Beckmanns Zeichnungen und Bilder für Hitler reisten im selben Zug
Wie ein Kunstförderer die Nazis überlistete: Der Frankfurter Georg Hartmann gab dem Maler Max Beckmann im Amsterdamer Exil zwei große Aufträge. Ungefährlich war das nicht.
Die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ darf nicht in der Gedenkstätte demonstrieren. Doch Buchenwald sieht sich trotzdem politischem Missbrauch ausgesetzt.
Wie ein Kunstförderer die Nazis überlistete: Der Frankfurter Georg Hartmann gab dem Maler Max Beckmann im Amsterdamer Exil zwei große Aufträge. Ungefährlich war das nicht.
In der Frühzeit der Bundesrepublik wurden extremistische Parteien in Karlsruhe verboten. Dieses Instrument steht im Blick auf die AfD nicht mehr zur Verfügung.
Wer trägt die Schuld am Untergang der ersten deutschen Demokratie? Die Historikerin Ute Daniel sieht die Hauptverantwortung bei der Reichswehr – und hat eine Liste mit Empfehlungen für die Gegenwart parat.
In Weimar hat sich zum ersten Mal der neue „Medienrat“ versammelt, der künftig die Qualität des Angebots der Öffentlich-Rechtlichen begutachten soll. An die Beurteilung müssen sich ARD, ZDF und Deutschlandradio erst noch gewöhnen.
Wie kann Versöhnung im Nahen Osten gelingen? Einen Funken Hoffnung versprüht eine Handvoll Musiker.
Die Klassik Stiftung Weimar hat fünf Scherenschnitte von Philipp Otto Runge erworben. Und das Beste daran: Man kannte sie bislang gar nicht.
Sie hat’s mit den Klassikern. Nach einer frühen Adaption von Shakespeares „The Tempest“ nimmt sich Nele Heaslip Goethes „Faust“ an – und verlagert das Werk in die Nazizeit.
Im Jahr 1926 stürzten zwei Regierungen über ein Misstrauensvotum. Das eine hatte mit der deutschen Flagge zu tun, das andere mit einer Rüstungskooperation mit Moskau.
Zwei Ausstellungen in Paris zeigen alle Facetten des Art déco, der dort vor genau hundert Jahren erfunden wurde. Sie führen von den lichterfüllten Pavillons der „Années folles“ bis zu den neu inszenierten Luxuszügen unserer Gegenwart.
Der neue Medienrat, der ARD, ZDF und Deutschlandradio kontrollieren soll, zieht nach Weimar an die Bauhaus-Universität. Die ersten beiden von insgesamt sechs Experten sind benannt.
Wie ich mich am 100. Geburtstag des großen Filmregisseurs der DDR, Konrad Wolf, an seinen Film „Der nackte Mann auf dem Sportplatz“ erinnere. Und an Bilder, die nicht verstummen wollen.
In Paris ist die Zeit der Präsidialkabinette angebrochen. Das ruft bei deutschen Beobachtern Erinnerungen an die letzten Jahre der Weimarer Republik wach.
Ob der Untergang der ersten deutschen Demokratie der aktuellen politischen Lage ähnelt, wird schon länger diskutiert. Philipp Ruch und Thomas Weber sehen Gemeinsamkeiten, die lehrreich sind.
Die kleine Ibu-Tec AG aus Thüringen arbeitet an der Zukunft der Elektroautobatterien. Mit einer Tochtergesellschaft des VW-Konzerns soll das Geschäft nun stark wachsen.
Die politische Lage heute erinnere an die Weimarer Republik, ist vor allem von Politikern oft zu hören. Der frühere Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München stellt Bücher vor, die helfen, sich ein Urteil zu bilden.
Eine SMS, angeblich von der Bank, und ein Anruf von angeblichen Mitarbeitern: Ein Mann in Weimar ist Opfer eines Betrugs geworden. Die Polizei rät Bankkunden zur Vorsicht.
Goethe, Schiller, Bauhaus – in Weimar ist das kulturtouristische Pflichtprogramm groß. Doch der Spaß fängt erst auf beiläufigen Entdeckungstouren richtig an.
