Größenwahn im Stollen
In Sachsen-Anhalt will ein privater Investor in einem Tunnelsystem, in dem tausende Häftlinge eines benachbarten KZ ums Leben kamen, einen Bunker für Prepper errichten – kann der verstörende Plan verhindert werden?
In Sachsen-Anhalt will ein privater Investor in einem Tunnelsystem, in dem tausende Häftlinge eines benachbarten KZ ums Leben kamen, einen Bunker für Prepper errichten – kann der verstörende Plan verhindert werden?
Deutschen Teams bei Olympischen Sommerspielen gehörten viel mehr NSDAP- und SS-Mitglieder an als bislang bekannt. Manche Gemeinden und Verbände halten an der Ehrung ihrer „Sporthelden“ fest.
Kate Winslet spricht im Interview über Ungerechtigkeiten in der Filmbranche, ein Foto in Hitlers Badewanne – und sie verrät, wie oft sie „Titanic“ gesehen hat.
Der Zerstörung der Erinnerung Widerstand leisten: Die in Russland verbotene Bürgerinitiative Memorial zeigt beim Kunstfest Weimar, wie Putins Propaganda Menschenopfer glorifiziert oder vergessen macht. Und dass damit auch Deutschland beeinflusst wird.
Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner hatte Briefe an 350.000 Thüringer Wähler verschickt und sie vor der AfD gewarnt. Nun wird er mit dem Tod bedroht.
Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen wird österreichische Dramatik wiederentdeckt. Die Idee der F.A.Z.-Reihe „Spielplanänderung“ aufnehmend, werden verschiedene vergessene Autorenstimmen zu erleben sein. Unter anderem die des politischen Schriftstellers Jura Soyfer.
Friedberg in Hessen ehrt mit einem Straßenschild Antonie Maurer. Wer aber war diese Frau? Eine Erklärtafel am Schild fehlt. Doch ein Gießener Student hat ihre Biographie recherchiert.
Die Arolsen Archives wollen Jugendliche mit einer neuen digitalen Plattform ansprechen. In interaktiven Minispielen geht es um NS-Geschichte und Fragen gesellschaftlicher Teilhabe.
Der serbische Schriftsteller Ivan Ivanji ist in Weimar gestorben – wenige Kilometer vom Konzentrationslager Buchenwald, das er als Häftling überlebt hatte.
Kritik an Mario Voigt gab es vor dem Duell mit Björn Höcke reichlich. Doch der CDU-Mann zeigte, dass der AfD-Redner in der Konfrontation schwächer ist als gedacht.
Seine Überlebensgeschichte diente als Vorlage für Bücher und Filme. Nicht alle waren historisch korrekt. Stefan Jerzy Zweig kämpfte darum, Herr seiner Biografie zu werden.
Gibt es das melancholische Masuren eines Siegfried Lenz und Ernst Wiechert wirklich, oder liegt es im Reich der Phantasie? Wer es gesucht und gefunden hat, ist sich nicht ganz sicher.
Minoritäres Problem oder zeithistorische Lektion? Die Ethnologin Susanne Schröter und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk streiten über Sprachkritik. Eine Diskussionsveranstaltung in Weimar erlebt ein Nachspiel in den sozialen Medien.
Lange Zeit hieß es, der „kleine Lampenschirm“, ein bekanntes Nazi-Objekt aus der Gedenkstätte Buchenwald, sei nicht aus Menschenhaut. Doch aktuelle Forschungsergebnisse zeigen nun das Gegenteil.
Im F.A.Z. Einspruch Podcast sprechen wir über die EU-Regelung zur Künstlichen Intelligenz, Böhmermann und den Imker sowie die Restitution von NS-Raubkunst.
„Komm zurück“ zur Hinrichtung: Das Pariser Mémorial de la Shoah zeigt, wie die Nationalsozialisten versuchten, durch Musik in den Lagern Normalität zu suggerieren und Normierung zu erzeugen.
Wie besucht man Buchenwald? Als Schülerin in der Gedenkstätte. Der Ort spricht für sich, sagt eine pädagogische Mitarbeiterin.
