Mit Vollgas durch die Krimiprovinz
Mit vier Folgen hat das ZDF seine humoristische Serie „Mordshunger“ bei den Zuschauern angetestet. Mit „Wilder Westen“ folgt nun der Sprung ins klassische Spielfilmformat. Ob das gutgeht?
Mit vier Folgen hat das ZDF seine humoristische Serie „Mordshunger“ bei den Zuschauern angetestet. Mit „Wilder Westen“ folgt nun der Sprung ins klassische Spielfilmformat. Ob das gutgeht?
Das ZDF startet ein Nachrichtenformat, das näher an das junge Publikum rückt. Bei „heute +“ sollen Moderatoren und Zuschauer über soziale Medien in Austausch treten.
Wussten ARD und ZDF nicht, wie sehr der neue Rundfunkbeitrag ihnen den Säckel füllt? Wir werfen einen Blick auf die Finanzplanung. Und siehe da: Der Geldsegen hat sich abgezeichnet.
Durch den Rundfunkbeitrag entstehen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Mehreinnahmen. Rund 1,5 Milliarden Euro sollen es werden. Vorhergesehen hat das niemand. Vor allem gilt: Das Geld fließt ARD und ZDF gar nicht zu. Ein Gastbeitrag.
Das ZDF zieht die Quatschgeschichten aus dem Vordertaunus von Nele Neuhaus gnadenlos durch. Ein Roman nach dem anderen wird verfilmt. Jetzt ist „Wer Wind sät“ dran: Ein klarer Fall von Energieverschwendung.
Die Serien „Schuld“ nach Ferdinand von Schirach und „The Team“ hat das Zweite zuerst online laufen lassen. Bringt das ein größeres Publikum oder schießt sich das Fernsehen ins Bein?
Die Filme mit Matthias Koeberlin in der Rolle des „Kommissars Marthaler“ sind vielversprechend. Jetzt müsste es nur noch gelingen, aus der Romanvorlage von Jan Seghers gute Fernsehkrimis zu machen.
Die ARD übertreibt es langsam mit den Wohlfühlfilmen über lebenslustige Senioren: „Das Gewinnerlos“ hat ein Herz für Großeltern, nicht aber für deren Nachwuchs. Wo bleibt die Generationengerechtigkeit?
Kann sich noch jemand an den Sender Sat.1 erinnern? Was läuft da eigentlich heute? Wie ein Beinahe-Spartenkanal seine letzten Marktanteile verschenkt.
Schräg, schnell und exzellent besetzt: Lars Beckers zwölfte „Nachtschicht“ zeigt, wie gefährlich es sein kann, seinen Liebsten den Laufpass zu geben.
Ein Verbrechen auf dem Land verändert das Dasein aller: Die englische Serie „Broadchurch“ handelt auf meisterhafte Weise von der Enge und Weite eines Schauplatzes und schaut in die Seelen von Menschen in Not.
Ein Kandidat kollabiert, es gibt mehrere Verletzte: Dennoch soll die Spielshow „1000“ im ZDF ausgestrahlt werden. Für ausreichend Sicherheit sei gesorgt, sagt der Sender.
War das der letzte weiße Fleck in der Topographie des Fernsehkrimis? Im ZDF ermitteln jetzt Mutter und Tochter zusammen. Und anschließend werden Familienprobleme gewälzt.
Das gibt es nicht alle Tage. Das ZDF stellt eine rasante Polit-Comedy vor. Der Serie „Eichwald, MdB“ gelingt ein Kunststück: Sie macht Politiker sympathisch.
Mit seiner Lust an Streit, Lob und Verriss ist das 2001 eingestellte „Literarische Quartett“ der Klassiker unter den Büchersendungen im deutschen Fernsehen. Jetzt will das ZDF das Format wiederbeleben.
Der Rundfunk Berlin Brandenburg hat einen Nachfolger für den unverwüstlichen Horst Krause im „Polizeiruf“ gefunden. Kennen dürften viele den Neuen vor allem durch eine Rolle im ZDF.
„Sein gutes Recht“ handelt von der Entmündigung Demenzkranker – mit überfrachteter Symbolik, plakativen Botschaften und mahnend den Zeigefinger hebend. Dieser Film glaubt nicht an mündige Zuschauer.
Bei RTL hat der Sternekoch Christian Rach Restaurants getestet, im ZDF geht er nun auf kulinarische Zeitreise: „Die Geschichte des Essens“ hätte eine Sendung zur Lage der Nation werden können.
