Griechische Flusslehre
Vor der Parlamentswahl sehen Umfragen die Linksradikalen vorn. Doch Syriza braucht einen Koalitionspartner. Es könnte Potami werden – eine Partei, die gegensätzlicher nicht sein kann: Sie wartet mit anerkannten Fachleuten auf.
Vor der Parlamentswahl sehen Umfragen die Linksradikalen vorn. Doch Syriza braucht einen Koalitionspartner. Es könnte Potami werden – eine Partei, die gegensätzlicher nicht sein kann: Sie wartet mit anerkannten Fachleuten auf.
Wahlverwandtschaften mit Kettensägenclown: Der zweite „Tatort“ aus Weimar ist eine köstliche Farce und entführt seine Zuschauer auf eine furiose Geisterbahnfahrt durch den deutschen Provinzirrsinn.
Die Berliner Humboldt-Universität lässt 50.000 wertvolle Bücher vergammeln. Schuld ist ein Loch in der Decke. Die Bände sollen jetzt vernichtet werden. Eine bibliophile Tragödie.
Der designierte Ministerpräsident einer rot-rot-grünen Koalition in Thüringen ist im Frühjahr womöglich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Den Bußgeldbescheid will Bodo Ramelow nicht akzeptieren.
Alle ihre Briefe an Goethe hat sie vernichtet: Was Charlotte von Stein dem Dichter noch sagen wollte, bringt jetzt die Regisseurin Lily Sykes in Frankfurt auf die Bühne.
Die Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht, scheint ihre Scheu vor Konflikten überwunden zu haben. Und sie ist entschlossen, ihr Amt in der Wahl am Sonntag zu verteidigen.
Nicht alles war ganz verloren, was 2004 dem Brand in Weimar zum Opfer fiel. Mit neuen Methoden gelingt es jetzt sogar, unlesbar gewordene Handschriften wieder sichtbar zu machen.
Vor zehn Jahren wütete das Feuer in der Weimarer Anna Amalia Bibliothek. Groß war die Bestürzung über die Verluste und auch der Wille zur Hilfeleistung. Die schlimmsten Lücken, so die Bilanz der Klassikstiftung, sind mittlerweile wieder geschlossen.
Dominik Grafs „Die geliebten Schwestern“ zeigen einen verwegenen jungen Friedrich Schiller in seiner Zeit und in einem Liebesdreieck, das eine ganze Kunstepoche aufschlüsselt.
Das Theater hat große Angst, nichts mehr zu bedeuten. Also läuft es vor sich davon und treibt sich dort herum, wo es nicht hingehört. Und schafft sich so ab. Was aber wird dann aus dem Zuschauer?
Barbara Klemm hat zunächst gezögert, sich mit der Kamera auf Goethes Spuren zu begeben. Jetzt hat die Fotografin erzählt, warum sie sich eines Besseren besonnen hat.
In Weimar diskutierten Albert Ostermaier und Feridun Zaimoglu über die globale Bedeutung Shakespeares und die Schwierigkeit sein Werk neu zu adaptieren. Dürfen deutsche Dichter den „Othello“ verbessern?
Die deutschen Strafen sind ihnen zu mild, die Polizeiarbeit erledigen sie selbst, das Urteil fällt ein sogenannter Friedensrichter: Wie Familien-Clans in Deutschland das Rechtssystem untergraben.
Frank-Walter Steinmeier sieht keine Möglichkeit für eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine. Das sagte er nach einem Treffen mit den Außenministern aus Frankreich und Polen, bei dem die drei zugleich eine flexiblere Nachbarschaftspolitik der EU forderten.
„Dilettant“ kommt von Vergnügen: Zeichnungen von Goethe und Bilder von Barbara Klemm stiften im Sinclair-Haus Bad Homburg zum Reisen im Kopf an.
Die Neunziger Jahre sind das weiße Jahrzehnt. Ein Leerraum, der sich in Deutschland gern braun färbt. Der Prozess in München zeigt, dass wir über die Zeit und die Wurzeln der NSU nichts erfahren.
Carl Philipp Emanuel Bach, vor dreihundert Jahren geboren, steht bis heute im Schatten seines großen Vaters. Er hat ein riesenhaftes Œuvre hinterlassen, voller Brüche und Widersprüche.
