Tänze zur Musik der Zeit
Für diese Company hat die Zukunft schon begonnen: Unter seinem Künstlerischen Leiter Lloyd Riggins setzt das Hamburg Ballett mit „Fast Forward“ seinen Weg zu einem neuen Selbstverständnis fort.
Lloyd Riggins bleibt vorerst Direktor des Hamburg Ballett. Er ist nicht nur die erste, sondern eine schlechthin konkurrenzlose Wahl. Warum also bietet man ihm nur ein Interim an?
Für diese Company hat die Zukunft schon begonnen: Unter seinem Künstlerischen Leiter Lloyd Riggins setzt das Hamburg Ballett mit „Fast Forward“ seinen Weg zu einem neuen Selbstverständnis fort.
Eine elfjährige Balletttänzerin aus der Schweiz tanzt ihren Traum. Die erste Unterrichtsstunde veränderte Lavinias Leben. Sie möchte Ballerina werden.
Ein grandioser Neuanfang: Das Hamburg Ballett fasziniert mit „La Sylphide“ von August Bournonville und der Uraufführung „Äther“ von Aleix Martinez.
Lloyd Riggins wurde 1969 in New York geboren und ist seit 1995 in Hamburg. Im Interview spricht der Leiter des Hamburger Balletts über Kunst als Arbeit, das Erbe der Tanzgeschichte, Romantik – und den Dämon des Solisten.
Charmant, aber nie seicht, komplex, doch nie ermüdend: Alexei Ratmansky macht in Kopenhagen Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge” zum Ballett.
Nixe im Rollstuhl: John Neumeier eröffnet mit seinem Ballett „Die kleine Meerjungfrau“ die Hamburger Ballett-Tage und rettet noch einmal sein Ensemble.
Der Kultursenator hat schon wieder Post bekommen: Die Krise um Demis Volpi beim Hamburg Ballett weitet sich aus. Jetzt haben sich Tänzer aus Düsseldorf zu Wort gemeldet.
Intrigen und verletzte Eitelkeit: Beim Stuttgarter Ballett hat die jahrelange Auseinandersetzung um Mikhail Agrest jetzt ein unrühmliches Ende gefunden. Jetzt muss der Direktor gehen - auf eine sinnlose Art und Weise.
Geistiges Eigentum? Spielt keine Rolle! Das Bolschoi-Ballett übt sich im Propaganda-Einsatz für Putin. Dazu gehören auch der Raub von Lizenzen und Repressionen gegen seinen früheren Direktor Alexei Ratmansky.
Im „Sommernachtstraum“ des Choreographen Edvard Clug stimmen viele Details, doch das Ganze hinterlässt Fragen. Es brilliert die non-binäre Leroy Mokgatle.
Wladimir Schkljarow ist tot. Der gefeierte russische Soloballetttänzer hatte sich gegen den Krieg in der Ukraine geäußert, war aber später auf der besetzten Krim aufgetreten.
Alexei Ratmansky beherrscht die Bühnenkunst des Erhabenen. In Amsterdam kann man jetzt erstmals in Europa seine Choreographie zu Strawinskys „Le Baiser de la Fée“ bewundern.
Das Ballett der Semperoper in Dresden zeigt „Classics“: Drei Choreographien von George Balanchine, Justin Peck und Twyla Tharp voll Intelligenz, Ironie und Lust am Risiko.
Die sanften Wellen der trivialen Unterhaltung: Das Staatsballett Berlin enttäuscht mit der Doppelpremiere „Overture“.
Vor vier Jahren kamen Hunderte Fälle von Mobbing, Body-Shaming und Manipulation ans Licht. Die Schulleiter wurden gekündigt. Doch einen neuen Direktor gibt es bis heute nicht – und nun ist die traditionelle Gala abgesagt.
Hier wirft jemand neues Licht auf die Fragen der Kanonbildung: Alexei Ratmanskys unfassbar schöne „Coppélia“ an der Mailänder Scala ist schon jetzt historisch.
