Stolpern, um gesehen zu werden
Verloren im Zonenrandgebiet: Jan Peter Bremer hat einen anrührend tragikomischen Roman über eine schwierige Jugend im ländlichen Künstlerexil geschrieben, der viel eigene und viel Gesellschaftsgeschichte enthält.
Verloren im Zonenrandgebiet: Jan Peter Bremer hat einen anrührend tragikomischen Roman über eine schwierige Jugend im ländlichen Künstlerexil geschrieben, der viel eigene und viel Gesellschaftsgeschichte enthält.
Der politische Werdegang des indischen Ministerpräsidenten ist eng mit der Kampagne für ein Heiligtum am Ort der zerstörten Babri-Moschee verbunden.
Neue Wunder braucht der Krieg: Patriarch Kyrill instrumentalisiert Sakralkunst für den Sieg, während Billigikonen als Massenware an die Front geschickt werden.
Das Angebot der Altmeisterauktionen bei Christie’s und Sotheby’s in New York beweist: Wahre Kennerschaft bleibt immer aktuell. Dafür steht auch Claudia Quentins phänomenale Statuettenkollektion.
Zwischen nationalen Interessen und internationalem Aufbruch: Die Bestenliste der spanischen Auktionshäuser aus dem Jahr 2023 zeigt ein vielgestaltiges Bild.
Unser Kolumnist begeistert sich für ein neues Buch des amerikanischen Weinjournalisten Jon Bonné über die französische Weinkultur.
Er porträtierte von Mary Wigman bis Ernst Barlach fast alle Größen der Weimarer Republik: Das Bernrieder Buchheim Museum der Phantasie zeigt Werke des im NS wankelmütigen und heute nahezu vergessenen Malers Leo von König
Sie hat sich als Leiche in den Wald gelegt, mimte Damen der Modeszene, junge Männer und alte Schachteln: Jetzt wird die großartige Fotografin und Verwandlungskünstlerin Cindy Sherman siebzig Jahre alt
In Antwerpen stellt die belgische Polizei zwei Kunstwerke sicher. Die wertvollen Gemälde von Pablo Picasso und Marc Chagall wurden 2010 in Israel gestohlen.
Das EU-Parlament geht gegen die Kommission vor, der Bundestag beschäftigt sich mit dem Treffen zwischen Rechtsextremen und AfD-Politikern und die deutschen Handballer starten gegen Island in die EM-Hauptrunde. Der F.A.Z.-Newsletter.
Inmitten von Krisen hatte sich der Expressionist nach Davos zurückgezogen. Über Wachstum und Erneuerung reflektieren – den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums könnte das eine Lehre sein. Aber nicht nur der US-Konzern Meta nutzt Kirchners Erbe gerade für eigene Zwecke.
Das amtliche Fotoporträt des britischen Monarchen sorgt in Großbritannien für Diskussionen. Die Regierung will das Bild öffentlichen Stellen kostenlos zugänglich machen. Kritiker sprechen von Geldverschwendung.
Die Komponistin Augusta Holmès war in Paris um 1890 ein Star. Ihre Oper „La Montagne Noire“ galt lange als verschollen. Nach 129 Jahren ist sie nun, klug inszeniert, an der Oper Dortmund zu erleben.
Für den neuen französischen Außenminister hat die Ukraine Priorität. Damit reagiert er auch auf Vorhaltungen des Bundeskanzlers.
In Westdeutschland weiß kaum jemand, wer der in der DDR viel beschäftigte Schauspieler Horst Drinda war. Das ist eine nicht nur filmhistorische Bildungslücke, die geschlossen gehört.
Zu seinem 150. Geburtstag erinnert die Kronberger Malerkolonie an Fritz Wucherer, den es einst von Kronberg nach Paris zog, ehe er in den Taunus zurückkehrte.
