Dionysos der Malerei
Der Maler-Priester und Frankfurter Städelprofessor Hermann Nitsch wollte sein Publikum mit kathartischen Riten reinigen. Am Ostermontag ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.
Der Maler-Priester und Frankfurter Städelprofessor Hermann Nitsch wollte sein Publikum mit kathartischen Riten reinigen. Am Ostermontag ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.
Nicht nur sauber, sondern rein: „Semiotiken der Drecksarbeit“ von Nuray Demir und Minh Duc Pham untersucht im Berliner HAU 3 die Rituale der Raumreinigung.
Nach alten Bekenntnissen zu Putin werden jetzt auch finanzielle Abhängigkeiten der Künstler von russischem Geld moralisch im Westen strafverfolgt. Dabei ist die Debatte scheinheilig, weil wir alle von Russland profitiert haben.
Die Zeit des unbegrenzten Wachstums ist vorbei. Allseits droht Mangel – dagegen, heißt es, helfen Verzicht und Effizienz. Aber stimmt das überhaupt? Ein Gastbeitrag.
Eine nigerianische Londonerin, eine lesbische Heterosexuelle, eine darstellende Literatin: Bernardine Evaristos Memoiren sind als ungekürzte Lesung erschienen.
Michel Bouquet war ein Star des französischen Theaters, bevor er zu einem der Großen des Kinos wurde. Keiner spielte Könige und Jedermänner besser als er. Nun ist er im Alter von 96 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Die Grundsteuer wird reformiert. Im Sommer müssen Millionen Hausbesitzer den Finanzämtern Daten wie Baujahre, Wohnflächen und Bodenrichtwerte melden. Verbände fordern für die Grundsteuer-Erklärung mehr Zeit für Eigentümer.
„Der Nationalismus findet sich für mich nicht in der mir bekannten Kunst wieder“: Ein Interview mit der Theater-Regisseurin Andrea Breth, die viele russische Werke auf die Bühne gebracht hat.
Seit acht Wochen sprechen wir mit vier Ukrainerinnen und Ukrainern über ihr Leben während des Krieges. Was haben sie in den vergangenen Tagen erlebt?
Sie war das Mädchen aus „La Boum“, ein Bond-Girl und Anna Karenina: Sophie Marceau über die Lust am Beruf, Sterbehilfe und kleine Fluchten aus dem Alltag.
Erst die Hinterbühnenkarriere, dann die Professur: Der Maler Rudolf Schönwald erzählt seine beeindruckende Geschichte als Überlebenskünstler.
Wie ist es den vier Ukrainern, die uns an ihrem Schicksal teilhaben lassen, in den vergangenen 14 Tagen ergangen? Aufgezeichnet von
Vasco Boenisch schreibt darüber, wie deutsche Theater ukrainischen Künstlern helfen.
Der Tod trifft jeden, irgendwann. Trotzdem stellt sich die Frage nach dem Umgang mit ihm jedem Menschen immer wieder neu. Das Frankfurter Autoren Theater macht aus einem Essay von Jean Améry einen Theaterabend zur Sterblichkeit.
Lisa Nielebock sucht sich genau aus, was sie inszeniert. Von der Dramatisierung von Goethes „Wahlverwandtschaften“ ist sie überzeugt.
Das Kulturzentrum Brotfabrik in Hausen ist vom Abriss bedroht. Die Stadt will es erhalten und bemüht sich um einen Erwerb. Das soziokulturelle Zentrum des Stadtteils soll nicht wegfallen, sagt die SPD.
Ein Genuss, doch auffallend ist der Mangel an einem weiblichen lyrischen Ich: Ulrich Tukur und Christian Redl lesen Lieblingsgedichte. Das verrät auch viel über die Interpreten selbst.
Eine ist tot, die anderen untröstlich und aus unterschiedlichen Gründen in einer Privatklinik. Aus Gebrechen und Sehnsüchten macht das Frankfurter Fritz Rémond Theater eine Revue, die wirklich himmlisch ist.
