„Unser Umzug ist eine Investition“
Es handle sich ausdrücklich nicht um ein Sparprogramm und nicht um eine Maßnahme mit dem Ziel eines Personalabbaus, sagt Oliver Vogel: Ein Gespräch zum Weggang von S. Fischer aus Frankfurt mit dem Verlagsleiter.
Ein schwerer Schlag: Der Fischer-Verlag zieht im Sommer 2027 fast vollständig nach Berlin. Frankfurt verliert einen weiteren Teil seiner Nachkriegsidentität.
Es handle sich ausdrücklich nicht um ein Sparprogramm und nicht um eine Maßnahme mit dem Ziel eines Personalabbaus, sagt Oliver Vogel: Ein Gespräch zum Weggang von S. Fischer aus Frankfurt mit dem Verlagsleiter.
Seit Dienstagmittag steht es fest: Mit S. Fischer verlässt der wichtigste Frankfurter Verlag die Stadt. Vom neuen Standort in Berlin verspricht man sich eine bessere Bewältigung der Buchbranchenprobleme.
Konstantin Richter wurde für sein wirtschaftshistorisches Buch „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026 ausgezeichnet.
Nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai regierte Hitlers Nachfolger Dönitz in Flensburg unter alliiertem Schutz. Und Churchill plante einen Angriff auf die Rote Armee. Svenja Falk erzählt die Geschichte des Kriegsendes neu.
Momentan agieren die Federführenden der Frankfurter Habermas-Konferenz im Juni noch klammheimlich. Wie stellen sie klar, dass sich auch die Kritische Theorie nicht abwickeln lässt, als ginge es um eine Unternehmensnachfolge?
Samanta Schweblin ist die erste Gewinnerin des spanischen, mit einer Million Euro dotierten Aena-Literaturpreises. Sie erhält die Auszeichnung für ihr Buch „Das gute Übel“. Das sorgt für hitzige Debatten.
Einer inneren Kälte verfallen, die nach außen schlägt: Thomas Arnold und Thomas Fuchs beschreiben das Welt- und Selbstverhältnis von narzisstischen Menschen. Ein Gespräch.
Ihre Interessen könnten gegensätzlicher kaum sein. Trotzdem finden Industriearbeiter und Multimilliardäre im Rechtspopulismus zueinander. Welche Weltsicht schweißt die beiden zusammen?
Als der Autor, Fernseh- und Filmemacher Alexander Kluge am Mittwoch starb, hatte er noch Projekte für weitere zehn Jahre. Hier erinnern sich Kolleginnen und Weggefährten wie Elfriede Jelinek, Ben Lerner und Joseph Vogl an ihn.
Alexander Kluge war Regisseur, Autor und Fernsehmacher. Und Exponent einer Generation, die an Nachkriegsdeutschland ästhetische Forderungen stellte, die sich aus dem Zivilisationsbruch zuvor ergaben. Nun ist er im Alter von 94 Jahren gestorben.
Über die Welt der Superreichen, unser narzisstisches Zeitalter und die brutale Geschichte der jüdischen Flüchtlinge: Welche Neuerscheinungen aus dem Frühjahr sollte man nicht verpassen? Zehn Empfehlungen.
Jürgen Habermas ist in Starnberg gestorben. Das teilte der Suhrkamp Verlag mit.
Während China als wirtschaftliches Vorbild gefeiert wird, schildert Hu Anyan aus eigener Erfahrung die Schattenseiten Pekings: 200 Millionen Gig-Arbeiter hetzen von Job zu Job. Sogar ihr Toilettengang ist durchkalkuliert.
Einen spektakulären Aufhänger hat Magdalena Schrefels Roman „Das Blaue vom Himmel“ zu bieten: Die Klimakrise wird endlich ernsthaft angegangen. Doch sein wahres Thema sind die Grautöne einer Familie.
Er war Künstler, Fotograf, Autor und Aids-Aktivist: Jetzt erscheinen die legendären „Waterfront Journals“ von David Wojnarowicz auf Deutsch, in denen er aus den düsteren USA der Siebzigerjahre erzählt.
Wieviel Hermetik steckt in der Hermeneutik? Jan Philipp Reemtsma spricht in Berlin über die kommentierte Ausgabe von Walter Benjamins Aufsatz über Goethes „Wahlverwandtschaften“.
Dichtung ist Literatur, mit der Verlage nichts verdienen: Der langjährige Hanser-Verleger Michael Krüger liest im Deutschen Literaturarchiv Marbach und erzählt aus seinem Leben.