Surrealismus in Berlin, Georges de La Tour als Porträtist des Hell-Dunkel in Paris und der österreichische Maler Carl Schuch in Frankfurt: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
In der Bonner Republik wurde der Urheber der Weimarer Verfassung wenig geachtet. Anlässlich des 100. Todestags ruft der Bundespräsident dazu auf, Hugo Preuß als demokratisches Vorbild zu ehren.
Freiburgs Augustinermuseum zeigt Impressionisten, die Kunstsammlungen in Chemnitz widmen sich Edvard Munchs „Angst“, und in Kaiserslautern feiert das Museum Pfalzgalerie sein 150. Jubiläum mit einer Neuhängung: der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Deutsche Szene: Die Klassiker-Stadt sonnt sich im Erbe Friedrich Nietzsches, der hier verdämmert ist. Was in Weimar blieb, ist sein Nachlass. Der ist nun Weltdokumentenerbe der UNESCO.
Dramatisierte russische Reportagen, afrikanisches Maskentheater und Protesttanz: Das Kunstfest Weimar verbindet das Gedenken an NS-Verbrechen mit neuen Albträumen - wobei nicht alle Aufführungen überzeugen.
Eine Besucherin wollte mit der Kufiya gegen die israelische Regierung protestieren. Das muss die Gedenkstätte nicht hinnehmen, entschied jetzt das thüringische Oberverwaltungsgericht.
Heiliger Appell, ans menschliche Genie gerichtet? Ein pfingstlicher Hymnus des Mittelalters, von einem Klassizisten neu übersetzt und eigenwillig gedeutet.
Eine Ausstellung in Schwerin zeigt Impressionisten der Weimarer Malerschule, die den neuen Stil als erste in Deutschland rezipierten.
In Folge 351 analysieren wir, ob das Urteil gegen Sean „Diddy“ Combs ein Schlag gegen die MeToo-Bewegung ist und wir blicken auf die für Freitag terminierte Wahl von Verfassungsrichtern.
Als Goethe auf die italienische Reise ging, wusste er noch nicht, dass er die „Italienische Reise“ schreiben würde. Was bedeutete das Land für ihn? Und was bedeutet für uns sein Buch?
In der Corona-Pandemie wollte ein Familienrichter Schutzmaßnahmen an zwei Schulen aushebeln. Deshalb wurde er wegen Rechtsbeugung verurteilt. Und wandte sich ans Bundesverfassungsgericht.
Leben als Kunstwerk: Die vielen Orte, Menschen und Werke der Ré Soupault.
Flach ist hier nicht nur die Optik: Die Ausstellung „Freiheit in Bewegung“ im Haus der Weimarer Republik verspielt reihenweise die Chancen, den Sport darzustellen.
Der nun erschienen letzte Band der Schiller-Nationalausgabe enthält Verblüffendes, darunter einen frühen Comic. Schiller scheint damit die zu verspotten, die sich ein zu vernünftiges Bild von ihm gemacht haben.
Ehemalige DDR-Heimkinder erinnern sich an die Villa Haar in Weimar. Ihre Geschichten unterscheiden sich. Für die einen war das Heim die Rettung, für die anderen eine Qual.
In Thüringen schließen Kindergärten, weil es zu wenig Kinder gibt. In Rheinland-Pfalz fehlen Kitaplätze – aber wird das so bleiben?
Von den Nazis vertrieben, nach 1945 verhöhnt: Eine Graphic Novel erzählt von Thomas Manns erstem Besuch in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Dass der Exilant nicht nur den Westen, sondern auch den Osten besuchte, verzieh man ihm nicht.
Bei einem Treffen im „Weimar plus“-Format zeigen sich die Europäer einig: Sie beharren gegenüber Putin auf einer Waffenruhe vor Verhandlungen und drohen mit neuen Sanktionen.
Lange galt als ausgemacht, dass die Weimarer Republik scheiterte, weil ihr intellektuelle Fürsprecher fehlten. Alexander Gallus hat nun eine Wochenzeitschrift von 1931 entdeckt, die dieses Diktum in Frage stellt. Ihre Herausgeber waren illuster.