Romantik pur. Im Nationalpark Jasmund auf Rügen gibt es nicht nur die malerisch weißen Kreidefelsen. Unterwegs mit einem Ranger.
Seit vielen Jahrtausenden hören Menschen Musik – zum Trost und allen Schrecken zum Trotz. Gute Gründe für Silvester- und Neujahrskonzerte.
Wer bestimmt das gesellschaftliche Leben auf Capri? Unsere Autorin hat einige Bewohner und ständige Besucher zum sicher nicht letzten Abendmahl gebeten.
Im Westen wie im Osten des geteilten Deutschlands dominierte lange ein Bild der ersten Republik, das von dem Wunsch nach Abgrenzung geprägt war – freilich mit jeweils anderen Vorzeichen. Heute ist die Erinnerung an Weimar bedrängender denn je. Ein Gastbeitrag.
Nach der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurden mehr als 3000 jüdische Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet festgenommen und von der SS gedemütigt. Die sadistischen Quälereien setzten sich auf dem Transport nach Buchenwald fort.
Vor hundert Jahren wollten Kommunisten in Hamburg die Macht ergreifen. Warum der Putsch scheiterte, zeigt eine Ausstellung.
Der Leiter der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora hat Strafanzeige gegen Hans-Georg Maaßen gestellt. Es geht um den Vorwurf der Volksverhetzung.
Das Kunstfest Weimar eröffnet mit einer Robert-Wilson-Adaption von Alfred Jarrys Farce „König Ubu“. Aber vorher spricht Ministerpräsident Ramelow auf dem Theaterplatz. Er eröffnet den Kampf gegen seinen Herausforderer Höcke.
Eine Hamburger Ausstellung zeigt die unglaublichen Leben der amerikanischen Fotografin Lee Miller, die bei Man Ray lernte, in Hitlers Badewanne saß und bei der Befreiung Dachaus dabei war.
Schon wieder Ferien. Aber wohin? Die Antwort liegt diesmal ganz nah: ein Hotel in Regensburg, ein Urlaub in der eigenen Stadt.
Häftlinge aus dem KZ Buchenwald gruben seit 1944 in Kransberg im Taunus einen Fluchttunnel zum Bunker der Nationalsozialisten. Wo ihre Baracken standen, ist heute ein Parkplatz.
Frau des Kommandanten von Buchenwald und Täterin: Alexandra Przyrembel zeichnet Leben und öffentliches Bild von Ilse Koch nach.
Vor 75 Jahren begannen die Verfahren gegen den Frankfurter Nazi-Oberbürgermeister Friedrich Krebs sowie Philipp von Hessen, Oberpräsident von Hessen-Nassau.
Leon Jessel wurde in seiner Heimat verfolgt. Weil er Jude war. Schüler des Duisburger Landfermann-Gymnasiums haben sein Schicksal nachgezeichnet.
Die jüdische Gemeinschaft Frankfurt überlässt die Holocaustüberlebenden in der Ukraine nicht ihrem Schicksal. Hilfe zur Selbsthilfe hat im Judentum Tradition. Das war auch nach den Pogromen 1938 nicht anders.
In Thüringen haben Unbekannte mehrere Hakenkreuze auf das Gelände der KZ-Gedenkstätte Buchenwald geschmiert. Bislang blieb die Fahndung nach den Tätern erfolglos.
„Das Weiße Haus am Rhein“ erzählt die Geschichte des Hotels Dreesen. Chaplin war hier zu Gast, Adenauer, Chamberlain, Hitler. Im Fernseh-Zweiteiler sind sie Protagonisten eines dicht erzählten Familienepos, das die Zeiten spiegelt.
Einblicke in die deutsche Nachkriegszeit: Hans-Hermann Klare zeichnet den Lebensweg von Philipp Auerbach nach.
Objekte können eindringlich erzählen. In der Sonderausstellung „Eine Stadt macht mit – Frankfurt und der NS“ im Historischen Museum Frankfurt berichten sie von Verfolgung, Massenmord, aber auch vom Willen zur Aufarbeitung.