„Moskaus langer Arm ist zu kurz“
Ein freier Autor verliert seinen Job bei der russischen Redaktion der Deutschen Welle und sagt, daran müsse Wladimir Putin Schuld sein. Der Sender kontert, die Kündigung habe allein professionelle Gründe.
Ein freier Autor verliert seinen Job bei der russischen Redaktion der Deutschen Welle und sagt, daran müsse Wladimir Putin Schuld sein. Der Sender kontert, die Kündigung habe allein professionelle Gründe.
In Teheran befindet sich eine der bedeutendsten Sammlungen iranischer wie auch westlicher zeitgenössischer Kunst. Ob sie wie geplant in Berlin gezeigt werden kann, ist ungewiss. Die Hintergründe sind kurios. Hat irgendjemand etwas anderes erwartet?
Derzeit ist Facebook in China gesperrt. Angeblich arbeitet das Unternehmen jedoch an einer Software, mit der eine dritte Partei Einträge zensieren kann. Das soll Peking überzeugen, Facebook wieder zuzulassen.
Donald Trump hat bei Facebook 11,7 Millionen Fans. Doch kriegen sie alles zu lesen, was er absetzt? Oder wird einiges gestrichen? Beim Netzwerkkonzern tobt dazu ein heftiger interner Streit.
Ungeachtet der internationalen Kritik sind in der Türkei weitere Oppositionspolitiker festgenommen worden. Zudem ergingen Haftbefehle gegen Mitarbeiter der Zeitung „Cumhuriyet“ - darunter auch Chefredakteur Murat Sabuncu.
Die Verhaftung zahlreicher Journalisten ist das auffälligste Einschüchterungsinstrument zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der Türkei. Noch weitaus effektiver ist aber etwas anderes.
Durch scharfe Zensur gelangen kaum Infos ins Ausland, aber es brodelt in Italien: Aufstände, Streiks, der Einsatz der Armee im Innern. Mehr zum Thema schreibt die Frankfurter Zeitung vom 20. September 1917.
Was tun gegen den allenthalben geäußerten Hass? Wo es keine rechtliche Handhabe gibt, hilft nur noch Moralisieren. Das ist ein Strukturwandel der Öffentlichkeit, der nichts Gutes verheißt.
Die ungarische Zeitung „Nepszabadsag“ wird am Montag überraschend nicht erscheinen. Erst mit einem „neuen Konzept“ soll sie zurückkehren. Angeblich eine rein ökonomische Entscheidung – aber die Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe.
Der Stadtstaat Singapur investiert kräftig in Bildung, ködert die besten Unis der Welt und sogar Nobelpreisträger. Die Insellage hat jede Menge Vorteile - aber Vorsicht, wenn die Politik ins Spiel kommt.
Der spanische Philologe Jordi Cornellà hat sich mit der Zensur des Franco-Regimes beschäftigt und ist empört: Spanische Verlage verkaufen auch heute noch die zensierten und zusammengestrichenen Texte von damals.
Die türkische Tageszeitung „Cumhuriyet“ zählt zu den Trägern des Alternativen Nobelpreises. In Istanbul wird ihrem ehemaligen Chefredakteur der Prozess gemacht. Der Journalist Mehmet Altan bleibt in Haft.
Mit dem Buch „Gomorrha“ hat Roberto Saviano enthüllt, wie weit der Arm der Mafia reicht. Seither wird er bedroht. In Potsdam bekommt Saviano nun einen Preis - und Lob von der Kanzlerin.
Facebook hat auf die massive Zensur-Kritik reagiert und die Sperrung eines berühmten Bildes aus dem Vietnam-Krieg aufgehoben. Man erkenne die historische Bedeutung des Bildes an, heißt es in einer Stellungnahme.
Apple ersetzt das Revolver-Emoji durch eine Wasserpistole und erntet harsche Kritik. Gesellschaftliche Konflikte kann man nicht einfach wegprogrammieren.
Früher wollte man Netzzensur wegen Kinderpornographie, heute ist Hetze der Rechten ein Vorwand für intransparente Kontrolle: Politiker und ihre Helfer machen soziale Medien für alle Nutzer zum unberechenbaren Absprachenkartell.
