Flüchtlinge, Cyber-Mobbingopfer und Pauline
In der Sommerpause von Maybrit Illner versucht sich das ZDF an einem neuen Format. Der „Donnerstalk“ erwies sich dabei als entwicklungsfähig. Nur hätte sich Frau Hayali entscheiden sollen, was sie will.
In der Sommerpause von Maybrit Illner versucht sich das ZDF an einem neuen Format. Der „Donnerstalk“ erwies sich dabei als entwicklungsfähig. Nur hätte sich Frau Hayali entscheiden sollen, was sie will.
Im Bundestag wird die Regierung für ihr Verhalten in der Griechenland-Krise ordentlich Federn lassen müssen. Die Illner-Sendung stimmte die Zuschauer schon einmal darauf ein.
Tsipras hat mal wieder alles durcheinander gebracht. Dabei hatte sich die Diskussion um Griechenland doch sowieso schon von den Gesetzen der Logik gelöst.
Griechenland sagt „Nein“. Und was macht das deutsche Fernsehen? Es bespricht in aller Ruhe eine dunkle historische Stunde. Deren Folgen können für ganz Europa gewaltig sein.
Die Folgen eines Neins beim Referendum sind für die Diskutanten bei Maybrit Illner eindeutig: Griechenland muss die Eurozone verlassen. Nur eine Person widerspricht: die Beraterin von Alexis Tsipras.
Noch zäher als die Verhandlungsführer in Brüssel ist nur Maybrit Illner. Das Thema Griechenland wird durchgekaut, immer und immer wieder. Oft bleibt nur Verwirrung – dieser Leitfaden hilft durch jede Griechenland-Talkshow.
Die Griechenland-Krise könnte nach fünf Jahren mit dem Austritt aus der Währungsunion zu Ende gehen. Immerhin hat jeder einen guten Grund, warum das jetzt so sein soll, wie die gestrige Illner-Sendung zeigte.
In der Illner-Talkrunde wurde der Eindruck erweckt, in Frankfurt, Berlin oder Hamburg wäre Wohnen unbezahlbar. Das ist maßlos übertrieben. Leerstand ist in Deutschland ein viel größeres Problem.
Maybrit Illner sprach mit ihren Gästen mal wieder über Wutbürger, wobei Politiker nicht antworteten und sich eine ehemalige Pegida-Frau höchst auffällig verhielt.
Die EU will mehr Geld ausgeben, um Flüchtlinge zu retten. Bei Maybrit Illner ging es um die Frage, was im Anschluss an die Nothilfe geschehen soll. Eine Antwort gab es nicht. Allein der Verdacht auf eine moderne Völkerwanderung reicht bekanntlich für Alarmstimmung.
„Wer spaltet Europa?“, fragt Maybrit Illner in ihrer Sendung. Recht schnell wird klar: Das schaffen die Europäer schon ganz allein.
Fassungslosigkeit ist das Wort der Stunde angesichts des Absturzes in den französischen Alpen. Journalisten können die nur zum Ausdruck bringen. Ihnen geht es damit nicht anders als allen anderen.
Bereits 650 Menschen sind aus Deutschland zum Kampf der Islamisten nach Syrien und in den Irak gezogen, offenbart Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei Maybrit Illner. Reicht islamischer Religionsunterricht als Mittel gegen den „Feind im eigenen Land“?
Um dem Westen Provokationen gegen Russland vorzuwerfen, muss die Wirklichkeit schon ziemlich verdreht werden. Aber immerhin darf man in Deutschland über Waffenlieferungen an die Ukraine diskutieren. Ein großer Fortschritt.
Bevor heute Nachmittag in Brüssel Geschichte geschrieben wird, beschäftigte sich Frau Illner mit der Zukunft Griechenlands in der Eurozone. Sogar Brüsseler Technokraten könnten daraus etwas lernen.
Wer einen Krieg in der Ukraine verhindern will, muss wissen, wo die Grenzen der eigenen Handlungsmöglichkeiten sind. Maybrit Illner versuchte daher zu klären, was Merkel und Hollande in Moskau verhandelt können. Das ist durchaus gelungen.
Politik ist der Kampf um die Deutungshoheit. So auch gestern bei Maybritt Illner. Vielleicht solle man es mal mit mehr Wissenschaft versuchen – und den griechischen Finanzminister einladen.
