Vom Burkaverbot und der Loyalität von Deutsch-Türken
Wer soll überhaupt in Deutschland integriert werden? Dass diese Frage auch ein Jahr nach „Wir schaffen das“ noch unbeantwortet ist, wurde bei Maybrit Illner offensichtlich.
Wer soll überhaupt in Deutschland integriert werden? Dass diese Frage auch ein Jahr nach „Wir schaffen das“ noch unbeantwortet ist, wurde bei Maybrit Illner offensichtlich.
In der Türkei nehmen jeden Tag die Repressionen zu. Wohin führen die Entwicklungen? Darüber wurde bei Maybrit Illner heftig gestritten. Fast wäre es sogar zum Abbruch der Diskussion gekommen.
Während Maybrit Illner über die Zukunft der EU diskutiert hat, geschah in Nizza ein Massaker. So wurde unversehens deutlich, wo Europa unverzichtbar ist.
Es kann nicht erstaunen, wenn in der Sendung von Maybrit Illner vor allem die bekannten Argumente aus der vorhergehenden Kampagne wiederholt wurden. In Wirklichkeit aber geht es um Identität.
Schrecken verbreitet sich, wenn er geschürt wird. In der Maybrit-Illner-Sendung am Vorabend der Fußball-EM geht es um namenlose Angst und große Ungewissheit. Droht der Terror, die Freude an den Spielen zu verderben?
Gefährdet die Verärgerung Erdogans nach der Armenien-Resolution die Ratifikation des Flüchtlingsabkommens? Die Gäste bei Maybrit Illner versuchen eine Einordnung unter dem Eindruck der tagesaktuellen Ereignisse.
Mittlerweile fordern selbst linke Politiker mehr Polizei, um gegen die steigenden Einbruchszahlen vorzugehen. Die gestrige Illner-Sendung zeigte, dass man sich vielleicht stärker auf die gesellschaftlichen Ursachen konzentrieren sollte.
Müssen wir für eine akzeptable Rente bis 80 arbeiten? Die Diskussion bei Maybrit Illner drehte sich um Altersarmut und die fixe Idee des Eckrentners. Nur der Versicherungsbeamte Franz Kafka fehlte in der Runde.
Große Koalitionen stärken die politischen Ränder. Das muss der Demokratie nicht schaden, so lange die richtigen Fragen gestellt und beantwortet werden. Aber macht das denn die in Umfragen erfolgreiche AfD? Daran gibt es Zweifel.
Fundamentalkritiker an den Rentenreformen des vergangenen Jahrzehnts gewinnen die Oberhand. Das Publikum lässt sich von den Tiraden gegen Riester hinreißen.
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland behauptet, der Islam sei nicht integrierbar. In der Debatte bei Maybrit Illner stößt er mit der Behauptung auf Widerspruch.
In Deutschland reagiert man vollkommen konfus auf den Fall Böhmermann. Die Sendung von Maybrit Illner zeigte, wie der türkische Präsident diese Unsicherheit zu seinen Gunsten nutzt.
Bei Maybrit Illner wird deutlich, wie sich die innenpolitische Debatte über Flüchtlinge verändert hat. Es dominiert eine neue Sachlichkeit. Das gilt sogar, wenn es um Terroristen geht.
Das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ist bei Maybrit Illner umstritten. Von „Erpressung“ und einem „schäbigen Deal“ ist die Rede. Verteidigungsministerin von der Leyen widerspricht.
Vor dem „Super-Sonntag“ mit Wahlen in drei Bundesländern bekommt Maybrit Illner eine Sondersendung mit verlängerter Sendezeit – und schafft es, über das wichtigste Thema nicht zu reden.
Bei Maybrit Illner wird das Problem von CDU und SPD im polarisierten Landtagswahlkampf deutlich. Sie haben in der Flüchtlingskrise die Deutungshoheit über das wahlentscheidende Thema verloren.
„Wer steht noch zu Merkel?“ fragte Maybrit Illner. Die Grünen, die Linke und die SPD, oder? Der Auftritt des Vizekanzlers Gabriel im ZDF weckt Zweifel. Edmund Stoiber ist für die CSU eindeutig: So geht es mit der Kanzlerin nicht weiter.
„Scheitert Merkel an Europa?“ lautete das Thema bei Maybrit Illner. Doch sollte die Frage nicht besser lauten: Scheitert Europa an Merkel? Dass Angela Merkel die Kontrolle verloren hat, sagte jetzt wenigstens auch mal einer im ZDF.
