Wer gibt uns heute noch zu denken?
Die Frage, ob „wir“ Intellektuelle noch brauchen, sollte man nicht leichtfertig abtun. Letztlich ist sie eine Frage nach der Zukunft der Demokratie.
An der Costa Quebrada in Kantabrien, der „zerbrochenen Küste“, findet ein Titanenkampf zwischen Land und Ozean statt – zwar in Zeitlupe, aber dennoch so spektakulär wie kaum irgendwo sonst auf Erden.Von Wolf Alexander Hanisch
Die Frage, ob „wir“ Intellektuelle noch brauchen, sollte man nicht leichtfertig abtun. Letztlich ist sie eine Frage nach der Zukunft der Demokratie.
Lügen über Israel haben dem heutigen Judenmord den Boden bereitet. Die Dämonisierung des jüdischen Staates hat den Antisemitismus wieder salonfähig gemacht.
Albert Camus’ Romanklassiker „Der Fremde“ erzählt von einem Mann, der scheinbar ohne Grund einen anderen erschießt. François Ozon hat das Buch jetzt neu verfilmt – und dem Täter ein überraschendes Motiv gegeben.
Die Vernichtung der europäischen Juden stand lange nicht im Zentrum der deutschen Erinnerungskultur. Jan Gerber zeigt, wie sich das änderte – und warum die Erinnerung an den Holocaust heute erneut zu schwinden droht.
Es inspirierte einen Roman, wurde von Bill Clinton und Mick Jagger besucht und war Zeuge von Haitis blutiger Geschichte: Nun wurde das legendäre Grandhotel Oloffson in Port-au-Prince von Kriminellen niedergebrannt.
Die Zahl der Raucher geht zurück. Ausgerechnet jetzt ist der Aschenbecher als Designobjekt beliebt wie nie.
Clais Baron von Mirbach war zwölf, als sein Vater 1975 von der RAF ermordet wurde. Ein Gespräch über Familie, die Mythen der Täter, die Ungewissheit – und wie weit seine Mutter für die Versöhnung gegangen wäre.
Wie sich französische Poststrukturalisten verstehen und aus einer einzelnen Frage ganze Denkwelten erschließen lassen: dem Philosophen Manfred Frank zum achtzigsten Geburtstag.
Scholz liest gern, aber nicht im Liegen. Merz gibt sich gewöhnlicher, als er ist. Habeck bewundert Albert Camus. Und Weidel wohnt mit ihrer Partnerin in der Schweiz. Wie leben die Kanzlerkandidaten privat – und warum interessiert uns das?
Manche Menschen wollen andere verunsichern, indem sie ihnen einreden, dass sie die Realität nicht erfassen und verrückt sind. Das Phänomen heißt Gaslighting und tritt in Beziehungen genauso auf wie in der Politik. Was steckt dahinter?
Er verwischt die Grenze zwischen Rolle und Realität: Robert De Niro beherrscht das Method Acting wie kein anderer, eine Technik, die an die Legende des christlichen Märtyrers Genesius erinnert.
1938 floh der Jude Franz Moser aus Breslau. 2024 feiert sein Urenkel dort seine Bar-Mizwa. Unser Autor ist eingeladen und wird als Enkel eines hohen Wehrmachtsoffiziers gefragt, wie er zu Israel steht.
Die gebürtige Hamburgerin Allison Duettmann führt das Foresight Institute in San Francisco. Hier hat sie Gleichgesinnte gefunden, die gegen den Tod ankämpfen.
Traut zu zweit? Von wegen! Der Partner arbeitet neuerdings ständig im Homeoffice oder mischt als Rentner plötzlich im Haushalt mit. Beste Voraussetzung für den Kampf ums heimische Territorium.
Der große Schriftsteller Mario Vargas Llosa hat angekündigt, dass „Die große Versuchung“ sein letzter Roman sein soll. Er kehrt mit diesem Spätwerk in sein Heimatland Peru zurück. Was steht drin?
Warum habe ich mich in diesem Gedenkjahr nicht mehr für einen Schriftsteller interessiert, der mich als Student erschüttert hat?
So verliebt, so tot: In Michael Kumpfmüllers Roman „Wir Gespenster“ ermittelt ein Kommissar von jenseits des Grabes.
