Ein Studiosus für die Spitze der Banca d’Italia
Mit dem Kandidaten Ignazio Visco hatte niemand gerechnet - doch nun findet der Name viel Zustimmung in der Debatte um das Amt des italienischen Notenbankgouverneurs.
Mit dem Kandidaten Ignazio Visco hatte niemand gerechnet - doch nun findet der Name viel Zustimmung in der Debatte um das Amt des italienischen Notenbankgouverneurs.
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat überraschend Ignazio Visco zum neuen Chef der italienischen Zentralbank und Nachfolger von Mario Draghi bestimmt. Der 61 Jahre alte Banker war unter anderem von 1997 bis 2002 Chefökonom der OECD.
Deutschland ist nicht mehr ohne Europa zu denken – aber in der Krise wachsen die Zweifel an der Europäischen Union.
Es hat etwas Stoisches, dass die Kanzlerin jetzt einen Konvent zu einer neuen Vertragsänderung einberufen will, um eine neuerliche Schuldeneskalation zu verhindern. Das ist Zukunft. Nur: Es brennt heute!
Weil Details des Euro-Rettungsfonds weiter unklar sind, hat Kanzlerin Merkel ihre Regierungserklärung abgesagt. Merkel und Sarkozy treffen sich am Samstag in Brüssel. Mitte nächster Woche soll es einen weiteren EU-Gipfel geben.
Griechenlands Parlament hat das umstrittene Sparprogramm verabschiedet. Bei den Protesten gegen das Programm ist ein 53 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.
Eine Eurokrise gibt es nicht, und wenn doch, sind die Märkte schuld. Politik-Veteran Helmut Schmidt bereitet EZB-Präsident Jean-Claude Trichet einen schmeichelhaften Abschied.
Vor dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel beklagen alle Fraktionen einen „extremen Zeitdruck“, unter dem der Bundestag wegen der Entscheidungen über den Euro-Rettungsfonds EFSF stehe. Der französische Präsident Sarkozy reiste nach Frankfurt, um mit Frau Merkel und Jean-Claude Trichet zu sprechen.
Der Euro ist als unpolitische Währung mit einem Stabilitätsversprechen eingeführt worden. Es war und ist falsch, dass der scheidende Präsident Jean-Claude Trichet die EZB der Politik dienstbar gemacht hat.
An diesem Mittwoch wird Jean-Claude Trichet offiziell verabschiedet, ab November ist der Italiener Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank. Er übernimmt eine Bank, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.
Wolfgang Schäuble will die EU „in Richtung Fiskalunion“ bewegen. Was er damit meint, sagt er nicht genau. Es geht wohl um die wirksame Aufsicht über die Haushaltspolitik der Euro-Staaten. Drei Optionen sind im Gespräch.
Griechenland muss von der Türkei lernen, sagt Ökonom Dennis Snower im FAZ.NET-Gespräch. Politiker hätten das Schuldenproblem dauernd schön geredet.
Rückschritte im Integrationsprozess Europas seien gefährlich, warnt der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank. Trotz der eskalierenden Krise glaubt er an eine stabile Zukunft der Währungsunion. Ein Auszug aus dem F.A.Z.-Gespräch.
Rund 100 Demonstranten der „Occupy“-Bewegung lagern seit Samstag vor der EZB. Die Stimmung im Camp ist gut, die Suppe heiß - und Hilfe kommt von unerwarteter Seite.
Abermals eine Krise - und wieder verschanzen sich die Bankerin ihren Türmen.
Langsam nähern sich die Staaten der wohl unvermeidlichen Einsicht, dass Griechenland ohne eine Umschuldung in eine Abwärtsspirale gerät. Doch was heißt das für die privaten Gläubiger? Und ist ein Austritt aus der Währungsunion denkbar?
Ökonomen debattieren Vor- und Nachteile eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion. Der Weg für eine schnelle Abwertung wäre frei. Ein Befreiungsschlag möglich.
