Zwei Letzte Willen
Kafka befahl seinem Freund Max Brod in zwei Briefen, alle unveröffentlichten Schriften zu verbrennen – Brod folgte dem nicht. Endlich kann die berühmte Weisung an den Original-Handschriften überprüft werden. Ein Gastbeitrag.
Kafka befahl seinem Freund Max Brod in zwei Briefen, alle unveröffentlichten Schriften zu verbrennen – Brod folgte dem nicht. Endlich kann die berühmte Weisung an den Original-Handschriften überprüft werden. Ein Gastbeitrag.
Franz Kafka starb am 3. Juni 1924.In den Dreißigerjahren hatte die Welt ihn lesen gelernt, seither bemüht sie sich, ihn zu verstehen. Und die Literatur steht in seinem Schatten.
Die Nationalmannschaft absolviert ihre erste EM-Generalprobe. Der Bundeskanzler reist ins Hochwassergebiet nach Bayern. Und: Israel debattiert über Bidens Entwurf zum Ende des Gazakriegs. Der F.A.Z. Newsletter.
Vor hundert Jahren starb der Schriftsteller: In den letzten Erzählungen spielen seine Krankenakten eine Hauptrolle.
Franz Kafkas Werk hat wie kein anderes dazu gereizt, es zu deuten und zu entschlüsseln. Erstaunlicherweise hat es seine unmittelbare Wirkung dadurch nicht verloren. Eine Wiederbegnung mit Geschichten, Figuren und Motiven.
Helle Tage, dunkle Stunden: Vor hundert Jahren starb Franz Kafka in Kierling bei Wien. Wer seinen Spuren folgt, stößt auf eine alte Tragödie, verwehte Liebestaumel und einen modernen Türhüter.
Nach Marbach öffnet die nächste große Kafka-Ausstellung im hundertsten Todesjahr: „Making on an Icon“ in der Bodleian Library, die den weltweit größten Bestand an Handschriften des Schriftstellers bewahrt.
Alles, nur keine Mystik: Hartmut Binders zum hundertsten Todestag Kafkas erscheinender Prachtband versammelt visuelle Zeugnisse zur Biographie des Prager Weltautors.
Als Lyriker blieb er weitgehend unbekannt: Die schwermütigen Verse eines Autors, der die Weltliteratur verändert hat.
Vor gut hundert Jahren, knapp vor seinem Tod, tröstete Kafka ein Mädchen in Berlin über den Verlust seiner Puppe. Taugt sein poetisches Mittel auch für die Gegenwart?
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Beim Spaziergang in Worpswede, beim Date in Gießen und mit einer Verwandlung in ein stürmisches Meer: Es kann passieren, dass man von dem berühmten Kollegen geradezu heimgesucht wird. Ein Gastbeitrag.
Heute kann man dort schlafen, wo der Autor einst sein Geld verdiente. Dass er sich hier nur quälte, ist zum Glück eine Legende.
Alles begann 2023 mit einer Kakerlake bei einer Gala in New York. Inzwischen ist der Kafka-Kult der Jugend zum weltweiten Phänomen geworden. Bei der Jugendplattform Tiktok gab es zuletzt eine Milliarde Klicks.
Seine Notiz „Im Kino gewesen. Geweint“ ist viel zitiert. Im Jahr 1911 unternahm Franz Kafka eine Dienstreise nach Nordböhmen. Im Theater wurden ihm die Augen feucht. Sein Tagebucheintrag lässt mehr als eine Deutung zu.
Im hundertsten Todesjahr von Franz Kafka eröffnet das Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Sonntag eine faszinierende Ausstellung: „Kafkas Echo“ spürt den Wirkungen des Schriftstellers auf andere Autoren nach.
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Die neue Ausgabe eines Klassikers nicht nur der jiddischen Literatur: „Von meinen Besitztümern“ sammelt Erzählungen von Pinkhes Kahanovitsh, der sich Der Nister nannte.