„Sie geisteskranke Staatsanwältin!“ Laut Bundesverfassungsgericht ist das erlaubt. Solange der sachliche Bezug nicht fehlt. Der aber lässt sich schon irgendwie zurechtbiegen.
Wo endet die Meinungsfreiheit? Nur in seltenen Ausnahmen geht das Recht von einer Schmähkritik aus. Die Bezeichnung „Spanner“ für einen Polizisten muss beispielsweise noch keine Beleidigung sein.
Erst ließ Erdogan Journalisten verhaften, nun schließt er Sender, Zeitungen und Verlage. Auch Sahin Alpay ist in Haft. Sein Leben steht beispielhaft für eine freie Presse, von der nichts bleiben soll.
„Mutige Kämpfer für die Meinungsfreiheit“: Den türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül wird der Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums verliehen.
Die türkische Regierung schafft die Meinungsfreiheit ab. Nun sitzen drei Oppositionelle in Haft, die einer kurdischen Zeitung helfen. Der Vorwurf lautet: Terrorpropaganda. Doch den Terror übt der Staat aus.
Die allgemeine Ablehnung der Polizei ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, haben die Karlsruher Richter entschieden. Die Polizeigewerkschaft ist entsetzt.
Die Randale im Stadion von Marseille und der Flitzer von Paris sind im TV nicht zu sehen. Die Uefa weigert sich, diese Bilder von der EM anzubieten. Nun reagieren ARD und ZDF.
Die Hoffnung auf einen „Persischen Frühling“ schwindet: Iran setzt weiter auf Zensur und bekämpft die Freiheit im Netz. Nun sieht sie sich auch noch Angriffen von außen ausgesetzt.
Zensur macht doch die Kunst erst komplett: In Nowosibirsk treffen Künstler, Philosophen und Psychoanalytiker auf dem „Schwarzmarkt des Wissens“ zusammen.
Gleichheitsversprechen des schiitischen Islam contra real existierende Ungleichheit: Die Teheraner Buchmesse bietet Anlass zu weitreichenden Fragen nach Zensur und Lebensstil in Iran.
Diesmal geht Google in die Offensive. Denn der Internetkonzern fürchtet Zensur. Dabei kommt das Unternehmen immer weniger Löschanträgen nach.
Das Urteil gegen die Journalisten Can Dündar und Erdem ist ein Exempel für das Vorgehen gegen die Pressefreiheit in der Türkei. Wer dem türkischen Präsidenten Paroli bietet, hat keine Rechte.
In einer spitz formulierten Rede hat Martin Sonneborn im EU-Parlament den türkischen Präsidenten Erdogan kritisiert. Dem unter Druck geratenen Musikprojekt „Aghet“ gab er einen Zensurratschlag.
Die AfD stellt Forderungen, die oft weder rechts noch links sind – sie sind nur realitätsfern. Ideen kommen aus dem Bauch heraus, sind aber nicht zu Ende gedacht.
Wie ein Iraner in der Grundschule die Pressefreiheit und ihre Einschränkung entdeckte – und wie ihn diese Entdeckung auch heute noch in Deutschland verfolgt. Ein Gastbeitrag.
Was die Ausweitung von Erdogans Zensurzone auf ganz Europa bewirkt, zeigt sich in den Niederlanden: Der Außenminister warnt vor den Folgen, die kritische Äußerungen zur Türkei haben könnten.
Die Anmaßungen des türkischen Präsidenten Erdogan nehmen kein Ende. Jetzt will er in Genf ein Transparent entfernen lassen, das seine repressive Politik kritisiert. Den Schweizer Behörden ist es sichtlich unangenehm.
Weil ein Transparent vor dem Sitz der Vereinten Nation in Genf Präsident Erdogan kritisiert, verlangt die Türkei, dass das Motiv entfernt wird. Auch der türkische Parlamentspräsident überrascht mit einer Forderung.
Nicht nur die Künstler und Intellektuellen haben die Nase voll von Zensur und Gängelung. Aber sie besonders. Ein Gespräch mit dem polnischen Film- und Theatermacher Przemek Wojcieszek.
Angela Merkels Umgang mit der Türkei ist kritikwürdig. Wer von ihr fordert, sie müsse Ankara zur Meinungsfreiheit anhalten, sollte sich aber fragen, wie er es selbst mit Erdogan in der Flüchtlingskrise hält.