In der Islam-Debatte wird zumeist diskutiert wie im theologischen Seminar. Bei Maybrit Illner konnte man erleben, wie es auch anders geht. Selbst Politiker wie Jürgen Trittin überraschten positiv.
Was passiert in Dresden unter dem Stichwort „Pegida“? Ist es der Tiefpunkt unseres politischen Systems? Klar ist, es betrifft unser Verständnis von Politik. Das wurde in der Sendung von Maybrit Illner deutlich.
Sollte Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt werden, wird man über Koalitionen mit der Linken nicht mehr im Modus historischer Aufarbeitung diskutieren. Das wird höchste Zeit, zeigte die Sendung von Maybrit Illner.
Maybrit Illner drückt auf die Tube. Bei unbekannten Themen lässt einen das meist atemlos zurück. Einen Dauerbrenner wie die Debatte über den Zustand der Rente moderiert sie dagegen routiniert auf den Punkt.
Die Debatte über die Flüchtlingspolitik hat immer ein Problem: Sie ignoriert die Fakten. Das ermöglicht, sich vor der Verantwortung zu drücken. Gestern Abend war das wieder zu erleben.
Die müde Debatte bei Frau Illner über den „Unrechtsstaat“ DDR kann man auch positiv sehen. Als Hinweis auf eine geglückte Wiedervereinigung.
Wenn ein Polizist den Rechtsstaat vor kritischen Zeitgenossen verteidigen muss, reibt sich der Zuschauer die Augen. In der Debatte bei Maybrit Illner über die Kölner Hooligan-Demonstration ist genau das passiert.
Von der Linkspartei kann die AfD noch viel lernen. Zum Beispiel, wie ein Fisch zu einer klebrigen Angelegenheit werden kann. Oder wie man Ministerpräsident wird.
Die Politik hat sich des Themas organisierte Suizidbeihilfe angenommen. Maybritt Illner zieht in ihrer Sendung nach, interessiert sich aber vor allem für den Tod auf Rezept. Warum eigentlich?
An Jeremy Rifkins Buch „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ kommt auch die Bundesregierung nicht vorbei. Bei Maybrit Illner zeigt Kanzleramtschef Altmaier im Gespräch mit dem Autor, wie drängend das Thema und wie ideenlos die Politik ist.
Bei Maybrit Illner war Christian Wulff zu Gast. Der ehemalige Bundespräsident erklärte, warum er gestürzt wurde. Und von wem. Demnach gibt es eine große Verschwörung in diesem Land. Nur gut, dass wir im ZDF endlich davon erfahren.
Gibt es kein drängenderes Thema für Maybrit Illner als die WM? Ein quotenträchtigeres zumindest nicht: Felix Magath kokettiert, Nia Künzer schwärmt, und Hajo Schumacher entwickelt eine „situative Ethik“.
Maybrit Illner fragt nach Gewinnern und Verlierern des Rentenpakets. Die Erinnerungslücken sind frappierend.
Die Gäste bei Illner halten eine weitere Eskalation in der Ukraine für möglich. Doch die Sendung zeigt: Es gibt durchaus Möglichkeiten zu einer Lösung des Konflikts. Vor allem der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat gute Ideen.
Bei Illner und Beckmann waren sich die Experten einig: Der Richter ließ Milde walten. Doch Hoeneß hat die Kontrolle über seine Biographie verloren.
Zwei Talkrunden, ein Thema: Droht uns ein neuer Kalter Krieg? Gestern Abend hatten sich gleich Maybrit Illner und Reinhold Beckmann diese Frage für ihre Sendung vorgenommen. Geredet wurde dann über anderes.
Maybrit Illner beschäftigte sich in ihrer Sendung mit der Rolle der Europäer im NSA-Skandal. Sie sollten sich aber erst einmal mit dem Begriff der Partnerschaft beschäftigen.
„Armut auf Wanderschaft. Wie viel Freizügigkeit können wir uns leisten?“, so lautete das Thema bei Maybrit Illner. In der Diskussion wurde deutlich: Es kommt auf die Perspektive an.
Thomas Hitzlspergers Coming-out bewegt die Nation. Für eine Talkrunde taugt das Thema aber nicht. Auch bei Maybrit Illner waren alle einer Meinung. Welch eine Überraschung!