„Wut ist ein gutes Gefühl“
Mit seiner Mohammed-Karikatur provozierte der dänische Zeichner Kurt Westergaard Muslime in aller Welt. Er lebt seitdem in einer Festung – und würde es trotzdem wieder tun.
Mit seiner Mohammed-Karikatur provozierte der dänische Zeichner Kurt Westergaard Muslime in aller Welt. Er lebt seitdem in einer Festung – und würde es trotzdem wieder tun.
++ Solidaritätsmärsche in vielen Städten ++ Hunderttausende in Paris ++ Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs ++ Hohe Sicherheitsvorkehrungen ++ Die Ereignisse im FAZ.NET-Liveblog
Angst, Hass, Misstrauen: Frankreich erlebt derzeit seine schlimmste existenzielle Krise der letzten Jahrzehnte. Je mehr sich das Land verkrampft, umso mehr spielt es dem Islamismus zu. Ein Teufelskreis.
Offenbar von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sind Filmaufnahmen ins Internet gestellt worden, die den Pariser Terroristen Amedy Coulibaly zeigen. Er schwört darin einen Treueeid auf den IS-Führer al Baghdadi.
Unbekannte haben einen Brandsatz in das Verlagshaus der „Mopo“ geworfen. Das Motiv der Täter ist noch unklar. Die Zeitung hatte als Reaktion auf die Terrorattacke in Paris Mohammed-Karikaturen abgedruckt.
Wir sind bei „Charlie Hebdo“ in die Schule der Anarchie gegangen. Sie ist die eigentliche Ressource Frankreichs. Jetzt müssen wir zeigen, was wir gelernt haben.
Die provokante Satire von „Charlie Hebdo“ ist den amerikanischen Medien fremd. Die Mohammed-Karikaturen kritisieren sie als „vulgär“. Schämt man sich für den Mut der französischen Kollegen?
Hunderttausende Franzosen werden am Sonntag zu einem Trauermarsch in Paris erwartet - unter massiven Sicherheitsvorkehrungen. An der Spitze will Präsident Hollande gemeinsam mit anderen Regierungschefs ein Zeichen gegen den Terror setzen. Ein Politiker jedoch verweigert seine Solidarität.
„Je suis Charlie, aber nicht Pegida“: In Dresden haben rund 35.000 Bürger für Weltoffenheit demonstriert. In Berlin ist am Sonntag eine Mahnwache für die Opfer des Terrors in Frankreich geplant.
Die Satiriker vom Frankfurter Magazin „Titanic“ wollen sich von niemanden beeindrucken lassen. Auch nicht von humorlosen Gotteskriegern. Ideen für das nächste Heft mit Schwerpunkt „Charlie Hebdo“ gibt es schon.
Ein Al-Qaida-Führer droht in einer Videobotschaft mit neuen Angriffen auf Frankreich. Pariser Staatsanwälte bringen unterdessen neue Details zu den Angriffen ans Licht. Und auch die Vereinigten Staaten mahnen ihre Bürger zur Vorsicht.
Comic-Zeichner Albert Uderzo lässt Asterix anlässlich des Terrors in Frankreich nicht nur trauern. Nun darf er das tun, was er am besten kann – und die Gegner aus den Latschen hauen.
Der französische Staat hat sich nach drei Tagen mit Anschlägen und Geiselnahmen die Autorität zurückerkämpft, zahlt aber einen hohen Preis. Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Angela Merkel, demonstrieren am Sonntag in Paris ihre Solidarität.
Nach dem Ende der Geiselnahmen in Paris sucht die Polizei weiter nach einer möglichen Komplizin. Für Aufregung sorgen Interviews zweier Attentäter: Sie bekennen sich zu islamistischen Terrororganisationen - und erklären ihre Zusammenarbeit.
Ein nervenaufreibender Tag endet im Drama: Spezialeinheiten der Polizei stürmen die Druckerei, in der sich die beiden Attentäter von Paris verschanzt hatten – und töten sie. Auch der Geiselnehmer in einem jüdischen Supermarkt in Paris stirbt beim Zugriff der Polizei. Und mit ihm vier Geiseln.
Das Attentat auf „Charlie Hebdo“ ist ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Presse- und Meinungsfreiheit. Wir müssen sie stets aufs Neue verteidigen, auch gegen die perfide Propaganda der Pegida-Anführer und den üblen Vorwurf der „Lügenpresse“. Ein Aufruf der deutschen Zeitungsverleger.
