Lässt sich Wut wegtrainieren?
Die Apple-Serie „Physical“ erzählt von einer wütenden Frau: Sie flüchtet sich Anfang der achtziger Jahre vor den faulen Kompromissen einer egozentrischen Männerwelt in die Aerobic-Szene.
Die Apple-Serie „Physical“ erzählt von einer wütenden Frau: Sie flüchtet sich Anfang der achtziger Jahre vor den faulen Kompromissen einer egozentrischen Männerwelt in die Aerobic-Szene.
Wer von Politikern immer Eindeutigkeit verlangt, hat deren Beruf nicht verstanden. In dieser letzten Sendung vor der Sommerpause wurde deutlich, wie Politiker auch ohne Klartext etwas mitteilen können. Das war durchaus unterhaltsam.
Was bedeutet der Wahlsieg der CDU in Sachsen-Anhalt für die Bundestagswahl? Das wollte Frank Plasberg von seinen Gästen wissen. Eine Antwort lautet: Die Hauptstädter verstehen den Rest des Landes kaum noch.
Vor den Landtagswahlen durfte sich der CDU-Vorsitzende Armin Laschet bei Sandra Maischberger mit den Fragen des politischen Gegners beschäftigen. Dagegen ist nichts zu sagen – wenn man nur Antworten hätte.
Er könne nicht von Berlin aus Tausende Testzentren kontrollieren, sagt Jens Spahn. Überraschend verständnisvoll zeigt sich FDP-Chef Christian Lindner. Und dann ist da bei Anne Will im Studio noch die Frage, was der Bundesgesundheitsminister eigentlich mit „zusätzlich“ meint.
Die verspätete Meldung von Nebeneinkünften habe sie „tierisch“ geärgert, sagt Annalena Baerbock. Die Kanzlerkandidatin der Grünen zeigt im Gespräch mit Sandra Maischberger, wie professionell der Umgang der Politik mit den an sie gestellten moralischen Ansprüchen sein kann.
Zwischen „sozialistischen Folterwerkstätten“ und grüner Ordnungspolitik: Bei Maybrit Illner hat die nächste Krise schon den Fuß in der Tür. Doch mit welchen wirtschaftspolitischen Mitteln lässt sich dem Klimawandel begegnen?
„Mehr Spanien wagen“ – das könnte man natürlich. Oder Schweiz. Aber man kann es auch lassen, das Thema in Talkshows nicht weiter vertiefen und sich bei Corona-Maßnahmen am deutschen Ordnungssinn orientieren.
Kaum sinken die Inzidenz-Zahlen, werden die Bürger ermahnt, nicht leichtsinnig zu werden. Muss das wirklich sein? Die Talkrunde bei Anne Will lotet das Verhältnis zwischen Vernunft und Bevormundung aus – zumindest hatte sie das eigentlich vor.
Was bedeutet das Versprechen des sozialen Aufstiegs? Früher hieß es, die Bürger sollten mitbestimmen. Das „Wirtschaftswunder“ zielte auf sozialen Ausgleich. Wie es um den bestellt ist, zeigt „hart aber fair“.
Will Armin Laschet Kanzler werden, muss er in die Offensive. Sein Stehvermögen zeigt er bei Anne Will. Nur die Klimaaktivistin Luisa Neubauer liefert sich mit ihm einen starken Schlagabtausch.
Die Identitätspolitik bietet die Chance, den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen – so schrieb es einst Max Weber. Die jüngste Ausgabe von „Maischberger“ zeigte am Fall Jens Lehmann, was passiert, wenn sich die Theorie mit Leben füllt.
Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie fragt Frank Plasberg, ob der Staat die Kinder im Stich lasse. Bemerkenswert an der Sendung sind vor allem die Bildungsministerin und eine Neunzehnjährige.
Surreale Momente von Öffentlichkeit: Bei „Hart aber fair“ ließ Frank Plasberg einen Psychologen über Augenhöhe faseln, wo es doch um harte Fragen der Impfpolitik ging.
Die Grünen stellen erstmals eine Kanzlerkandidatin: Annalena Baerbock ist zu Gast bei Anne Will. Es gäbe viele Fragen zu ihren Politikplänen. Doch die Moderatorin scheint noch nicht in der Gegenwart angekommen zu sein.
In den vergangenen zwölf Monaten dominierte in den Medien die kraftstrotzende Rhetorik des durchgreifenden Politikers. Das gefällt neuerdings sogar den Grünen. Und das beste daran: Jan Josef Liefers sagt Danke!
