Für dreißig Gulden verkauft
Im Schutzraum der Kunst: Am Opernhaus Zürich gelangt die Oper „The Girl with the Pearlearring“ von Stefan Wirth zur Uraufführung. Thomas Hampson gibt dem Maler Vermeer seine baritonale Eminenz.
Im Schutzraum der Kunst: Am Opernhaus Zürich gelangt die Oper „The Girl with the Pearlearring“ von Stefan Wirth zur Uraufführung. Thomas Hampson gibt dem Maler Vermeer seine baritonale Eminenz.
Russische Truppen haben Mariupol in Schutt und Asche gelegt. Erobert haben sie die Hafenstadt aber noch immer nicht – ihre Zerstörungswut nutzt den ukrainischen Verteidigern sogar.
Die Stadt Frankfurt am Main verlangt von 2023 an von ihren Theatern so drastische Einsparungen, dass diese in ihrer künstlerischen Substanz bedroht sind. Die Kulturdezernentin gibt sich noch gelassen.
Thüringer Wunder: Wie die Wiederbelebung Gothas im Spiegel ihrer aristokratischen Architektur, Kunst und Kultur gelungen ist.
Ein Stück über Dinge, Menschen, Arbeit und Erschöpfung: Das ist „Under Bright Light“. Vor kurzem wurde das neue Werk von Forced Entertainment in Essen uraufgeführt, jetzt gastieren die Briten mit ihm im Frankfurter Mousonturm.
Die Kunst des Holocaust-Überlebenden Józef Szajna stieß in Deutschland lange auf Abwehr. Jetzt kauft die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora eine monumentale Installation des polnischen Künstlers.
In einem einstigen Flüchtlingslager in Dänemark entsteht ein Museum über die Geschichte der Flucht. Gegen die ersten Ankömmlinge war die Abneigung nach Jahren der Besatzung groß.
Aus den „russischen“ werden jetzt „ukrainische Tänzerinnen“: Die Londoner National Gallery hat ein Pastellbild von Edgar Degas umbenannt. Wegen des Kriegs. Aber nicht nur.
Es wird wenig geredet derzeit im Kulturbetrieb. Weil alle geschockt sind vom Krieg? Neue Gespräche wären nötig.
Oskar Schlemmer zermartert sich das Gehirn, Karl May charmiert ganz frank und frei, und Mao bittet zu Tisch: Bei Stargardt auktionierte Autographen zeigen ihre Verfasser aus nächster Nähe.
Die Beschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus sind weitgehend entfallen. Die Gesellschaft kann sich nun selbst entscheiden. Denen, die vernünftig bleiben wollen, sollte man geschützte Räume anbieten.
Mit der neuen Corona-Verordnung ist die Maskenpflicht vielerorts gefallen. Doch einige Museen und Theater fordern weiter eine Maske für das Publikum – warum nicht alle?
Weil auf Malta ein Stück zur Aufführung kommen sollte, das die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia in ein schlechtes Licht rückt, rufen der Leiter des Nationaltheaters und Schauspieler selbst zum Boykott auf. Es kommt zum Eklat.
Von diesem Sonntag an entfällt die Corona-Maskenpflicht in vielen Bereichen. Doch nicht überall darf man fortan auf die Maske verzichten. Wann ist das Tragen weiterhin ratsam?
Die russische Opernsängerin Anna Netrebko galt als Unterstützerin des russischen Präsidenten. Nach ihrer Kritik an dessen Angriffskrieg spürt sie nun jedoch die Konsequenzen.
Wer nicht gut hören oder sehen kann, findet ein besonderes Angebot bei den Brüder-Grimm-Festspielen in Hanau
Die ukrainische Development Foundation bemüht sich, traumatisierten Flüchtlingen psychologische Hilfe zu leisten. Die Mitarbeiter gehen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Ein Gastbeitrag.
Die Kandidatinnen beweisen in Los Angeles Feingefühl für musterhafte Ausdrucksweise. Und aus Heidi Klums Mund kommt zur Abwechslung Erfreuliches.
Immer mehr Tänzer kehren Russland den Rücken. Einer der berühmtesten unter ihnen ist Ilia Jivoy. Seine Frau hat Familie in der Ukraine. Ein Gespräch über innere Zerrissenheit und Russland unter Putin.
Sie waren Pionierinnen eines selbstbestimmten Lebens: Eine Ausstellung im Musée du Luxembourg Paris versammelt Künstlerinnen der „Années folles“.
Loop-Maschine und Quietschesäuli: Der Appenzeller Rhythmuskünstler Enrico Lenzin experimentiert gerne. Als es „richtig voll abging“, kam die Pandemie.
Mitleid, Gebete und Glockenläuten helfen jetzt niemandem: Die Deutschen müssen endlich begreifen, dass Ausgleich und Versöhnung nicht wieder auf Kosten der Ukraine gehen können. Ein Gastbeitrag.
Ein Lotse geht von Bord: Horst Claussen, prägender Referatsleiter im Amt der Bundeskulturbeauftragten, tritt in den Ruhestand. Er verkörperte einen selten gewordenen Beamtentypus.
Ein Band für alle und für keinen: Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn packen in ihrem zehnten Chansonprogramm die Weisheiten der zweiten skeptischen Generation in der Geschichte der Bundesrepublik aus.
Reisebuch
Er schrieb über Stasi-Verwicklungen und den Fußballer Helmut Rahn. Er absolvierte eine Schauspielausbildung und inszeniert seine Stücke gerne selbst. Nun wird der Alleskönner Klaus Pohl siebzig Jahre alt.
Sein oder nicht sein, das ist auch in Dessau die Frage: Regisseur Philipp Preuss gelingt mit seiner Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ ein kleiner Theatercoup.
Annie Ernaux hat die Geschichte einer Abtreibung in den Sechzigerjahren geschrieben, Audrey Diwan hat sie verfilmt: „Das Ereignis“ ist ein Musterbeispiel des Wahrheitskinos.
Böse Geister, gute Filme: Die Fantasy Filmfest Nights in Frankfurt zeigen vom 31. März an 18 Filme aus zwölf Ländern.
Mit ihrem ersten Roman ist Mithu Sanyal ein Coup gelungen. Jetzt zeigt das Staatstheater Darmstadt eine eigene Bühnenfassung. Die Autorin ist gespannt.
Viele Studierende in Ostdeutschland suchen nach dem Abschluss woanders ihr Glück. Woran das liegt – und warum manche bewusst bleiben.
Der Singapurer Staatsfonds Temasek drängt auf die Ablöse von Werner Baumann. Der Zeitpunkt überrascht – aus mehreren Gründen.
Zartes Spiel und abgenütztes Pathos: Fabian Hinrichs fragt an der Volksbühne zusammen mit René Pollesch „Geht es dir gut?“. Michael Thalheimer antwortet am Berliner Ensemble mit Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“.
Das Frankfurter Museum Giersch der Goethe-Universität hat ein ungewöhnliches fotografisches Werk wiederentdeckt und präsentiert 120 Fotografien der Schwestern Hess.
Michael York ist mehr als nur ein erstklassiger Schauspieler. Er ist ein Filmstar, der den Geist und die Gefühle seiner Zeit verkörpern konnte. An diesem Sonntag wird er achtzig. Ein Glückwunsch
Der Schauspieler Urs Rechn stellt oft Bösewichte dar. Und das sogar in einem oscarprämierten Film. Unterstützung fand er dabei auch in einer schlagenden Studentenverbindung.