Spezialeinheiten der französischen Polizei haben eine Druckerei und einen Supermarkt in Paris gestürmt. Dort hatten die mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter beziehungsweise ein möglicher Komplize der beiden Geiseln genommen.
Die Journalisten von „Charlie Hebdo“ sind Märtyrer der Pressefreiheit. An ihnen muss sich Frankreich aufrichten und zeigen, was „nationale Einheit“ ist. Und der Islam muss vom Islamismus befreit werden. Ein Gastbeitrag.
Die beiden mutmaßlichen Attentäter von Paris haben sich in einer Druckerei nahe des Charles-de-Gaulle-Flughafens verschanzt. Fachleute der Polizei versuchen, mit ihnen zu verhandeln. Eine Verbindung zu einer zweiten Geiselnahme in Paris scheint sich zu bestätigen.
Viele gedenken der getöteten Zeichner und Journalisten. Doch auch zwei Polizisten verloren ihre Leben, weil sie ihre Pflicht taten. Einer davon war muslimischen Glaubens – wie die Attentäter.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat einen Brief an alle Bundestagsfraktionen und die FDP geschrieben, um für eine Solidaritätskundgebung für Frankreich nach dem Anschlag zu werben. Ob Gabriels Koalitionspartner CDU und CSU teilnehmen wollen, ist jedoch offen.
Östlich von Paris läuft ein Großeinsatz der Polizei gegen die beiden mutmaßlichen Attentäter auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Tausende Sicherheitskräfte sind in den Ort Dammartin-en-Goële zusammengezogen worden.
Im Internet gibt es nicht nur Anteilnahme für die Opfer des Anschlags auf „Charlie Hebdo“. Islamisten freuen sich im Netz über die Tat und rufen andere dazu auf, es den beiden Attentätern gleich zu tun.
Bundespräsident Joachim Gauck hat den Terroranschlag in Paris verurteilt und dazu aufgerufen, demokratische Werte wie Versammlungs- und Religionsfreiheit entschlossen zu verteidigen. „Wir sind Charlie!“, sagte er.
Mit den Morden an der Redaktion von „Charlie Hebdo“ sollte nach dem Willen der Attentäter die Zeitschrift beerdigt werden. Bedroht ist aber noch viel mehr: eine ganze Kunstform und unser Selbstverständnis.
Totalüberwachung und Zensur ohne Gerichtsbeschluss: Frankreich hat im Kampf gegen den Terror knallharte Gesetze für das Internet. Trotzdem kann man dort halbautomatische Waffen kaufen und als bekannter Islamist Anschläge verüben.
Einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris befand sich laut Medienberichten mehrere Monate in einem Ausbildungslager von Al Qaida im Jemen. Zusammen mit seinem Bruder stand er auf der No-Fly-Liste der Vereinigten Staaten.
Viele deutsche Medien zeigten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen der Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag in Paris. Die amerikanischen Medien trauen sich das nicht.
Er erreichte als erster Mediziner die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und ist selbst Mitarbeiter des Blattes: Patrick Pelloux ist sich sicher: „Charlie Hebdo“ erscheint weiter. Wie er den Anschlag durch einen Zufall überlebte.
Der Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ hat Frankreich aus der Lethargie gerissen. Im unerklärten Krieg gegen die Feinde von innen spielt Präsident Hollande eine entscheidende Rolle.
In Schulen, Fabriken und Behörden schweigen die Menschen um Punkt zwölf. Die Glocken von Notre Dame läuten. Der Präsident schüttelt seinem Vorgänger die Hand. Derweil jagen die Ermittler den Hauptverdächtigen hinterher.
Um 11.20 Uhr drangen die maskierten Männer schwer bewaffnet in der Rue Nicolas Appert 6 ein. Kaum eine Viertelstunde später waren zwölf Menschen tot. Eine Rekonstruktion des Terroranschlags auf „Charlie Hebdo“.
Der Asterix-Zeichner Albert Uderzo trauert auf seine Weise um die Kollegen von „Charlie Hebdo“ - mit einer auf Twitter verbreiteten Hommage an das französische Satiremagazin.
Die nächste Ausgabe der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ wird trotz des Anschlags erscheinen; in der Rekordauflage von einer Million. Die Zukunft des Blattes ist jedoch nicht gesichert.
Auch in Frankfurt soll den Opfern des Anschlags auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gedacht werden. Geplant ist eine Andacht am Abend an der Hauptwache.
Französische Muslime befürchten, dass Vorurteile gegen sie nach dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ weiter wachsen werden. Sie fühlen sich von radikalen Fanatikern missbraucht.