Und die Fenster schauen blind zurück
Sie war die große alte Dame der DDR-Fotografie. Aus banalen Alltagsbeobachtungen machte sie kleine Bildgeschichten. Nun ist Helga Paris im Alter von 85 Jahren gestorben.
Sie war die große alte Dame der DDR-Fotografie. Aus banalen Alltagsbeobachtungen machte sie kleine Bildgeschichten. Nun ist Helga Paris im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Buch mit einem Titel, der fatalistisch klingt, das aber eine emanzipatorisch und politisch kämpferische Haltung vertritt: Slata Roschals „Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten“.
Im Februar wird die deutsche Fotografin Gundula Schulze Eldowy siebzig Jahre alt. Zwei Berliner Ausstellungen zeigen aus diesem Anlass Ausschnitte ihres Lebenswerks.
Das OLG Frankfurt arbeitet seine Geschichte in der NS-Zeit weiter auf. Bei der Einweihung einer neuen Tafel erzählt der jüdische Rechtsanwalt Zvi Tirosh von seiner Angst seit dem 7. Oktober.
Der Siemens-Vorstandsvorsitzende richtet den Konzern auf die digitale Ära aus. Der rekordhohe Gewinn bestätigt Roland Busch. Doch Aktionäre sehen noch Nachholbedarf.
Der Soziologe Heinz Bude hat das Porträt seiner Generation geschrieben: der Babyboomer. Ein Gespräch über den Unterschied zu den Millennials und darüber, wie AIDS und Tschernobyl die Boomer prägten.
Boris Beckers Tochter lässt tief in ihre Seele blicken, J.K. Rowling verärgert Familien und ein Adoptivprinz sucht die Mutter seines zukünftigen Erben: die Herzblatt-Geschichten.
Hat Goethe zuletzt jede Erwartung an Markt, Leserschaft und Kritik ignoriert? Ernst Osterkamp legt faszinierende Lektüren zum Spätwerk des Dichters vor.
Früher klebte er Hakenkreuze an Synagogen. Heute trifft er AfD-Politiker und redet über „Remigration“. Ein Porträt über Martin Sellner.
Boomer West und Boomer Ost: Der Soziologe Heinz Bude sammelt Bestimmungsstücke für das Profil einer Generation, die allen Anlass hatte, der Welt bejahend gegenüberzutreten.
Furios und fein: Brigitte Fassbaender und Stefan Vladar entwickeln an der Oper Lübeck Musik und Szene in „Elektra“ von Richard Strauss ganz aus der Sprache Hugo von Hofmannsthals heraus.
Unglaublich, aber wahr: Erst jetzt zum 150. Geburtstag von Hugo von Hofmannsthal erscheint die erste Biographie. Sie legt Zeugnis ab von einem Leben voller Unruhe und Sehnsucht – und beweist in seinem Werk eine bezwingende Modernität.
Fein und furchtlos: Barbara Yelins Graphic-Novel-Porträt der Schoa-Überlebenden Emmie Arbel.
Sie war die prominenteste Fotografin der DDR, aber manche ihrer Bilder entsprachen überhaupt nicht dem Ideal des Staates: Das Leipziger Museum für bildende Künste zeigt eine vorbildlich konzipierte Retrospektive von Evelyn Richter.
Zwei Unbeugsame, die ihre Epoche maßgeblich beeinflussten: Eine fesselnde Wiener Ausstellung erinnert an die Verbindung von Arnold Schönberg und Karl Kraus.
Der Präsident des größten französischen Bauernverbandes ist Großunternehmer. Von der Wut vieler Berufskollegen wurde er überrascht. Jetzt führt er die Proteste an.
Die Pinakothek der Moderne sucht nach Abweichungen von der Regel in der Kunst – und findet in deren Darstellung die Krisen der Gegenwart gespiegelt.
Nach dem Angriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien drängen mehrere Republikaner Biden zu einem Angriff auf Iran. Teheran scheut die direkte Konfrontation – und weist alle Schuld von sich.