Seit 25 Jahren kann man in Wiesbaden Werke der städtischen Kunstsammlung leihen. Rund 3000 Gemälde, Grafiken, Fotografien, Skulpturen stehen zur Wahl.
„Drucksituationen, die wir noch nie erlebt haben“: Das Duo Ehlers und Wickler hat noch nichts gewonnen, greift nun in Paris nach Gold. Die Finalgegner aus Schweden revolutionieren gerade ihren Sport.
Hier spuken die Geister von Andreas Baader und Moby-Dick: Niki Stein dreht im Gefängnis in Stammheim einen Film über die RAF – der Setbesuch hinter Gittern wird zur Zeitreise in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
Die Entdeckung des Ostens +++ Das Europa der AfD +++ Hanna Vasyk: Warum ich als Frau für die Ukraine kämpfe
Es dürfte jedem schon einmal passiert sein: Man verlässt den Baumarkt mit allerlei Zeug, das man wahrscheinlich nie brauchen wird. Nach Claude Lévi-Strauss trifft hier der Bastler den Ingenieur.
Essays an der Schwelle zum Unsagbaren: Georges Batailles Überlegungen zur Kunst liegen in einer neuen Ausgabe vor.
Die Leidenschaft für den lateinamerikanischen Kontinent ist der Ignoranz gewichen. Warum? Die Suche nach Erklärungen führt durch die lateinamerikanische Geschichte und Literatur.
Von John Dos Passos hieß es lange, er habe mit seiner Hinwendung zum politischen Rechtsaußen sein Talent und seine Bedeutung verloren. Jetzt gerät sein umfangreiches Spätwerk wieder in den Blick.
Die argentinische Autorin Aurora Venturini erzählt in ihrem Roman „Wir, die Familie Caserta“ die Lebensgeschichte einer ebenso exzentrischen wie hochintelligenten Rebellin.
Im Frankfurter Sigmund-Freud-Institut wirft eine Konferenz einen psychoanalytischen Blick auf Israel und Palästina. Zwar blieb eine wichtige Stimme ungehört, ein Gewinn waren die vorgetragenen Perspektiven trotzdem.
Völkermord setzt eine Vernichtungsabsicht voraus. Kritiker sagen, die Voraussetzungen seien zu streng. Schon Sartre bemerkte, nicht alle Regierungen seien so dumm wie Hitler und kündigten ihren Plan an.
Im F.A.Z. Podcast für Deutschland geht es heute um die neue Wagenknecht-Partei. Zu Gast: Der BSW-Europaspitzenkandidat Fabio de Masi und der mögliche nächste thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU).
Im Jahr 1957 erhält der französische Schriftsteller Albert Camus den Literaturnobelpreis. In seiner Preisrede spricht er über den Krieg in Algerien. Seine Reaktion auf den Terror ist aktuell. Ein Gastbeitrag.
„Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber will nicht mehr öffentlich über den Islam sprechen. Er will die Bedrohung nicht mehr ertragen. Islamisten und Linksextreme üben nicht nur in seinem Fall Druck aus. Ein Gastbeitrag.
Wie die französische Erinnerung an den Weltkrieg auch die Theoriebildung durchwirkt: Éric Marty, Herausgeber von Roland Barthes, legt die Quellen von dessen Begriff des Neutrums frei.
Traditionelle Ehe, offene Beziehungen, polyamouröse Verhältnisse: Freier als jemals zuvor können wir zwischen den vielen Spielarten der Liebe wählen. Sind wir dazu bereit?
Vor fünfzig Jahren fanden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend statt. Was Honecker als Friedensmission ausgab, war tatsächlich ein politisch-ideologisches Manöver, in das auch unser Autor verwickelt wurde. Ein Gastbeitrag.
1971 erschütterte der internationale Protest gegen die Inhaftierung des Dichters Heberto Padilla das Castro-Regime. Jetzt hat der Regisseur Pavel Giroud aus einem geheimen Video einen sensationellen Film gemacht.
Mit Herz und Hirn die einen wie die andere: Julia Korbiks und Julia Bernhards Comicbiographie von Simone de Beauvoir.