Kafkas kryptozoologische Käferkantate
Stummes Nachspiel: Lucia Bihler adaptiert „Die Verwandlung“ am Wiener Akademietheater als akrobatisches, aber ziemlich eintöniges Stummspiel. Ein Abend für eingefleischte Kafka-Verehrer.
Stummes Nachspiel: Lucia Bihler adaptiert „Die Verwandlung“ am Wiener Akademietheater als akrobatisches, aber ziemlich eintöniges Stummspiel. Ein Abend für eingefleischte Kafka-Verehrer.
2024 jährt sich Franz Kafkas Todestag zum hundertsten Mal. In Oxford, wo viele seiner Handschriften aufbewahrt werden, gedenkt man des Autors besonders intensiv.
Kunst auf Kafkas Spuren: Das Münchner Museum Villa Stuck zeigt das unheimliche Nachleben des Autors. Man darf annehmen, dass ihm die Ausstellung gut gefallen hätte.
Der moderne Alltag als Albtraum: Michael Thalheimer inszeniert Franz Kafkas „Prozess“ am Thalia Theater Hamburg, Luk Perceval „1984“ von George Orwell am Berliner Ensemble. Zwei dystopische Theaterabende von unterschiedlichem Wert.
Ein deftiges Spektakel, die volle Dröhnung an Deklamation: Philipp Hochmair liest Stifters „Hagestolz“ und wird dabei begleitet von der Elektrohand Gottes.
Von der Mühsamkeit, eine Botschaft zu überbringen, kündet eine Erzählung Kafkas. Mancher dürfte sich an die Widrigkeiten unserer Bürokratie erinnert fühlen.
Franz Kafka hat es als Schriftsteller zu Weltruhm gebracht. Wenig bekannt ist, dass er sich auch als Unternehmer versuchte. Doch das Experiment ging schief.
Mit einem Straßennamen, einer Rede des 97-jährigen György Kurtág und exzellenten Konzerten, zu denen auch Jazz gehört, ehrt Ungarn den Komponisten György Ligeti zum 100. Geburtstag.
Vom Gefühl beim Lesen der Gedichte von Yang Lian: Sein neuer Gedichtband trägt den Titel „Erkundung des Bösen“.
Wenn die Welt und ihr Lauf nicht zusammenkommen wollen: Thom Luz adaptiert Franz Kafkas Oktavhefte für die Bühne des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg.
Kafka? Den muss man auch nicht nur positiv sehen: Alena Wagnerová ist in ihren Erzählungen dem Buchtitel gemäß „Im Leben unterwegs“.
Mit dem „Schwejk“ schrieb sich Jaroslav Hašek in die Weltliteratur. Wie viel Hašek ist heute noch in der Literatur seiner tschechischen Heimat vorhanden? Eine Spurensuche zum 100. Todestag.
Die Betrachtung des Schriftstellers gebiert Ungeheuer. Eine Rede zu meiner eigenen Literatur und zu literarischen Prinzipien allgemein.
Die portugiesische Übersetzerin Helena Topa findet kurze Texte besonders schwierig. Sie hat unter anderem Grass, Jelinek, Herta Müller und Kafka übersetzt.
Mitteleuropäische Eleganz trifft amerikanischen Individualismus: Peter Demetz’ literarische Essays
Brescia, die zweitgrößte Stadt der Lombardei, ist eines der bedeutendsten Industriezentren Italiens – und eine Schatztruhe voller Kunst und Architektur. Doch darum hat sie noch nie viel Aufhebens gemacht.
Lernen Kinder in der Schule das, was sie brauchen? Dass sich das deutsche Bildungssystem stark ändern muss, fordert nicht nur Ministerin Stark-Watzinger.
Hilfe für die Ukraine ist das Gebot der Stunde. Der Pianist Alexander Melnikov findet: Das Verbot russischer Kunst im Westen verletzt elementare Grundrechte der Zivilisation. Ein Gastbeitrag.
Die Schauspielerin, Künstlerin und Autorin Lea Draeger liest Kafkas „Schloss“, schaut Filme von Wes Anderson und ist genervt vom Deckenventilator der Nachbarn.
Antikapitalismus von rechts: hilip Manow erprobt die Aufschlusskraft von Carl Schmitts Befassung mit dem großen Wal.
Wie sehr hasste Kafka Bilder zu seinen Texten, wie oft hat man sie trotzdem zu Comics gemacht. Aber Moritz von Wolzogen hat nun bei seiner Adaption von Kafkas „Die Aeroplane in Brescia“ einiges richtig gemacht.
Puccini und D'Annunzio sind auch da: Als Kafka zusammen mit Max und Otto Brod im September 1909 eine italienische Flugschau bestaunt, ist er auf Urlaub. Und genießt das Leben.
Martin Lechner und Tobias Premper haben sich zusammengetan, um 99 Miniaturen zu veröffentlichen.
Warum weigert sich Martin Walser, Träume in kognitives Kleingeld zu wechseln? Er ist eben ein Romantiker, der seine nächtlichen Geheimnisse hütet.
Der Libanon ist ein von Katastrophen und Korruption gebeuteltes Land. Die Kunst aber bleibt standhaft, auch wenn viele Menschen das Land frustriert verlassen.
Ein linker katholischer Preuße: Klaus Wagenbach hat sich als Verleger mit Staatsanwälten angelegt und später auf kulturwissenschaftliche Themen gesetzt. Jetzt ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.
Eine neue Dauerausstellung in Nordböhmen sucht nach Spuren der Deutschen in Tschechien. Historischen Kontroversen versucht sie aus dem Weg zu gehen. Besucher sollen das deutsche Erbe fühlen.
Eine überraschende Entdeckung: Wichtige Motive der Erzählungen aus Franz Kafkas „Ein Landarzt“ verdanken sich der Lektüre von Sven Hedin.
An kaum einem anderen Begriff arbeitete sich Franz Kafka literarisch so systematisch ab wie an dem der „Welt“. Sie wurde ihm immer rätselhafter, je weniger er sich ihr gewachsen fand.
Das Verteidigungsministerium hat das „Projekt Cassandra“ des Literaturwissenschaftlers Jürgen Wertheimer gefördert, um politische Konflikte frühzeitig zu erkennen. Ein Gespräch über eine ungewöhnliche Allianz.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat den Umschlag eines Kafka-Briefs geschenkt bekommen. Darin befand sich einst ein denkbar heikles Schreiben.
Mit Kafka auf der Burg, mit Alice Munro auf der Balz, mit T.E. Lawrence in der Minze: Wer auf dem digitalen Marktplatz nach antiquarischen Büchern sucht, macht überraschende Funde, die die Literaturgeschichte verändern.
Eine Mozart-Entdeckung, Kafka als Tourist und ein verliebter Brentano: Die Auktion mit Autographen bei Stargardt in Berlin.
Geistreiche Frauen traktiert man am besten mit einem Rüdesheimer: Ein kleines Buch über Wein ist im Jahr 1933 eine der letzten, großen Manifestationen der deutsch-tschechisch-jüdischen Kulturelite in Prag.
Er studierte bei Rudolf Wagner-Régeny, fand in Paul Dessau einen wichtigen Mentor und schuf Kompositionen, die von höchstem Formbewusstsein zeugen. Paul-Heinz Dittrich zum Neunzigsten.