Ist Russland der einzige Akteur im syrischen Bürgerkrieg, der noch erfolgreich eigene Ziele verfolgt? Findet Amerika zu einer neuen Rolle? Und wieso zitiert die Verteidigungsministerin Gedichte falsch?
Wie viel Zeit bleibt Angela Merkel, die Zahl der Flüchtlinge zu verringern? Lassen sie sich durch nationale Grenzkontrollen von ihren Zielen abbringen? Wie könnte eine europäische Lösung aussehen? Jede Frage, jede Antwort erzeugt ihre eigene Realität.
Das neue Jahr hat mit Angst und Schrecken begonnen. Das Leben der Deutschen ist gefährlicher geworden. Gibt es eine Zeitenwende? Muss die deutsche Öffentlichkeit lernen, mit neuen Gefahren zu leben?
Maybrit Illner wollte mit ihren Gästen am späten Abend über „die gespaltene Republik“ reden. Ihre Gäste argumentieren aber weitgehend pragmatisch und folgen damit dem Masterplan der Kanzlerin, auch wenn es den gar nicht schriftlich gibt.
Beim Bundesparteitag der CDU dürfte es viel Wortakrobatik zur Flüchtlingspolitik geben. Allerdings könnte man auch über Inhalte reden, wie bei Maybrit Illner deutlich wurde.
In der Flüchtlingskrise kämpfen die Deutschen mit den Umständen und mit sich selbst. Dabei strapazieren sie die Geduld der anderen Europäer.
„Angst, Panik, Krieg“ war der Titel der Sendung. Von Angst oder Panik war bei Russlands Botschafter in Berlin jedoch nichts zu spüren. Mit Krieg kennt sich Russland wie jede Großmacht dagegen aus. Im Gegensatz zum heutigen Deutschland.
Die Debatte bei Maybrit Illner liefert Hintergründe über die Ziele der Terroristen. Sie kennen den Westen besser als der sich selbst – und wissen, wie leicht die westlichen Gesellschaften polarisierbar sind.
ARD und ZDF schicken ihre Talkrunden mit Sonderausgaben zum Terror auf Sendung. Frank Plasberg zeigt sich verunsichert: „Wenn wir nicht wissen, wer hier ist, können Sie mir auch nicht sagen, wir brauchten keine Angst zu haben.“
Von einer „Lawine“ spricht der Bundesfinanzminister mit Blick auf Flüchtlinge. Bei Maybrit Illner versuchte man gestern, die Wirkung dieses Bildes zu begrenzen. Dabei orientiert sich selbst die Kanzlerin offenbar gern an Bildern.
Maybrit Illner hat gestern die Fluchtursachen zum Thema gemacht. Dabei wurde klar: Während der Nahe Osten zerfällt, schaut Europa tatenlos zu – weil es nicht anders kann.
Über Sachfragen wird in der Flüchtlingskrise nicht mehr diskutiert. Wie die gestrige Illner-Sendung zeigte, wird sie vielmehr zur Jagd auf den politischen Gegner genutzt.
Die Asyldebatte bei Maybrit Illner zeigt gelangweilte Flüchtlinge und überforderte Kommunalpolitiker. Angesichts der schwierigen Lage steht eine neue Frage im Raum: Ist Angela Merkel zu Weihnachten noch die Bundeskanzlerin?
Die Flüchtlingslobby hat es leicht: Niemand macht sie für die Folgen ihrer Forderungen verantwortlich. Die Politik hat diesen Luxus nicht, wie die Debatte bei Maybrit Illner zeigt.
Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen war in der Sendung „Maybrit Illner“ zwar nicht zu Gast. Nach dem Auftritt seiner Parteivorsitzenden Katja Kipping sollte er aber dringend einige Fragen beantworten.
Vertreter Ungarns haben in deutschen Talkshows zurzeit einen schweren Stand. Sie werden von allen anderen angegriffen. Bei der ARD macht dabei jetzt sogar die Moderatorin mit.
Europa erlebt eine historische Flüchtlingskrise. Und was macht das ZDF? Einen Unterhaltungsabend. Doch selbst hier wird die Haltung der deutschen Politik gnadenlos entlarvt. Die Devise: Kopf in den Sand stecken.
Die Deutschen sind nicht ehrlich - nicht zu sich selbst und nicht zu den Flüchtlingen. Denn wer Versprechen macht, sollte sie auch einlösen wollen.