Todesliebe als Politik
Antisemitismus ist einfach irre nützlich. Er entspringt einer fundamentalen Verzagtheit an der Moderne und reduziert die Komplexität der Probleme auf eine Ursache.Neid und Hass gehen dabei Hand in Hand.
Antisemitismus ist einfach irre nützlich. Er entspringt einer fundamentalen Verzagtheit an der Moderne und reduziert die Komplexität der Probleme auf eine Ursache.Neid und Hass gehen dabei Hand in Hand.
Bernard-Henri Lévy hat sich um Bosnien und seine Hauptstadt verdient gemacht, als sie von Europa verlassen waren. Zum Jahrestag des Attentats kehrte er zurück – mit einem Theaterstück.
In tiefer Trauer um Frank Schirrmacher: Kollegiale Betrachtungen unter Schock am Tag danach.
Thomas Piketty ist der Ökonom der Stunde. Ausgehend von seinen Forschungen zur Ungleichheit, entwirft der Franzose pragmatische und kluge Lösungen für eine faire Verteilung der Lasten. Besuch in einer Denkerklause
Das berühmteste Interview, das je im „Spiegel“ geführt wurde, liegt jetzt in Buchform vor: das Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Martin Heidegger. Es wurde zur Lehrstunde für den Journalisten.
Der französische Präsident, sein Bodyguard und landestypisches Backwerk: Diese drei Zutaten halten eine ganze Nation in Atem. Noch nie waren Surrealismus und Sicherheit einander so nah.
Vor 67 Jahren identifizierte Jean-Paul Sartre die Literatur mit zwei zentralen Begriffen: mit dem "Engagement" und dem "Pakt der Großzügigkeit." Ist diese Beschreibung im elektronischen Zeitalter noch plausibel?
Blutcocktail für ein paar Atriden aus der Boutique der Antike: Für ihr Intendanten- und Regiedebüt am Hamburger Schauspielhaus mixt Karin Beier bei den „Rasenden“ Aischylos, Euripides, Hofmannsthal und Sartre.
Was bleibt von Albert Camus, der am 7. November hundert Jahre alt geworden wäre, am Ende des Jubiläumsjahres? Sein Biograph Martin Meyer sagt: Von ihm sei zu lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was könnte das sein?
Die Pädophilen haben sich seit den siebziger Jahren gut organisiert. In ganz Europa gab es Verbände. Jetzt wurde das Geflecht genau untersucht – manche Spuren reichen bis in die Gegenwart.
Paris, die Hauptstadt des Heidegger-Kults, reagiert heftig auf neu aufgetauchte antisemitische Passagen des Philosophen. Mancher will ihre Publikation verhindern.
Ich blätterte gerade einige FBI-Akten über französische Philosophen durch, als mir ein weiterer Kandidat für die Besetzung des überfüllten Grassy Knoll in
Ausländische intellektuelle Einflüsse auf die Bundesrepublik zwischen den fünfziger und den achtziger Jahren untersuchte unlängst eine Kölner Tagung,
Wie geht man mit einer Niederlage um? Gar nicht so einfach zu beantworten, diese Frage, schließlich kommt es sehr auf die Umstände an, auf den Namen des
Am 7. November wäre Albert Camus hundert Jahre alt geworden. Seine Verklärung ist in vollem Gange. Ein Gespräch mit dem Sartre-Kenner Vincent von Wroblewsky über den vielsagenden Streit der beiden französischen Ikonen.
„Bewegte Zeiten“, „Erlebte Zeiten“: Zwei Auswahlbände versammeln die wichtigsten Erzählungen und Essays der Literatur-Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer. Sie sind eine Entdeckungsreise auf eigene Faust wert - und sie sind unentbehrlich, weil es keine Alternative gibt. Dabei ist die Edition eine Katastrophe.
Wider die Dummheit und die falsche Autorität: Hans Magnus Enzensbergers unzeitgemäße Betrachtungen sind intelligent, vielfältig und unterhaltsam. Sie gehören auf jeden Nachttisch.
Daniel Cohn-Bendit war nicht der einzige Grüne, der Sex mit Kindern phantastisch fand. Die Forderung nach einer Entkriminalisierung von Pädophilie fand 1980 sogar Eingang in das Grundsatzprogramm der neuen Partei. Pädophilen-Aktivisten setzten aber nicht nur auf die Grünen, sondern auch auf die FDP. Mit Erfolg.
Der Begriff klingt merkwürdig abgegriffen: engagierte Literatur. Durch allzu viele verschiedene Hände ist er gegangen, mit Bedeutungen belegt und mit ...
Ein Blick voraus ins Jahr 2010. Die Staaten der westlichen Welt werden von multinationalen Konzernen geführt, den Rest teilen sich China und die Sowjetunion.
Miniaturprosa zwischen Bedrohung und kalkulierter Gleichgültigkeit: Das neue Werk des französischen Autors.
Sie lieben nicht nur einander, sondern auch noch andere Partner. Sie reden offen miteinander über ihre Gefühle und besiegen ihre Eifersucht. Wie kann das im Alltag gelingen? Zu Besuch bei zwei Paaren, die seit vielen Jahren polyamor leben.
Von falschen Autoren, apokryphen Zitaten, exzellenten Titeln und anderen Maskenspielen: Eine kleine Buchgeschichte, die von Paris in die Normandie führt.
Was haben sich Politik und Literatur heute zu sagen? Daniel Kehlmann, der redliche Dichter, beantwortete im W-Forum des Bundestags Fragen.
ban. BERLIN, 16. Januar. In großem Einvernehmen über die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft auch über die bilateralen Beziehungen hinaus hat der ...
Vom Staat und dessen Privilegien will er nichts wissen: Der Pariser Comiczeichner Jacques Tardi verweigert die Aufnahme in die Ehrenlegion.
Fast 105 Jahre alt ist der Star-Architekt Oscar Niemeyer geworden. Bis kurz vor seinem Tod am 5. Dezember hat er gearbeitet. Seine Bauwerke aber wirkten stets so neu, als habe er gerade erst mit allem begonnen.
An der Stuttgarter Oper arbeitet mit Beginn dieser Spielzeit ein neues „Team“, wie man so sagt: der Regisseur Jossi Wieler als Intendant, sein treuer Gefährte
Ein Sammelband zeichnet nach, wie sich der Begriff der Boulevardisierung von den Pariser Prachtstraßen des Präfekten Haussmann herleitet.
Durch sein Fallrückziehertor hat Zlatan Ibrahimovic den Fokus auf seine Körperbeherrschung gelegt. Diese durch Kampfkunst erlernte Kunstfertigkeit nutzt er gelegentlich aber auch zum Schaden anderer. Damit steht er unter Torjägern nicht allein.
Adonis mahnt zum geistigen Aufbruch, Péter Nádas zog mit der Kamera los und M. Agejew berichtet vom Ende der Sittlichkeit. Dies und mehr in den F.A.Z.-Romanen der Woche.
Was ist Inversion? Wenn ein Nobelpreisträger die Juden zur Gefahr erklärt. Wenn die deutsche Justiz den Juden Körperverletzung vorwirft. Anmerkungen zum sprachlichen Sadismus aus Anlass der Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille durch die Jüdische Gemeinde Düsseldorf.
In der Mediendemokratie müssen auch Denker eine gute Figur machen. Welcher der großen Welterklärer sieht am besten aus? Wählen Sie den schönsten Schöngeist!
Er war der Philosoph, der das Skalpell zum Federhalter machte: Ein bislang unveröffentlichtes Gespräch mit Michel Foucault.