Auf Pro Sieben gab es eine bemerkenswerte Neuerung: Dort verzichteten die Interviewer gänzlich auf jeglichen Anschein des Denkens. Damit jedoch könnten sie die politische Reklame der Grünen kurioserweise auf den Punkt gebracht haben.
Wenn sich alles um einen Beinahe-Gast dreht: Was sagt uns die Abwesenheit Markus Söders bei „Maischberger“, nachdem er dort doch erst zugesagt hatte?
Der Machtkampf um die Kanzlerkandidatur in den Unionsparteien erinnert an den Ausbruch eines Vulkans. Bei „Hart aber fair“ ist das Grund genug für eine kurzfristige Themenänderung.
Deutschlands Politik ringt weiter um ihren Kurs in der Corona-Krise. Bei Frank Plasberg wird das grundlegende Problem deutlich. Und einer von der CDU verspricht gar Besserung.
Die Wirrnis um die Osterruhe ist nicht der Höhepunkt, sie steht vielmehr exemplarisch für das Versagen der deutschen Corona-Politik. Auch bei Maybrit Illner stellte sich die Frage: Was soll das?
Bei „Maischberger – die Woche“ drehte sich alles um die öffentlich vorgetragene Entschuldigung der Bundeskanzlerin. Dabei zeigte sich, dass ihre Bitte um Verzeihung ein klassisches, machtpolitisch gebotenes Ritual war.
Immer mehr Deutsche empfinden das Corona-Management als konfus. Diese Verwirrung setzt sich in der Talkshow von Anne Will fort.
Die Politik wollte über die Landtagswahlen und ein besseres Pandemiemanagement reden. Dazu kam es nicht. Stattdessen bekommen die Wähler einen Eindruck davon, was bei uns wirklich schief läuft.
Während Olaf Scholz die SPD zur fröhlichen Partei erklärt und Thomas de Maizière mit der Maskenaffäre kämpft, redet Robert Habeck das feministische Argument der Grünen klein. Die AfD spielt plötzlich keine Rolle mehr.
Die deutsche Politik ist zuletzt in die Krise geraten. Maybrit Illner bemühte sich, diesen Eindruck zurechtzurücken. Wer den Abend mit den Augen Loriots ansah, durfte sich immerhin gut unterhalten fühlen.
An Corona führt auch in Maischbergers Wochenrückblick kein Weg vorbei. Aber es ist ein anderes Thema, das für Emotion und Aufregung sorgt.
Frank Plasberg wagt den lobenswerten Versuch, sich einmal nicht mit der Pandemie zu beschäftigen. Aber die Debatte wirkte trotzdem wie der Schnee von gestern.
Bund und Länder haben den Lockdown verlängert, aber Öffnungen in Aussicht gestellt: Was wie chaotischer Widerspruch wirkt, ist die deutsche Corona-Politik im Wahlkampfjahr. In voller Tragik auch bei Maybrit Illner zu sehen.
Anne Will setzt auf den Schlauberger-Effekt, wenn sie ihre Gäste nach Wegen aus dem Lockdown fragt. Sie diskutieren innovative Apps und ethische Expertisen. Und versuchen Merkels Inzidenz-Maxime zu widerlegen.
Deutschland steht vor der dritten Corona-Welle, aber alle reden über Wege aus dem Lockdown. Ob „sichere“ Lockerungen möglich sind, wollte Maybrit Illner mit Ihren Gästen diskutieren. Dabei wurde eine andere Frage zum unvorhergesehen Hauptthema.
So manch einer findet es zynisch, mitten im Lockdown über Urlaub zu sprechen. Frank Plasberg wagt es dennoch.
Bei Maybrit Illner gerät Wirtschaftsminister Peter Altmaier unter Druck. Zunächst wehrt er die Angriffe mit Routine ab – doch plötzlich durchbricht ein Gast die Talkshow-Schablone. Dann wird es spannend.
Ein Wochenrückblick mit Maischberger zum Abregen: Über das Karotten-Prinzip der Pandemiepolitik, die Ausstiegsvisionen von Bill Gates und eine Schlingerfahrt des Osterurlaub-Absagers Michael Kretschmer.
Eine Art Elefantenrunde arbeitet sich an der Frage ab, welcher Perspektive es im Lockdown bedarf. Söder zeigt sich herablassend, Scholz staatstragend, Baerbock kämpferisch und Lindner melancholisch.
Selten gibt es politisch-medizinische Debatten oder Expertisen, die einen tatsächlichen Mehrwert von Talkshows zu Corona-Themen ausmachen. Die Sendung „Maischberger. Die Woche“ bot einen Lichtblick im Einerlei des virusgetriebenen Programms.