Ein Star am Pranger
Astra-Zeneca-Chef Pascal Soriot gilt in Großbritannien als Held der Corona-Impfstoffproduktion. Doch in der EU machen ihn manche plötzlich zum Buhmann.
Astra-Zeneca-Chef Pascal Soriot gilt in Großbritannien als Held der Corona-Impfstoffproduktion. Doch in der EU machen ihn manche plötzlich zum Buhmann.
Die Covid-19-Hoffnung wäre ohne die fetthaltige Hülle kaum denkbar gewesen: Über die Geschichte der Vesikel und die Metaphorik der „Lipid-Nanopartikel“.
Eigentlich wollte die EU-Kommission nochmal mit dem Impfstoffhersteller sprechen. Aus EU-Kreisen heißt es nun, Astra-Zeneca habe das Treffen abgesagt. Das Unternehmen widerspricht.
Die EU habe keinen Grund, über Lieferengpässe zu klagen, sagt Pascal Soriot. Brüssel habe erst spät unterschrieben, es gebe keine Pflicht für eine bestimme Menge. Meldungen, wonach der Astra-Zeneca-Impfstoff nicht bei Älteren wirke, bezeichnete er als „dummes Zeug“.
Großbritannien fasst Überlegungen der EU, die Impfstoff-Ausfuhr zu kontrollieren, als Drohung auf – und als Bestrafung für Lieferprobleme von Astra-Zeneca. Diese könnten auch mit dem niedrigen Preis zusammenhängen.
Sanofi will den Corona-Impfstoff der Konkurrenten Biontech und Pfizer herstellen. Das sollte kein Einzelfall bleiben.
Sanofi ist mit der eigenen Impfstoff-Entwicklung nicht vorangekommen. Jetzt will der Pharmakonzern seine Produktionsstätten für andere Hersteller freigeben und so rund 100 Millionen Dosen mehr liefern als sonst möglich wäre.
Ob der Astra-Zeneca-Impfstoff auch für Ältere zugelassen wird, ist unklar. Sollte das nicht passieren, müsste Gesundheitsminister Spahn die Verordnung ändern, die die Impfreihenfolge festlegt. Dazu wäre er bereit.
Die EU will den Export von Impfstoff in Drittstaaten künftig kontrollieren. Offensichtlich wächst die Angst vor dem Kontrollverlust, weil sich das Virus nicht in den Griff bekommen lässt.
Argentiniens Präsident hat den russischen Impfstoff Sputnik V schon im Blut. Auch Mexikos Präsident freut sich nach einem Telefonat mit Putin über 24 Millionen Impfdosen. Warum setzt Lateinamerika auf Russland und China?
Das Fehlen von Impfstoff hinterlasse keinen guten Eindruck bei den Bürgern, moniert Bayerns Ministerpräsident. Das schaffe Verdruss bei den Menschen. Denen mute die Politik sowie schon „enorm viel“ zu.
„Wir können nicht auf die nächste Pandemie warten“, sagt die Kommissions-Präsidentin. Und macht eine klare Ansage auch an die Impfstoff-Hersteller.
Der Frankfurter Virologe Wolfgang Preiser forscht und arbeitet in Südafrika an der neuen Corona-Variante. Im Interview erklärt er, wie gefährlich die Mutation aus seiner Sicht ist, und weshalb sie nicht Südafrika-Variante genannt werden sollte.
Was steht Menschen zu? Todkranke erhalten den Corona-Impfstoff als Erste – darüber ist eine ethisch und medizinisch herausfordernde Debatte entbrannt. Sie muss geführt werden.
Der Tübinger Impfstoffentwickler testet seinen Impfstoff derzeit noch. Zum ersten Mal seit seinem Börsengang im August will das Unternehmen jetzt frisches Geld von Aktionären einsammeln.
Mit großen Ärger reagiert die EU auf Lieferprobleme des Impfstoffherstellers. Nun will die Kommission wissen, was in welchem Werk wann produziert wurde. Derweil weist das Unternehmen Berichte über geringere Wirksamkeit bei älteren Menschen zurück.
Der Corona-Impfstoff von Moderna ist nach Unternehmensangaben auch bei den neuen Virusvarianten wirksam, ähnlich wie der von Biontech und Pfizer.