Das Tanztheater von Pina Bausch, die 2009 verstarb, schrumpft in Wuppertal, statt weltweit Ausstrahlung zu entfalten: Ein Gespräch mit ihrem Verleger Rudolf Rach.
Für Kenneth Hujer ist Frankfurt ein Ort der Experimente. In seinem Buch „All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt“ kommen Zeitzeugen zu Wort.
Der Philosoph Michael Hampe konstatiert eine neue Krise der Aufklärung. Ein Gespräch über Macht, Manipulation und die Ambivalenz philosophischer Begriffe – und über Elon Musk als Feind der Vernunft.
Er orientierte sich an der Tradition der farbenfreudigen Moderne von Mondrian bis Albers: Zum hundertsten Geburtstag des genialen Buchgestalters Willy Fleckhaus.
Von der Vorgeschichte des Nahostkonflikts über das spirituelle Beben in Pompeji bis zur Weltgeschichte des Kapitalismus: Welche Neuerscheinungen sollte man 2025 nicht verpasst haben? Zehn Empfehlungen.
Welche Rolle haben die Institutionen der Wissenschaft in der Pandemie gespielt? Ethiker Christoph Schickhardt sieht riesige Aufarbeitungslücken. Ein Gespräch über Verantwortung und organisierte Skepsis.
Was verschenken Sie zu Weihnachten? Redakteure aus dem Feuilleton der F.A.Z. empfehlen in sechs Kategorien nicht nur Bücher, Platten, Filme und Serien zu Weihnachten.
Literarische Vervielfachung des Augenblicks: Tezer Özlüs neu übersetzter Roman „Die kalten Nächte der Kindheit“.
1957 hatte er seinem Verleger Peter Suhrkamp erstaunlich eindringlich dazu geraten, den Debütroman Uwe Johnsons nicht zu veröffentlichen. Das könnte die NSDAP-Mitgliedschaft Siegfried Unselds erhellen.
Suhrkamp empfängt im Schloss. Die brasilianischen Verlage feiern am schönsten. Die israelischen leise. Und der Buchpreis ist ein Krimi: Eine Zwischenbilanz der Frankfurter Buchmesse 2025.
Media Control tut sich schwer mit dem Prophezeien, Suhrkamp nimmt einen Teppich mit ins Schloss, eine Krasznahorkai-Anekdote kennt zwei Varianten, und ein neuer Preis hat drei Freiheiten im Blick: Splitter vom zweiten Messetag.
Kein Bucherfolg ohne Lesereise. In Literaturverlagen arbeiten unbeachtet von Branche und Publikum zumeist Frauen, die dafür sorgen, dass Bücher zu Menschen in alle Winkel finden, dass Autoren stattfinden und Karrieren gelingen. Ein Gespräch mit fünf von ihnen.
Die zwanzig Kandidaten für den diesjährigen Deutschen Buchpreis sind benannt. Unter den Favoriten: ein bereits vielfach ausgezeichneter Roman, drei Autoren, die schon oft dabei waren, und eine ungewöhnlich große Zahl an Debütanten.
Susanne Kuhns „Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos“ erzählt von einer Reise mit dem Bruder kurz vor dessen Tod. Nikolas Mahler hat das Buch brillant illustriert.
Isabel Allendes neuer Roman „Mein Name ist Emilia del Valle“ handelt von einer jungen Journalistin im 19. Jahrhundert – und spricht durchaus auch in eigener Sache.
Nachdem er wegen seiner Paulskirchenrede und des Romans „Tod eines Kritikers“ angefeindet worden war, schrieb Martin Walser eine bis jetzt unbekannt gebliebene Erzählung: „Excelsior“ macht die Verletzungen deutlich, die er empfunden hatte.
Ein Rechtsgelehrter mit praktischem Verstand und fast unbegrenzter Neugier auf die Künste: Christoph Möllers folgt auf Barbara Stollberg-Rilinger an der Spitze des Wissenschaftskollegs zu Berlin.
Bernd Cailloux ist ein notorisch unterschätzter Schriftsteller. Zu seinem achtzigsten Geburtstag legt er eine Novelle vor, die um die dramatische Begebenheit eines Nahtoderlebnisses kreist: „Auf Abruf“.
Gertrud Leutenegger gehörte zu den großen Unbekannten – nicht nur der Schweizer, sondern der deutschsprachigen Literatur überhaupt. In ihrer lyrisch gefärbten Prosa begegnet man einem staunenden, forschenden Ich. Nun ist sie im Alter von 76 Jahren gestorben.