In der amerikanischen Literatur sind jüngst viele Entdeckungen gemacht worden. Nun wird mit John Sanfords „Die Menschen vom Himmel“ von 1943 ein erstaunliches Buch erstmals ins Deutsche übersetzt.
Oprah Winfreys Leben ist ein wahr gewordener amerikanischer Traum. An diesem Montag feiert die als „Beichtmutter der Nation“ berühmt gewordene Talkmasterin, Medienunternehmerin und Milliardärin ihren 70. Geburtstag.
Attacke am Sonntag bei laufendem Museumsbetrieb
Mit Appellen, die Demokratie vor Angriffen zu verteidigen, ist am Samstag zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert worden.
Sie blieben nur einige Jahre oder wohnten ein Leben lang hier, machten Station oder kamen als Touristen. Auch am Main folgten sie ihrer Berufung, die Welt darzustellen - im Kleinen wie im Großen: bildende Künstler in Frankfurt.
„Euer Agrarsystem ist krank. Unsere Bauern sterben bei der Arbeit“: Aktivisten haben bei laufendem Museumsbetrieb Suppe auf das weltberühmte Gemälde geworfen. Die beiden Frauen wurden festgenommen.
Als ein Teil des Kontinents von Konstantinopel bestimmt wurde: Das Metropolitan Museum New York zeigt den komplexen regen Kulturaustausch zwischen Afrika und Byzanz. Die Schau stellt eine weitere Revision des Kunstkanons dar.
Der Fall Eduard Scharlot zeigt, wie empfindlich die Machthaber in Moskau auf Kritiker reagieren. Dem Sänger drohen nun nach Äußerungen über Putin sechs Jahre Haft.
Als Kleinkind entkam Eva Umlauf dem Holocaust. Das Trauma des Terrors sollte ihr Leben und das ihrer Kinder nicht bestimmen, sagte sie sich. Porträt einer unbeugsamen Frau.
Nicht nur für Bücherfreunde: Zu den Highlights der Antiquariatsmesse Stuttgart und der Antiquaria in Ludwigsburg zählen an diesem Wochenende Comics, Raritäten der Goldenen Zwanziger, aus der frühen Neuzeit und von Franz Kafka.
Autoritärer Lehrer, verzweifelter Schüler, überragende schauspielerische Leistungen: Mehr braucht Alexander Payne nicht, um mit „The Holdovers“ einen der wohl besten Filme des eben begonnenen Jahres zu erschaffen.
Beim NDR wusste niemand, dass der Journalist Hubert Seipel Geld aus Russland bekam. In seine für den NDR gedrehten Filme sei kein Kreml-Geld geflossen. So lautet das Ergebnis einer internen Prüfung.
Knapp hundert Jahre galt Gustav Klimts „Bildnis Fräulein Lieser“ als verschollen. Nun ist das Spätwerk in österreichischem Privatbesitz wieder aufgetaucht. Bei seiner Auktion soll es bis zu 50 Millionen Euro einbringen.
Honoré Daumier sah sich als politischen Künstler und schuf Ikonen der Karikatur. 4200 seiner Graphiken und 36 Skulpturen bereichern nun als Schenkung das Städel, das eine Auswahl der besten Werke zeigt.
In keinem Medium war der Impressionismus mehr bei sich: Die Royal Academy of Arts in London zeigt die fast durchgängig überraschenden Papierarbeiten der Impressionisten
Peter Carlsson hat unter Elon Musk für den E-Autohersteller Tesla gearbeitet. Nun baut er in Schleswig-Holstein eine große Batteriefabrik und erntet dabei kaum Protest. Das hat auch mit Rotkohl zu tun.
Kurz vor Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine bot der Journalist Hubert Seipel der ARD ein Interview mit dem russischen Präsidenten an. Bei der ARD war man alarmiert. Dass sich Seipel von Moskau kaufen ließ, war da noch nicht bekannt.
Verloren im Zonenrandgebiet: Jan Peter Bremer hat einen anrührend tragikomischen Roman über eine schwierige Jugend im ländlichen Künstlerexil geschrieben, der viel eigene und viel Gesellschaftsgeschichte enthält.