Die wichtigste TV-Trophäe im Land: An diesem Freitag ist der Grimme-Preis zum 51. Mal verliehen worden. Zudem hat die neue Grimme-Chefin Frauke Gerlach einiges vor. Zunächst will sie das Kinder- und Jugendfernsehen aufwerten.
Im „Beitragsservice“ von ARD und ZDF geht es drunter und drüber. Der Verwaltungsrat hatte in seiner Sitzung einiges auf der Tagesordnung. Die Mitarbeiter kommen nämlich seit dem „Haushaltsbeitrag“ mit der Bearbeitung nicht mehr hinterher.
Die Ursachen des Absturzes von Flug 4U 9525 werden erst in ein paar Tagen geklärt sein. Dennoch wird in den Fernsehsendern am Tag des Unglücks wild spekuliert. Respekt vor Opfern und Hinterbliebenen zeigt das nicht.
Zweiunddreißig Wissenschaftler haben ein kritisches Gutachten zu ARD und ZDF verfasst und weitreichende Forderungen an die Sender erhoben. In Köln führte das zu einer heißen Redeschlacht.
Die Hängepartie um das Ex-Traumschiff „Deutschland“ ist vorbei. Ein Unternehmen aus den Vereinigten Staaten hat den einstigen Stolz der deutschen maritimen Wirtschaft gekauft. Das Schiff soll aber weiter unter seinem angestammten Namen fahren.
Der Fernsehfilm „Die kalte Wahrheit“ rekonstruiert eine Unfallnacht, die es in sich hat. Ein betrunkener Jugendlicher wird nachts überfahren. Die Polizei ermittelt nicht, dafür aber die Frau, die den Unfall verursacht hat.
Mit dem gefälschten Fälschungsvideo über den Mittelfinger des griechischen Finanzministers foppte Jan Böhmermann die Republik. In seiner Satire-Sendung auf ZDFneo hat der Moderator seinen Coup sichtbar ausgekostet.
Ein Mittelfinger-Skandal ist dann zu Ende, wenn er die absurdeste Wendung genommen hat. Diesen Punkt hat jetzt wahrscheinlich Jan Böhmermann mit seinem Varoufakis-Fake-Video und dessen Auflösung erreicht. Kompliment.
Beim ZDF ist immer noch „Fastnacht“: Jan Böhmermanns „Fälschung“ des Varoufakis-Films soll ein Fake sein. So heißt es jetzt aus Mainz. Doch sollen wir diesem Absender noch glauben?
Hat er oder hat er nicht? Wir haben den Mittelfinger gefälscht, sagt Böhmermann. Die Jauch-Redaktion glaubt lieber weiterhin den Experten. Und das ZDF kündigt eine Erklärung an.
Ein Video bei Günther Jauch sorgte für Empörung: Der griechische Finanzminister Varoufakis zeigt den Deutschen den Mittelfinger. Jetzt sagt der ZDF-Kabarettist Jan Böhmermann: Das haben wir so hingefingert. Varoufakis fordert bereits eine Entschuldigung von Jauch.
In seiner ARD-Sendung zeigte Günther Jauch ein Video, in dem der griechische Finanzminister Varoufakis Deutschland den Mittelfinger ausgestreckt haben soll. Nun behauptet ZDF-Moderator Jan Böhmermann, er habe das Video manipuliert.
Yoga gegen das Verbrechen: „Die Toten vom Bodensee“ bringen niemanden aus dem Gleichgewicht. Unordnung herrscht aber dennoch in der faden Geschichte, die der Film versucht zu erzählen.
Die ZDF-Dokumentation „Geh doch nach drüben“ will den Alltag im ehemals geteilten Deutschland zeigen. Das misslingt, der Sender häckselt deutsche Geschichte klein.
Ein Sportjournalist veröffentlicht für das ZDF einen kritischen Artikel über die Fanszene von Dynamo Dresden. Kurze Zeit später entzieht ihm der Verein die Akkreditierung. Der Sender löscht den Text. Was sind die Gründe?
Die große Samstagabend-Show ist mausetot. Trotzdem können Familien vor dem Fernseher ihren Spaß haben. Mit „Das Spiel beginnt!“ macht das ZDF es möglich. Auch wenn das Erwachsene zumeist nicht verstehen werden.
Natürlich hatte niemand die Absicht, den Öffentlich-Rechtlichen mehr Geld zuzuschanzen. Jetzt sehen die Senderchefs 1,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen auf sich zukommen. Und werfen mit der größtmöglichen Nebelkerze.
Ist das eine Überraschung? Ist es nicht: ARD und ZDF werden durch die Haushaltsabgabe steinreich und geben sich doch ganz bescheiden.