Anstehende Zinsentscheide machen Anleger nervös
Nicht weniger als 13 Notenbanken entscheiden in dieser Woche rund um den Globus über ihre Zinspolitik. Bei den Unternehmen rückte Volkswagen mit dem Börsengang von Porsche in den Mittelpunkt.
Nicht weniger als 13 Notenbanken entscheiden in dieser Woche rund um den Globus über ihre Zinspolitik. Bei den Unternehmen rückte Volkswagen mit dem Börsengang von Porsche in den Mittelpunkt.
Muss die Europäische Zentralbank mit ihren Instrumenten diesmal scheitern? Oder sinkt die Inflation in der Rezession sogar bald ganz von allein? Unter Ökonomen sorgen die hohen Teuerungsraten für wilde Diskussionen.
Der Kampf gegen die Inflation verzögert sich um eine Woche. Am 22. September wird mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet.
Die Notenbank hebt die Zinsen um 0,75 Prozentpunkte an. Die Märkte reagieren gelassen.
Die Notenbank hebt den Leitzins von 0,5 auf 1,25 Prozent an. Angesichts einer hohen Inflation von 9,1 Prozent hatten viele Fachleute ein energisches Eingreifen gefordert. Bis zum Schluss aber war unklar, ob sich die EZB traut, diesen Schritt zu gehen.
Sie haben flexible Zinsen für ihre Kredite akzeptiert und sich verkalkuliert. Die steigenden Leitzinsen in Australien gefährden Häuslebauer dort.
Ein Ökonom warnt: Die anstehende Normalisierung der Geldpolitik der Notenbanken sei nicht ohne Risiken für das Bankensystem. Die Gefahr einer Liquiditätskrise werde unterschätzt.
Niedrige Zinsen können eine schwache Wirtschaft ankurbeln. Aber sie erschweren den Kampf gegen eine hohe Inflation. Was also treibt die türkische Notenbank?
Selbst in Zeiten womöglich wieder sinkender Zinsen sollen die Anleihebestände abgeschmolzen werden. Dies sagt Dave Ramsden, Vizechef dieser Zentralbank. Aktuell halten die Währungshüter Anleihen im Volumen von rund 844 Milliarden Pfund.
Die britische Notenbank hebt den Leitzins auf 1,75 Prozent an. Die Inflationsrate ist so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr.
Die ausufernde Inflation zwingt die Bank of England zum energischen Handeln. Sie hebt den Leitzins so stark wie zuletzt im Jahr 1997 an.
Laut Goldman Sachs sind dafür vier Gründe ausschlaggebend: Zinsen, Öl und andere Faktoren. Vieles hängt von der Notenbank ab.
Nach einem Verlust von 95 Milliarden Franken ist klar: Für politische Wohltaten ist die Schweizer Notenbank die falsche Adresse. SNB-Präsident Jordan kämpft darum, die gesetzlich festgeschriebene Unabhängigkeit der SNB zu erhalten.
Die Notenbank wollte lange nicht glauben, dass die Inflation wirklich kommt. Dieser Irrtum hat System.
Die Kursrückgänge an den Börsen drücken die Notenbank tief ins Minus. Die Ausschüttungen an Bund und Kantone drohen auszufallen.
Die amerikanische Notenbank macht im Kampf gegen die Inflation den zweiten aggressiven Zinsschritt innerhalb kurzer Zeit – und es könnten weitere kommen.
Die Zinserhöhung wird zur Nebensache, der Konjunkturausblick rückt in den Blickpunkt. Fed-Präsident Powell muss sich aber im Kampf gegen die Inflation entschlossen zeigen.
Der Inflationsdruck in Japan steigt. Doch anders als die Europäische Zentralbank gibt die Bank von Japan ihre lockere Geldpolitik nicht auf.
Überraschend fest zeigt sich die Tschechische Krone am Devisenmarkt. Analysten sehen dafür nur einen Grund: Käufe der Notenbank. Das ist eine riskante Sache.
Die Prager Notenbank fährt immer schon einen eigenen geldpolitischen Kurs. Jetzt überrascht sie mit andauernden Marktinterventionen.
Die kanadische Notenbank überrascht: So deutlich hat sie die Zinsen zuletzt vor 24 Jahren erhöht.
Ungarns Notenbank dreht abermals an der Zinsschraube. Ob das den ungarischen Forint auf Dauer stabilisiert, bleibt fraglich. Kurzfristig festigte sich der Kurs.
Sorgen vor einer Rezession belasten die Preise für Rohöl. Auch Benzin in Deutschland kostet wieder etwas weniger.
Schon von Oktober an sollen milliardenschwere Bestände an Unternehmensanleihen nach Klimakriterien umgeschichtet werden
Die Teuerung in der Türkei erreicht offiziell fast die Marke von 80 Prozent. Andere Quellen beziffern sie deutlich höher.
In Tschechiens Notenbank hatten bisher die Verfechter einer konservativen Geldpolitik das Sagen. Das soll sich mit dem Antritt eines neuen Gouverneurs nun ändern.
Der Leitzinssatz der ungarischen Notenbank ist der höchste der Visegrad-Staaten. Damit soll dem Verfall des ungarischen Forint Einhalt geboten und die Inflation im Land beschränkt werden.
Die Rohstoffpreise waren es, von denen die Inflation hochgetrieben wurde. Jetzt heben die Notenbanken die Zinsen an. Die Angst vor einer Rezession wächst – und lässt die Preise für Rohstoffe etwas fallen.
Die Bank von Japan widersteht dem Druck der Finanzmärkte und hält trotz der starken Abwertung der japanischen Währung an ihrer expansiven Geldpolitik fest.
Die Bank of England hat zum fünften Mal innerhalb von sieben Monaten den Schlüsselzins erhöht. Hohe Inflationsraten bereiten den britischen Währungshütern Sorgen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag angekündigt, im Juli die Zinsen anheben zu wollen. Damit reagiert die Notenbank auf die stark gestiegene Inflation.
Der EZB-Rat stellt ganz konkret höhere Leitzinsen in Aussicht und lässt die Netto-Anleihekäufe zeitnah auslaufen. Verbraucher spüren jetzt schon erste Auswirkungen.
Der Leitzins steigt von 0,35 auf 0,85 Prozent. Die Inflation in Australien liegt auf einem 20-Jahres-Hoch.
Die britische Notenbank hat erstmals einen Klimastresstest veröffentlicht. Je nach Szenario kommt sie auf Verluste von 200 bis 330 Milliarden Pfund bis 2050. Das macht die Finanzindustrie verletzlich.
Lockert die amerikanische Notenbank im Herbst ihre Geldpolitik? Die Hoffnung darauf beflügelt am Mittwoch nach der jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses die US-Börsen. Die Nervosität am Markt bleibt indes hoch.
Im April kletterte die Inflation im Vereinigten Königreich auf 9 Prozent. Liegt die Teuerung wirklich zu achtzig Prozent jenseits der Kontrolle der Notenbank? Es droht ein epochales Versagen durch zu lockere Geldpolitik.