Er schuf gleichberechtigte sprachliche Gegenformen zu den gemalten Werken: Zum Tod des Kunstschriftstellers Dieter Hoffmann
Israel weist vor dem Internationalen Gerichtshof den Völkermord-Vorwurf Südafrikas zurück. Es habe das Recht, seine Bürger zu schützen. Denn dem Krieg vorausgegangen sei „der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust“.
So lehrreich und anregend kann die Liebeserklärung an ein Bild ausfallen: Wolfgang Kemp über ein Gemälde Rembrandts – und einen französischen Philosophen in Amsterdam.
Die vor den Nationalsozialisten nach Schweden geflohene Malerin Lotte Laserstein wird postum von ihrem Exilland mit einer großen Retrospektive geehrt.
Historische Reflexion und analytische Kombinatorik: Herfried Münkler über die mögliche zukünftige Konstellation von Großmächten
Aufgrund einer Rotationsvereinbarung ist Israel Katz jetzt israelischer Außenminister. Sein Vorgänger blieb blass, wichtige Entscheidungen traf Netanjahu.
Der Thriller „The Royal Hotel“ schickt zwei Rucksacktouristinnen in Australiens Wüste – und nimmt dort in einer abgelegenen Bar Machtstrukturen auseinander.
Warum tragen eure Götter Sandalen, warum sind sie so starr? In Mumbai bringt ein Museum sakrale Kunst aus Ost und West zusammen. Und öffnet damit den Besuchern die Augen für neue Perspektiven auf das Transzendente.
„Strike Germany“ heißt ein Aufruf, der im Internet die Runde macht: Deutschland sei zu israelfreundlich und diskriminiere die Palästinenser, deshalb sollen Künstler aus aller Welt das Land boykottieren.
Perplexity im Porträt: Was uns der glaubwürdigste Google-Herausforderer, jetzt mit finanzieller Unterstützung von Jeff Bezos, Shopify-CEO und weiteren, über den KI-Sektor lehrt
Montierte Versöhnung: Zwei Hefte der Zeitschrift „Fotogeschichte“ zeigen, wie Fotoalben Geschichte machten – als Format für den scheinbar unsortierten wahren Tatsachenroman mit Lücken.
Mit ihrem ersten Roman befreite sich die französische Schriftstellerin Annie Ernaux von den Lügen ihrer Existenz. Jetzt erscheint er auch auf Deutsch.
Der Historiker Robin Schäfer stößt auf das Gemälde eines Namenlosen: „Edelmann, 1780, wohl französisch“. Er beginnt zu recherchieren – und stößt nicht nur auf die Identität des Mannes, sondern auch auf einen Mord.
Chris Kraus hat die Fortsetzung seines Films „Vier Minuten“ gedreht: „15 Jahre“. Er lebt von der Schauspielerin Hannah Herzsprung. Von ihrer Wut und ihrer Verletzlichkeit. Ein Gespräch.
Das Schaudepot Beeskow beherbergt eine der größten Sammlungen an Kunst der DDR. Die Werke spiegeln die gesellschaftlichen Ideale der Zeit wider.
Das LWL-Museum Münster zeigt mit „Nudes“ eine andere Geschichte des Körpers in der Kunst. Dabei hätte die Ausstellung auf manche aktivistischen Posen verzichten und mehr auf die Werke selbst vertrauen können.
Zeitgenossen schwächeln ein wenig, doch Alte Meister sind glänzend aufgelegt, und am Ende können alle zufrieden sein: Ergebnisse der Winterauktionen und das Jahresergebnis von Karl & Faber in München.
Wer der Welt den Rücken kehrt, braucht starke Nerven oder einen unbeirrbaren Blick auf das eigene Wesen: Der ungarische Autor László Krasznahorkai feiert seinen siebzigsten Geburtstag mit einem grandiosen Erzählungsband.
Es sollte das Glanzstück der Altmeisterauktionen von Sotheby’s in New York werden. Nun wird Velázquez’ Porträt der spanischen Königin Isabella von Bourbon doch nicht versteigert.
Eine Ausstellung in Stuttgart illustriert ein ambivalentes Thema: das neusachliche Typenporträt der Weimarer Zeit