Ein temporäres Museum wird ohne Not abgesagt, der Direktor wird gefeuert, bewirbt sich aber trotzdem für eine weitere Amtszeit: Was ist bloß am Bauhaus in Dessau los?
Ehrgeiziges Vorhaben: Am Rande des Lahntals nahe Marburg soll ein Museumsdorf mit Rekonstruktionen aus verschiedenen Epochen entstehen.
James Gandolfini, der Tony Soprano spielte, starb voriges Jahr in einem Hotel an der Piazza Repubblica. Seither versuche ich, in Suite 449 zu übernachten.
Angesichts der Großen Koalition sehen die Grünen ihre Rechte als Opposition in Gefahr. Da man nicht einmal einen Untersuchungsausschuss einsetzen könne, müssten die Rechte der Opposition klar festgelegt werden.
In den Dörfern Ostdeutschlands ist der demographische Wandel schon länger zu besichtigen. Man kann die Entwicklung bejammern. Oder nach neuen Wegen suchen für das Leben auf dem Land. So wie in Baruth.
Vom Steward zum „Traumschiff“-Kapitän: Sascha Hehn beerbt Siegfried Rauch am Steuer des einstigen ZDF-Quotengaranten. Aber von voller Fahrt voraus kann jetzt nicht mehr die Rede sein.
Ein Ermittlerpaar zum Niederknien: Nora Tschirner als hochschwangere Kommissarin Dorn und Christian Ulmen als Kommissar Lessing feiern in einem poetisch-absurden „Tatort“ ihre Weimar-Premiere.
Jetzt bekommt auch noch Heike Makatsch einen „Tatort“. Wo soll das mit der erfolgreichen Krimireihe der ARD noch hinführen? Was kommt als Nächstes? Wir hätten da ein paar Vorschläge.
Wie sieht sie aus, die große Verweigerung? Mit dem Stück „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ tritt Sibylle Berg im Gorki Theater zur Ehrenrettung der Jugend an und porträtiert eine Generation, die in der Falle sitzt.
Die vielbeschworene Freundschaft zwischen Deutschen und Türken in den Jahren 1918 bis 1933 ergab sich aus der Ausgangslage der Verlierermächte.
Lebensstationen eines wilden Dichters und sehr viel Natur : Im Fichtelgebirge unterwegs auf dem Jean-Paul-Weg.
Er war das literarische Ideal für alle, die sich nach Emanzipation sehnten, doch auch hier gibt es Abgründe: über Schiller und seine jüdischen Verehrer.
Er malte das geistige ebenso virtuos wie das vermögende Deutschland: Die Alte Nationalgalerie Berlin zeigt das Werk von Anton Graff, dem großen Porträtisten der deutschen Aufklärung.
Die Weimarer hatten sich einen Paradiesvogel zugelegt. Aber der Paradiesvogel wollte nicht fliegen. Er suchte die Bodenhaftung.
Dürrenmatt, Twain und natürlich Goethe: Fast jeder Schriftsteller hat irgendwo seinen Wanderweg. Auch wenn einige ziemlich herbeigedichtet sind.
Die Erstplazierten der Bestsellerliste in Literatur, Daniel Kehlmann, und Sachbuch, Rüdiger Safranski, über Goethe, Lebensexperimente und den richtigen Umgang mit Widersachern.
Marcel Reich-Ranicki ist tot. Der größte Literaturkritiker unserer Zeit verkörperte, in Verfolgung und Ruhm, das zwanzigste Jahrhundert. Er war ein permanenter Protest gegen Langeweile und Mittelmaß. Niemand vermochte einer ganzen Gesellschaft die Bedeutung von Literatur so zu vermitteln wie er.
Witz, Phantasie, Intelligenz und zugleich ein tiefer Ernst, der Selbstironie nicht ausschließt - das alles hat das Kunstfest „Pèlerinages“ in Weimar während
Giselher Spitzer, einer der Autoren der Studie über Doping in Westdeutschland, wehrt sich gegen Angriffe auf seine Forschungsresultate. Er spricht von einseitiger Begutachtung seiner Arbeit und fordert die Namensnennung von Dopern, die historisch relevant sind.