Heimkehr der Vergessenen
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte es Zehntausende Kriegsgefangene nach Sibirien verschlagen. Fridtjof Nansen, bekannt geworden als Polarforscher, spielte bei ihrer Rückführung eine Schlüsselrolle.
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte es Zehntausende Kriegsgefangene nach Sibirien verschlagen. Fridtjof Nansen, bekannt geworden als Polarforscher, spielte bei ihrer Rückführung eine Schlüsselrolle.
Das dreißigste Rudolstadt-Festival hatte den Länderschwerpunkt „Titos Erben“, lockte raffiniert mit den Klischees von Balkanmusik – und zertrümmerte die dann kenntnisreich. Musiker aus Kuba kamen auch.
Mehr als drei Morde gab er nie zu, es könnten jedoch an die 100 gewesen sein. Vor 100 Jahren erhängte sich einer der schlimmsten Serienmörder in der deutschen Kriminalgeschichte. Carl Großmann ist trotzdem fast vergessen.
So exotisch kann die Heimat klingen: Zwei Bände stellen die Eigenheiten des Hessischen und Plattdeutschen vor. Sie zeigen, dass es keinen Anlass gibt, den Mundarten den Totenschein auszustellen.
Der jetzige Kulturkrieg hat Vorgänger. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges warfen Intellektuelle den gegnerischen Ländern Unkultur vor. Später schämten viele sich dafür. Ein Gastbeitrag.
Der Bezahlsender Sky wirbt mit „Filmen ohne Ende“. Doch was bedeutet es, wenn Filme tatsächlich ohne Ende auskommen müssen? Eine Wahnvorstellung mit der unsinkbaren „Titanic“ in der „Man with the Harmonica“-Dauerschleife.
Deutschlands Interesse an der Freiheit Osteuropas ist historisch bestenfalls lauwarm gewesen – brennend war jedoch das Interesse am Geschäft. Der russische Angriffskrieg ändert das. Ein Gastbeitrag.
Eine der ältesten Universitäten Europas ist in Leuven zuhause. Doch noch älter ist in der flämischen Stadt das Biergewerbe, das seinen jüngsten Aufschwung auch der feierfreudigen Studentenschaft verdankt.
Die Dunera-Affäre wird in Australien als bedeutendes Ereignis in der Geschichte der jüdischen Einwanderung angesehen. Siegfried Cohn aus Bad Ems ist einer dieser Dunera Boys. Schüler seiner Heimatstadt haben das Schicksal des Arztes recherchiert.
Der CDU-Politiker sieht angesichts des Ukrainekriegs den Frieden in ganz Europa bedroht. Beim Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin sieht er eine „erschreckende Parallele“ zu Adolf Hitler.
Propaganda ist kein neues Phänomen und besitzt viele Spielarten. Russland erzeugt durch viele verschiedene gleichzeitig existierende Narrative den Eindruck, dass es keine Wahrheit mehr gibt, sondern nur eine Pluralität der Meinungen.
Viele Teile aus dem Nachlass von Karl Lagerfeld wurden schon in Monaco und Paris versteigert. Nun wird bei Sotheby’s in Köln geboten. Ein rätselhafter Bieter schlägt vor allem bei den Zeichnungen des Modeschöpfers zu.
Franz Schrekers Oper „Der Schatzgräber“ ist ein spätes Märchen. Der Dirigent Marc Albrecht lässt an der Deutschen Oper Berlin die Musik dazu funkeln. Doch der Regisseur Christof Loy glaubt an kein gutes Ende mehr.
Moralischen Furor vermeiden: Was aus dem Ersten Weltkrieg und von der Ostpolitik unter Willy Brandt für den Umgang mit Russland zu lernen ist. Ein Gastbeitrag.
Man schimpfte ihn „Kohlrabiapostel“: Felix Kucher erzählt in seinem Roman „Vergarianer“ vom Leben des Reformers Karl Wilhelm Diefenbach.
Die Ukraine braucht Waffen, um zu überleben, aber manche im Westen zögern. Ziehen wir in eine Katastrophe wie die Schlafwandler von 1914? Oder wiederholen wir die Fehler der Alliierten von 1939?
