Leserbriefe vom 21. Oktober 2023
Lortzings „Wildschütz“ +++ Tiefpunkte +++ Literatur in der Lebenskrise +++ Einig Vaterland +++ Macht der Minderheit
Lortzings „Wildschütz“ +++ Tiefpunkte +++ Literatur in der Lebenskrise +++ Einig Vaterland +++ Macht der Minderheit
Was, wenn einem der demokratische Kompass verloren geht? Das Frankfurter Theater Landungsbrücken gibt die großen Fragen ins Publikum zurück – anhand von Ibsen.
Martin Liebscher macht „Familienbilder“ mit sich selbst: An geschichtsträchtigen Orten fotografiert er sich tausendfach in unterschiedlichen Posen. Wer ist er? Und wie viele?
Sie werden nicht müde: Diesen Freitag erscheint das neue Album der Rolling Stones. Die Band ist auch unternehmerisch geschickt aufgestellt – das unterstreicht nicht nur das allgegenwärtige Zungen-Logo.
Eine Plattform aus Bühnenkunst, Magazin und Verlag: Zur Buchmesse ist „Maska“ zu erleben. Die Gießener Professorin Bojana Kunst hat sie mit geprägt.
Werbung in eigener Sache: Zur Begrüßung der gut 3000 Erstsemester präsentieren sich in Mainz auch mehr als 65 Initiativen und Hochschulgruppen mit ihren Themen.
Das Kurhaus muss neu gemacht werden. Entweder nach einem schicken Architektenentwurf oder aber notdürftig. Dabei spielt die Finanzlage der Stadt eine zentrale Rolle.
Konzentrierte und träumerische Archäologie des Theaters: Karin Beier inszeniert eine weitere Folge ihres „Anthropolis“, Christoph Marthaler einen Abend über Emily Dickinson am Schauspielhaus Hamburg.
Jeder erfindet kleine Notlügen im Alltag. Katy Brittain vom English Theatre in Frankfurt verrät, wie andere einem dabei nicht sofort auf die Schliche kommen – und wann man ehrlich bleiben sollte.
34 Prozent für die AfD: Das politische Gleichgewicht scheint vielen Thüringern so gestört, dass sie mit Antidemokratie reagieren. Was hier beginnt, kann bald schon das ganze Land betreffen. Ein Gastbeitrag.
Nur aus Papier, in gerissener, geknüllter und gefärbter Form, bestehen die Arbeiten von Franziska Kneidl, die in der Galerie Middendorff zu sehen sind.
Alles, was die Bühnenmaschine hergibt: Sebastian Baumgarten inszeniert am Münchner Residenztheater Ibsens „Peer Gynt“ – mit gleich zwei Schauspielern in der Hauptrolle.
Die Bundesregierung plant ein Demokratiefördergesetz. Eine Gesetzgebungskompetenz dafür besteht nicht. Der Entwurf fördert staatliche Einseitigkeit im politischen Meinungskampf. Das ist unzulässig. Ein Gastbeitrag.
Reden als unmögliche Existenzbewegung: Der Polizeifilm „Sörensen fängt Feuer“ im Ersten nähert sich mit großer Empathie der Sprache seines Protagonisten. Bjarne Mädel ist in Hochform.
Früher ging unsere Kolumnistin gern tanzen, las Bücher oder schaute fern. Heute kann sie sich ein ganz anderes Hobby leisten: Tennis. Leider fehlt ihr dann manchmal fast die Zeit fürs Daten.
Derzeit läuft am Staatstheater Wiesbaden das Musical „Flashdance“. Die Darsteller des jungen Staatsmusicals arbeiten für so eine Produktion hart.
Die Argumente der Puristen, die alle Stücke am liebsten so sehen wollen, wie sie „im Original“ gemeint waren, ziehen nicht. Denn schon zu ihrer Entstehungszeit spiegelten Dramen und Opern immer den Geist ihrer Zeit.
