.
Wie soll ein Gedicht über den Verlust eines geliebten Menschen enden? Mit einer Bewegung in die Höhe, dem Himmel zu.
Der Dokumentarfilm „H2: The Occupation Lab“ über den von Israel besetzten Teil Hebrons schlägt hohe Wellen im Land. Die neue rechte Regierung will die Entstehung von Filmen wie diesem behindern.
Eine friedliche Lösung zwischen Israel und den Palästinensern ist heute weniger absehbar denn je. Die Zuspitzung des Nahostkonflikts zwingt auch Deutschland, sich zu positionieren. Ein Gastbeitrag.
Der Abschlussbericht der Documenta lässt kaum Fragen offen: Die als antisemitisch erkannten Darstellungen sind auch in der Sicht der Experten welche, Verantwortlichkeiten wurden unverantwortlich hin und her geschoben.