Künstler, Mahner, Zeitzeuge: Zum Tod des Schauspielers Michael Degen.
Vieldeutig hat er seine Figuren angelegt, unfassbar ist, wie er im Nationalsozialismus überleben konnte: Im Alter von 90 Jahren ist der Schauspieler Michael Degen gestorben. Ein Nachruf auf den Künstler, Mahner, Zeitzeugen.
Zwischen Brathendl, Bratenfett und Ketchupflasche: Christoph Marthaler zeigt mit „Der letzte Pfiff “ am Theater Basel eine urkomische Krimipersiflage, die an sechs Imbissbuden spielt.
Zwischen „La dolce vita“ und „La grande bellezza“: Nach fast fünfzig Jahren erscheint Gianfranco Calligarichs Roman „Der letzte Sommer in der Stadt“ auf Deutsch.
Tatjana Khadzhynova und ihrer Tochter Karina ist die tagelange Flucht aus dem belagerten Mariupol gelungen. Die Bunker waren überfüllt, Strom gab es nicht und das Wasser war streng rationiert.
Das Auftragswerk „Timeless“ der Chinesin Xie Xin und ein frühes Stück von Sharon Eyal zeigen jetzt in Darmstadt, wie unterschiedlich Fließen und Harmonie gedeutet werden können.
Künstlerisches Wirken als lebenslängliche Arbeit: Zum Tod des Theater-Enthusisasten Hellmuth Matiasek.
Er war ein Schauspieler, der seinen Rollen beunruhigende Wirkung verlieh: Nun ist Uwe Bohm mit erst sechzig Jahren gestorben.
Das lange vergessene Theater der Bergarbeiter in Senftenberg lebt wieder auf, besinnt sich auf seine DDR-Traditionen und spendet Trost.
„Plötzlich und unerwartet“ ist der Fernsehschauspieler Uwe Bohm gestorben. Das teilte seine Familie am Wochenende mit.
Kultur für alle ermöglichen: Dieses Ziel haben sich das Land und eine Landesvereinigung mit dem „Kulturkoffer“ gesetzt. Die 21 Projekte könnten unterschiedlicher kaum sein.
Unsere Autorin freut sich über das Ende der Maskenpflicht, weil sie findet: Wir sollten weniger Angst haben. Das Contra zur Debatte um die Maskenpflicht.
Als Samuel L. Jackson den Roman „Die letzten Tage des Ptolemy Grey“ las, war ihm klar, dass er ihn verfilmen wollte. Im Interview spricht er über Demenz, seinen Großvater und warum Hörspiele ihn zur Schauspielerei brachten.
Weniger Meinung, mehr Poesie: Eine Begegnung mit dem kanadischen Theaterkünstler Robert Lepage, dessen Werk gerade an der Berliner Schaubühne geehrt wird.
Nichts schützt besser vor einer Corona-Infektion als das Tragen einer gut sitzenden Maske. Daran hat sich nichts geändert – auch wenn Masken nicht mehr überall offiziell vorgesehen sind.
Die Städtischen Bühnen sind erst einmal Frankfurter Sache, der Masterplan Kultur braucht Zeit: Kunstministerin Angela Dorn spricht über Corona-Folgen und die Lage der Kultur.
Ost trifft West: Die chinesische Choreographin Xie Xin ist mit einem Werkauftrag zurück am Hessischen Staatsballett. Ihr Stück „Timeless“ feiert jetzt mit Sharon Eyals „Untitled Black“ Premiere.
Butscha war kein Zufall und kein Einzelfall, sondern methodische Ausführung eines Plans zur Vernichtung der Ukraine. Jetzt wissen wir, wie russische „Aktivitäten“ aussehen – und wie es um die westlichen Reaktionen darauf steht. Ein Aufschrei.