Mitteleuropa vor Augen: Zwei frühe Texte von Milan Kundera lesen sich wie Analysen des ungebrochenen imperialen Unterwerfungswillens Russlands.
Von nutzlosen Bussen in Wiesbaden über eine ausgefallene Party in Frankfurt bis zum Hessentag: Der Bund der Steuerzahler moniert in seinem „Schwarzbuch“ öffentliche Verschwendung.
Chanel hat es vorgemacht, Dior legt nach: Immer mehr Luxushäuser gründen Buchclubs. Ein Blick auf die Leseempfehlungen von Chanel, Charlotte Casiraghi und Co.
Die deutsche Spieloper ist von unseren Bühnen fast verschwunden. Doch am Theater Altenburg Gera gelingt eine ebenso moderne wie einfühlsame Belebung von Albert Lortzings „Wildschütz“.
Anna Politkowskaja ist im Westen die wohl bekannteste Journalistin Russlands. 2006 wurde sie ermordet. Nun legt ihre Tochter ein Porträt der Kremlkritikerin vor.
Ein Jubiläumsjahrgeschenk: Zum hundertsten Geburtstag von Otfried Preußler erscheint dessen Jugendbuchklassiker „Krabat“ mit Illustrationen von Mehrhad Zaeri.
Der René-Pollesch-Abend an der Berliner Volksbühne zelebriert das unsinnige Warten auf und bedeutungslose Erscheinen von Menschen in Atmosphären der politischen Ideologiefolklore. Es wirkt, als wollte hier jemand Abschied von seiner Zeit nehmen.
Wie eine große WG für Theater: Um mehr Potential für ihre Theater zu haben, sind Studio Naxos, Theater Willy Praml und freie Gruppen nun ein Produktionshaus
Einfach machte er es seinen Lesern nicht, aber näher kennenlernen sollte man ihn: Jens Malte Fischer führt durch Leben und Werk von Karl Kraus.
In der Heimat der Brüder Grimm, im östlichen Main-Kinzig-Kreis, hat die AfD bei der Landtagswahl so stark abgeschnitten wie fast nirgendwo sonst in Hessen. Und das mit einem fast unsichtbaren Kandidaten. Was sind die Gründe?
In den goldenen Gärten der Pomeranzen, Pampelmusen und Bergamotten: Die fürstlichen Orangerien in Thüringen und Sachsen feiern eine glanzvolle Renaissance.
Muslimisches Leben in Berlin, Rätsel und Bedrohliches: Das Kinodrama „Monolith“ von Julius Schultheiß lädt das Mystery-Genre mit sehr viel Ernst auf.
Die Inszenierung von Moritz Rinkes Beziehungsgeflecht „Wir lieben und wissen nichts“ am Staatstheater Darmstadt traut dem eigenen Drama nicht und muss sich am Ende erklären.
Hartes Licht und frühneuzeitliches Waterboarding: Michele Placido versucht sich in seinem Film „Der Schatten von Caravaggio“ an einer möglichst unkonventionellen Künstlerbiographie.
Wie überall im Land war der erste offizielle Herbstmonat des Jahres tatsächlich ein Sommermonat. Und auch in Frankfurt erreichten die Temperaturen und der Sonnenschein bemerkenswerte Spitzenwerte.
Gap Year, Ausbildung, Studium – oder erst mal gar nichts? Die Orientierungslosigkeit ist oft groß. Wir haben zwölf junge Menschen nach ihren Erfahrungen und Empfehlungen gefragt.
Die Poetry-Slam-Szene blickt nach Frankfurt: zur deutschsprachigen U-20-Meisterschaft. Drei Tage lang wetteifern Nachwuchspoeten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um den Titel.
Von der Wirkmacht guter Architektur: Ein Kulturzentrum lässt das Leben in einem armen aragonesischen Dorf erblühen.
Wo sind die israelischen Flaggen? Unsere kulturellen Institutionen halten sich mit Zeichen der Solidarität bislang auffallend zurück. Es ist, als ob man Hemmungen hätte, sich die israelische Flagge ins Haus zu holen.