Die Gestapo und ein Literat: In einer ARD-Serie wird behauptet, Schriften von Franz Kafka lagerten im Bundesarchiv. Dem widerspricht das Haus. Drehbuchautor Daniel Kehlmann bleibt gelassen. Ihn interessiert an dem Fall etwas ganz anderes.
Gegner der Diktatur Wladimir Putins gehen in Russland ein hohes Risiko ein. Kurze Äußerungen können lange Haftstrafen und lebensbedrohliche Schikanen zur Folge haben. Die Schicksale einiger politischer Gefangener werden hier vorgestellt.
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KI und die Künste +++ Krisen als Lerninhalt +++ Kafka-Biograph Reiner Stach +++ ARD-Studie zu Gehältern +++ Muslimisch-jüdische Kolumne +++ Mitgliedsbeitrag der Gewerkschaften
Die UN-Forderung nach einer Feuerpause setzt Israel unter Druck. Die Folter der mutmaßlichen Attentäter von Moskau zeigt Russlands Verrohung. Und die ARD zeigt eine grandiose Serie über das Leben Kafkas. Der F.A.Z.-Newsletter.
David Schalko und Daniel Kehlmann haben die Biographie des Autors in eine sechsteilige Serie verwandelt. Wie kafkaesk ist das ausgefallen?
Die ARD-Serie „Kafka“ erzählt kein Dichterleben, sondern nähert sich Werk und Vita einfallsreich und multiperspektivisch. Das ist erfrischend kühn, literaturhistorisch genau und bestechend in der Form.
Der französische Soziologe Geoffroy de Lagasnerie sagt, wir sollten „Kafka misstrauen“. Vielleicht sollten wir aber lieber Lagasnerie misstrauen – und uns selbst.
Was ist das für eine Justiz, in deren Mühlen Josef K. gerät? Der Kafka-Biograph Reiner Stach legt mit „Der Process“ den ersten Band einer kommentierten Werkausgabe vor.
Dem Biopic entkommt keine Literatur: Im Film „Die Herrlichkeit des Lebens“ blicken Georg Maas und Judith Kaufmann auf Franz Kafkas letztes Jahr und das finden seiner großen, tragischen Liebe.
100 Jahre nach dem Tod von Franz Kafka widmet sich ein neuer Film dem Schriftsteller und seiner großen Liebe Dora Diamant. Wir schauen hinter die Kulissen – mit Bildern vom Set, die der Hauptdarsteller fotografiert hat.
Als Roman Haubenstock-Ramati 1966 seine Kafka-Oper „Amerika“ herausbrachte, waren Publikum und Kritik überfordert. Das Opernhaus Zürich beweist nun, dass das gigantische Experiment sich lohnt.
Cousinen, Onkel und der interessante Cousin aus Paraguay: Eine Ausstellung in Berlin erzählt die Geschichte der Familie Kafka anhand von Fotografien – und verändert auch den Blick auf ihr berühmtestes Mitglied.
Hundert Jahre nach seinem Tod ist Franz Kafka gegenwärtiger denn je. Mit Reiner Stach spreche ich über seine Neuausgabe von „Der Process“, die Signatur von Kafkas Schreiben und die Schwierigkeit, Kafka in der Schule zu behandeln.
Der Tag, an dem er Felice Bauer traf: Franz Kafkas Schreiben ist einem Leben abgetrotzt, das unter ganz anderen Auspizien begonnen worden war. Rüdiger Safranskis Studie fragt nach dem Schreiben Kafkas als innre Notwendigkeit.
Die Schuldfrage wird nach der Verhaftung geklärt: Karin Henkel inszeniert Franz Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ am Münchner Residenztheater.
Nicht nur für Bücherfreunde: Zu den Highlights der Antiquariatsmesse Stuttgart und der Antiquaria in Ludwigsburg zählen an diesem Wochenende Comics, Raritäten der Goldenen Zwanziger, aus der frühen Neuzeit und von Franz Kafka.