Hanswurst in Weimar
Ernst Osterkamp zeichnet das Leben des gegen den Judenhass anschreibenden Goethe-Verehrers Michael Beer nach.
Ernst Osterkamp zeichnet das Leben des gegen den Judenhass anschreibenden Goethe-Verehrers Michael Beer nach.
Schmähgedichte und Liebesschwüre: Als Thomas Mann 1949 zum ersten Mal nach 16 Jahren wieder deutschen Boden betritt, reist der Schriftsteller nach West und Ost. Er wird gefeiert wie ein Popstar – und ebenso intensiv gehasst.
Als Coup und Modellfall für die Zukunft feiern die Institutionen, die Caspar David Friedrichs „Karlsruher Skizzenbuch“ erstanden haben, ihren Ankauf. Das Heft soll in Berlin, Dresden und Weimar ausgestellt werden.
Kann man sich das schönrechnen? Der Bund zieht angeblich seine Finanzierungszusage für die Sanierung des Goethehauses zurück. Das Parlament aber steht weiterhin zu seiner Zusage.
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Für Christoph Martin Wieland war die Freiheit der Presse ein Synonym für „Aufklärung“. Deutlich markierte er die Grenzen ihrer legitimen Ausübung. Ein Festvortrag zum 100. Geburtstag des PEN Deutschland.
Guerillero der Geschichtsskulptur: Die Stiftung Klassik Weimar richtet dem Bildhauer Olaf Metzel eine große Retrospektive im Liszt-Haus und Schloss Belvedere aus
Die Pläne der Musikhochschule, die Alte Musik zu entsorgen, verengt den Kanon der Musik und steht quer zu den Tendenzen des Musikbetriebs. In Weimar müsste man es eigentlich besser wissen.
Man kann und soll aus der Geschichte lernen. Aber historische Vergleiche führen schnell in die Irre.
Die Doku „Geheimdiplomat Bundeskanzler“ erzählt von einem DDR-Besuch im Mai 1988, der weithin unbekannt blieb. Helmut Kohl wollte keine Presse, keine offiziellen Termine. Die Stasi bot alles auf, doch Kohl drehte sein Ding.
Am ehemaligen Weimarer Gauforum eröffnet das neue „Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“. Es vergegenwärtigt die Schicksale der Versklavten anhand von Fotografien, Briefen und Objekten eindringlich.
Gewalt gegen Grüne ist genauso schlimm wie Gewalt gegen die AfD. Das sieht nicht jeder so. Auch darin steckt eine der Ursachen für die eskalierende Hasskultur.
Der serbische Schriftsteller Ivan Ivanji ist in Weimar gestorben – wenige Kilometer vom Konzentrationslager Buchenwald, das er als Häftling überlebt hatte.
Mit dem Freischwinger ins Stahlgewitter: In Weimar eröffnet die Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“ – und stellt den Mythos vom „guten modernen Deutschland“ infrage.
Eine poetische Fundgrube ist die Burg Schlitz für Bert Bresgen und Rainer Pudenz. Ihr faszinierendes „Schloss am Ende der Straße“ ist köstliches Musiktheater.
1949 sollte eine neue Hymne das Selbstverständnis der DDR spiegeln, die Bundesrepublik entschied sich für die alte. Nach 1989 blieb die Diskussion über eine gesamtdeutsche Hymne aus – und damit über ein ganz neues Selbstverständnis. Ein Gastbeitrag.
Die Archive in der Landeshauptstadt haben einen Notfallverbund gegründet, der helfen soll, wertvolle Archivalien und Dokumente vor der Zerstörung zu retten
Junge Musiker aus Frankfurt und New York erarbeiten gemeinsam neue Kompositionen: Porträt einer transatlantischen Klangbrücke.
Ein Band präsentiert den Briefwechsel zwischen Alma Mahler und ihrem Geliebten und späteren zweiten Ehemann Walter Gropius. Gabriele Reiterer folgt dem Lebensweg von Anna Mahler, Almas Tochter aus ihrer ersten Ehe mit Gustav Mahler.
Minoritäres Problem oder zeithistorische Lektion? Die Ethnologin Susanne Schröter und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk streiten über Sprachkritik. Eine Diskussionsveranstaltung in Weimar erlebt ein Nachspiel in den sozialen Medien.
In den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts wandten sich katholische Theologen mit Enthusiasmus Friedrich Nietzsche zu. Für Eugen Biser war der Austausch mit Mazzino Montinari prägend.
Eine Ausstellung in Berlin erzählt von der Welle der Gewalt gegen die Weimarer Republik. Sie zeigt, wie der Hass auf die junge Demokratie die politischen Extreme verband.
Wie besucht man Buchenwald? Als Schülerin in der Gedenkstätte. Der Ort spricht für sich, sagt eine pädagogische Mitarbeiterin.
Die Wirtschaftspolitik hat sich in einem Interventionismus ohne System verstrickt. Deutschland muss um seiner Zukunft willen seine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erneuern.
Auch am Wochenende wollen wieder Tausende Menschen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. In welchen Städten Demonstrationen geplant sind, erfahren Sie hier.
Das Haus, das dem Dichter diente: Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar soll saniert werden. Ein neues Konzept ist nötig, wirft aber viele Fragen auf.
Ein ehrgeiziges Modellprojekt philosophiegeschichtlicher Forschung: In Weimar wurde über die neue digitale Nietzsche-Edition beraten, die Texte und Kontexte zusammenführen soll, um den Nachlass welterbetauglich zu machen.
Auf ein Krisenjahr mit Hyperinflation und Hitler-Putsch folgte 1924 ein blasser Hoffnungsschimmer. Dennoch punkteten die politischen Linken und Rechten – und es wurde über Parteiverbote diskutiert.
Der Populismus ist für die Zukunft der Demokratie sogar noch gefährlicher als die Aggressionen Putins, sagt der Historiker Heinrich August Winkler. Dennoch gibt es etwas, das ihn hoffen lässt.
Marguerite Friedlaender war eine der bedeutendsten Porzellangestalterinnen Deutschlands. Ihre Arbeiten verkörpern den puren Bauhaus-Stil. Die Flugzeugtasse wurde 2023 neu aufgelegt.
Die Plan für das Heimturnier wird konkreter: Das deutsche Fußball-Nationalteam trainiert kurz vor der EM in Thüringen. Wo die letzten Tests vor dem Heimturnier stattfinden, ist aber noch unklar.
Im Westen wie im Osten des geteilten Deutschlands dominierte lange ein Bild der ersten Republik, das von dem Wunsch nach Abgrenzung geprägt war – freilich mit jeweils anderen Vorzeichen. Heute ist die Erinnerung an Weimar bedrängender denn je. Ein Gastbeitrag.
Wie die NSDAP im Winter 1929/30 in Thüringen mithilfe konservativ-bürgerlicher Kräfte ihre erste Machtposition in einem Land eroberte und in Weimar eine Herrschaft gegen die Weimarer Republik erprobte. Ein Gastbeitrag
Die Zitterpartie hat ein Ende: Wenigstens in Sachen Goethe sind sich die Ampelparteien einig. Das Parlament bewilligt 17,5 Millionen Euro für die dringend erforderliche Sanierung des Dichterhauses in Weimar.
Das Prinzip der Republik darf in Deutschland nicht in Vergessenheit geraten.
Im November fällt die Entscheidung, ob sich der Bund an den Sanierungskosten für Goethes Wohnhaus in Weimar beteiligt. Den Gedenkort dem Verfall preiszugeben, kann keine Option sein.