Zäsur und Wiederholung sind in der Geschichte keine Gegensätze, sie bedingen einander. Das zeigt auch der Krieg in der Ukraine. Ein Gastbeitrag.
An Ostern 1922 erschossen in Berlin zwei junge Armenier die Kriegsverbrecher Cemal Azmi und Bahattin Schakir. Das Attentat öffnet den Blick auf eine überaus vieldeutige deutsch-türkische Geschichte. Ein Gastbeitrag.
Jörg Ernesti führt durch hundertfünfzig Jahre wechselvoller vatikanische Außenpolitik.
Prominenter kann eine Comicszenaristin kaum sein: Leïla Slimani, Erfolgsautorin aus Frankreich, hat den Text zu "Eine freie Frau" geschrieben. Doch was leistet sie damit im Rahmen der gewählten Erzählform?
Der „Wiener Kreis“ und seine Folgen: eine Edition nachgelassener Texte von Rudolf Carnap beginnt mit Tagebüchern der Jahre 1908 bis 1935.
Verschwörungstheorien und westliche Werte: Sachbücher über Russland leiden oft an einem verengten Blick auf ihren Gegenstand. Was könnten die Autoren besser machen? Ein Gastbeitrag.
Keine studentische Selbsthilfe ohne christliche Mission: Isabella Löhr beschreibt, wie akademische Auslandsaufenthalte zur Normalität wurden. Es ging um mehr, als den eigenen Marktwert zu steigern.
Künstler und Individuen im Krieg: In der Ukraine erstehen Goyas Partisanen in selbst gefertigter Camouflage wieder auf.
Der Gouverneur des westukrainischen Czernowitz sagt, dass es für ihn keine guten Russen mehr gebe. Putins Krieg schweiße die Ukrainer zusammen – die deutsche Friedenspolitik habe versagt, sagt Sergij Osatschuk.
Postheroische Gesellschaften müssen nicht unheroisch sein, aber falsches Heldentum zieht alle in einen schrecklichen Krieg hinein. Stattdessen braucht es etwas anderes. Ein Gastbeitrag.
Kaum irgendwo wächst das Getreide so gut wie in der Ukraine, und jetzt ist die Zeit, es zu säen. Doch viele Felder werden unbestellt bleiben – mit dramatischen Folgen für die Armen der Welt.
Am Tag, an dem Alesia Azarova den vierten Geburtstag ihres Sohnes David feiern will, kommt der Krieg in ihre Heimat. Mit Kind, Großeltern und Mutter flieht sie aus Kiew nach Hessen.
Zum ersten Mal zündete Enzo Ferrari vor genau 75 Jahren den Motor eines Sportwagens, der seinen Namen trug. Der Mythos aus Maranello wirkt bis in die Gegenwart. Ein Fotograf zeigt die schönsten Autos.
Surrealisten sind angesagt: Sotheby's widmet ihnen in Paris nun erstmals eine eigene Auktion. Magritte, Picabia und Toyen sind mit dabei.
Vor mehr als 100 Jahren versank die „Endurance“ im Südpolarmeer, die Rettung der Besatzung ging in die Geschichte der Antarktisforschung ein. Nun ist es einem Expeditionsteam gelungen, das legendäre Wrack zu finden.
Verschlusssache Jugoslawien +++ Johann Georg Reißmüller +++ Das IOC +++ Platz in den Geschichtsbüchern +++ Keine „Weltgemeinschaft“
Ein Proust-Museum will die „Villa du temps retrové“ in Cabourg nicht sein. Eher schon eine Zeitmaschine, in der man einer vergangenen Epoche nachspüren kann.
Ein Tarantino der Literatur wandelt plötzlich auf den Spuren von Walter Scott: Szczepan Twardochs Geschichtsroman „Demut“.
Deutschland wollte den Dschihadismus nicht immer domestizieren: Ein Aufsatz über Karl Neufelds politische Pilgerreise nach Medina im Sommer 1915.
Der libanesisch-amerikanische Künstler Walid Raad führt durch seine Ausstellung "We lived so well together" in der Kunsthalle Mainz.