Die Entscheidung des Impfstoffherstellers Astra-Zeneca die Auslieferung in die EU zu drosseln, sorgt für großen Ärger. Vertreter in Brüssel berufen sich auf vertragliche Zusagen. Es geht um Milliarden und die Reputation.
Im Ringen um genügend Impfstoffe plädiert der Gesundheitsminister für eine EU-weite Pflicht zur Genehmigung von Impfstoff-Exporten. In Brüssel muss das Pharmaunternehmen Astrazeneca derweil erklären, weshalb es zu Lieferengpässen kommt.
Wie lassen sich die weit streuenden Corona-Maßnahmen begründen? Um diese Frage zu beantworten, muss unsere Gesellschaft vor allem aufhören, sie zu verdrängen. Ein Gastbeitrag.
In Spanien wollten etliche Politiker und Angehörige der Armeeführung nicht warten, bis sie mit der Corona-Impfung offiziell an der Reihe sind – und ließen sich das Vakzin schon jetzt verabreichen. Die Empörung ist groß.
Astra-Zenecas Lieferschwierigkeiten bringen Berlin und Brüssel abermals in Erklärungsnot. Man hofft jetzt auf den Februar und Joe Biden, denn bislang produziert Amerika nur für sich.
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astra-Zeneca könnte in der kommenden Woche die Zulassung für sein Corona-Vakzin in Europa erhalten. Allerdings wird der Konzern im ersten Quartal wesentlich weniger Dosen produzieren als geplant.
Die Impfstoffbeschaffung ist Bundessache, das Verabreichen aber die der Länder. In keinem von ihnen lässt sich ein Termin für eine Impfung vereinbaren. Die Länder halten den Bund für schuldig – und Pfizer.
Der südafrikanische Richemont-Großaktionär Johann Rupert hat sich außer der Reihe vorzeitig im Kanton Thurgau impfen lassen. Die Menschen im Land werten das als Affront.
Gesundheitsminister Jens Spahn gibt sich bei Corona vorsichtig optimistisch. Das Robert-Koch-Institut meldet weniger Ansteckungen. Dafür hat der Virologe Christian Drosten neue beunruhigende Zahlen zur Virus-Mutante.
Sorgen um sinkende Nachfrage des weltgrößten Rohstoff-Abnehmers belasten die Märkte.
Der Glas-Konzern Schott profitiert von dem zusätzlichen Bedarf an Pharma-Glas. Das Unternehmen aus Mainz versorgt nun die Hersteller von Covid-19-Impfstoff. Dennoch belastet das Virus andere Sparten des Hauses.
Da hilft auch keine dramatische Musik im Hintergrund: Die Diskussion über einen drohenden „Endlos-Shutdown“ und zu knappen Impfstoff verliert sich in Wiederholungsschlaufen. Muss das sein?
In der größten Fabrik der Welt für die Herstellung eines Impfstoffes gegen Corona ist in Indien ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Fünf Menschen kamen ums Leben. Die Impfstoff-Produktion soll nicht betroffen sein.
Ausgerechnet in der Schweiz verläuft der Start der Impfkampagne alles andere als geordnet. Bund und Kantone schieben einander die Schuld zu. Nicht einmal, wie viele Schweizer schon geimpft sind, ist bekannt.
Biden nimmt Trumps Rückzug aus der Weltgesundheitsorganisation zurück. Amerika wolle sich jetzt auch für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe in der Welt einsetzen, sagt sein medizinischer Chefberater Fauci.
Nach Peking will nun auch Neu Delhi strategisch wichtige Nachbarländer kostenlos mit Impfstoff versorgen. Noch aber gibt es viele Fragen – vor allem mit Blick auf die Wirksamkeit der eigenen Impfstoffe.
Je genauer die neuen Virus-Varianten untersucht werden, um so mehr wachsen die Bedenken: Sollten sie etwa die Immunabwehr unterlaufen können? Eine neue Studie deckt schwächelnde Antikörper nach mRNA-Impfungen auf.
Hessische Hersteller von Corona-Schnelltests suchen ihr Märkte. So gut wie alle Anbieter werden ihre Ware los, die wenigsten Bestellungen kommen aber von offiziellen Stellen in Hessen.
In einem Pflegeheim in Stralsund hat ein Arzt mehreren Menschen die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffs gespritzt. Nun liegt der Staatsanwaltschaft ein Strafantrag vor.