Kilyan Cassan über seinen anstrengenden Spagat zwischen Schule und Tanztraining. Manchmal ist der Druck überwältigend.
Große Begeisterung von allen Seiten: Die Italienerin Alessandra Ferri wird 2025 die neue Ballettdirektorin von Wiener Staatsoper und Volksoper.
Um ein Haar wäre Schlemmers Triadisches Ballett kein zweites Mal aufgeführt und vergessen worden: Das Deutsche Tanzarchiv erhält ein einzigartiges Bauhaus-Dokument
Seit Jahrhunderten sucht die Mode die Nähe zum Ballett. Die jüngste Welle erreicht die Kleiderschränke über die sozialen Medien – und zeigt, dass nicht nur Tänzerinnen Tüll tragen können.
Unter der vielen Action geht in der Tanzproduktion unter, wer eigentlich das Monster ist: Frankenstein als abstoßende Erscheinung oder sein Schöpfer Victor.
Auf die Idee, die Ballette der Bournonville-Schule seien nur etwas für kindliche Gemüter, käme Frank Andersen nie. Sein Leben widmet er der Vermittlung ihrer Schönheit: Heute wird der dänische Tänzer und Direktor siebzig.
Klassisches Ballett gibt es in ganz Rhein-Main fast nicht mehr zu sehen, erst recht nicht mit Live-Musik. Die Alte Oper dreht den Spieß um und zeigt einen Tanzfilmklassiker mit Live-Orchester. Das Interesse ist groß.
Christian Spuck lässt Tänzer vom Bedeutungslosen zum Uninteressanten huschen, Louis Stiens zeigt seine Begabung und Hans van Manen seine Meisterschaft: Drei sehr unterschiedliche Choreographien in Zürich.
Premiere ist im Opernhaus Zürich am 14.Januar 2023.
Schadet jetzt schon fiktiver Zucker Kinderzähnen? Wie Stuttgarts neuer „Nussknacker“ von Edward Clug die aktuellen Probleme der Ballettwelt leider allzu gut illustriert.
Ballett
Nichts ist so unheimlich wie der Zweifel, ob wir es mit einer Maschine oder einem Menschen zu tun haben: Das zeigt sich besonders gut in Ballettaufführungen nach E. T. A. Hoffmann.
Das Erbe der Vergangenheit verspielt, die Gestaltung der Zukunft vertändelt: Die gegenwärtige Lage des Tanzes ist desolat.
Noch David Bowie ließ sich von ihm inspirieren: Stuttgarts Staatsgalerie feiert den 100. Geburtstag von Oskar Schlemmers Triadischem Ballett.
Immer mehr Tänzer kehren Russland den Rücken. Einer der berühmtesten unter ihnen ist Ilia Jivoy. Seine Frau hat Familie in der Ukraine. Ein Gespräch über innere Zerrissenheit und Russland unter Putin.
Bastien ist zehn Jahre alt und begeisterter Ballettschüler der Pariser Oper. Dennoch sagt er, es ist hart, als Junge Ballett zu tanzen.
Klassisches Ballett modern interpretiert und nah am Schauspiel: Die Delattre Dance Company in Mainz übersetzt Charaktere in Bewegungen.
Der Direktor des Bayerischen Staatsballetts Igor Zelensky wurde zu seiner Nebentätigkeit für Russlands Nationalen Kulturerbefonds befragt. Über die Antworten wird geschwiegen. Doch die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Aufklärung.
Gleich zu Beginn etabliert Tim Plegges neues Ballett „Memento“ Motive, die sich durch das ganze Stück ziehen. Von Abschied und Erinnerung, Vergänglichkeit und Neuanfang handelt das Stück, das nun am Staatstheater Darmstadt uraufgeführt wurde.
Absurdes Tanztheater in Düsseldorf: Die Premiere des neuen Ballettdirektors Demis Volpi ist nicht nur kurz. Sie ist ein theatralischer Witz.