Juristen streiten über legale Wege aus der Währungsunion. Einige sind der Meinung, dies könne nur freiwillig geschehen. Dies stößt auf Widerspruch.
In Deutschland geht die Mittelschicht auf die Straße: Sie protestiert gegen Banken, Politik und Kapitalismus. Der Bürger fürchtet um seine Zukunft.
Auch in Deutschland verfängt der New Yorker Slogan „Wir sind die 99 Prozent“. Gekommen sind mehr als 5000 Protestierende nach Frankfurt.
Unter dem Druck der Finanzminister der G-20-Länder mussten die europäischen Regierungen in Paris erklären, wie sie die Euro-Krise bewältigen wollen. Internationale Großbanken sollen mehr Kapital hinterlegen, der Internationale Währungsfonds soll gestärkt werden.
Weltweit haben Tausende nach dem Vorbild der amerikanischen Protestbewegung „Occupy Wall Street“ gegen das Finanzsystem protestiert. Auch in Deutschland gab es größere Aktionen. Wikileaks kündigte in London eine Kampagne gegen Finanzinstitute an.
Dass auch Staaten ihre Schulden nicht bezahlen können, galt bislang als undenkbar. Jetzt müssen sich die Banken an diesen Gedanken gewöhnen und für die Verluste wappnen.
Die Euro-Krise gefährdet die Konjunktur. Der nächste Wurf zur Euro-Rettung muss sitzen, sagen die Institute. Und sie plädieren für eine Zinssenkung.
Die EU-Staaten sollen nach Plänen der Kommission notfalls Milliarden in Problem-Banken pumpen. Doch diese sind dagegen. Die Deutsche Bank will die Krise ohne Staatsgeld durchstehen.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute kritisieren die Politik scharf - und senken ihre Wachstumsprognose für 2012 von 2,0 auf 0,8 Prozent.
Das slowakische Parlament stimmt gegen eine Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF. Die Niederlage bedeutet aber noch kein endgültiges Nein. Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit einem Ja des Landes bei einer zweiten Abstimmung, die noch in dieser Woche stattfinden könnte.
Es gibt eine Möglichkeit, die Staatsschuldenkrise von der Bankenkrise zu trennen. Das ist kein Allheilmittel, aber ein erster cleverer Schritt zur Lösung der Euro-Krise.
Die Troika aus EU, EZB und IWF bescheinigt Griechenland Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Im November kann Athen wohl mit neuem Geld rechnen.
Die vergangene Woche war für die Börsen eine turbulente. Bundesanleihen drohen weiter Kursverluste, Banken Kapitalerhöhungen. Aus Schwellenländern fließt Kapital ab.
Die Troika ist unzufrieden und stellt neue Forderungen: Die Tarifautonomie soll aufgehoben werden und der Mindestlohn gesenkt. Die griechische Regierung lehnt ab.
Die Griechen müssen raus, sagt Ottmar Issing, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt. Finanzminister Schäuble hält im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dagegen.
Europas Aktienkurse legen nochmals zu. Der Dax steigt bis auf 5750 Punkte. Ein besser als erwarteter Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten hat die Marktteilnehmer positiv überrascht.
Seit Wochen verliert Berlusconi seine Macht: nun sucht seine eigene Partei einen „Brutus“, der den Ministerpräsidenten stürzen soll. Denn die PdL will nur die Spitze opfern, nicht Macht und Mandat.
Die Europäische Zentralbank hat neue Nothilfen für Banken beschlossen und zugleich eine Zinssenkung für November in Aussicht gestellt. Das Vorgehen ist auch innerhalb der Notenbank umstritten.
An den Börsen legen die Kurse den zweiten Tag in Folge zu. Hoffnungen auf Fortschritte in der Euro-Krise, einige Konjunkturdaten und die Notenbanken sorgen für Kauflaune.