Hollande und Cameron erinnern an die Toten
Die Schlacht an der Somme ging als die blutigste im Ersten Weltkrieg in die Geschichte ein. Das Gedenken eint nun auch über politische Grenzen hinweg.
Die Schlacht an der Somme ging als die blutigste im Ersten Weltkrieg in die Geschichte ein. Das Gedenken eint nun auch über politische Grenzen hinweg.
Vor 100 Jahren begann die Schlacht an der Somme. Als sie endete, hatte sich am Frontverlauf fast nichts geändert, aber die Verluste betrugen 1,3 Millionen Mann. Wie konnte es soweit kommen?
Bei der Diskussion um den Genozid von 1915 gibt es viele Leerstellen. Nicht nur die Armenier waren Opfer von Massenmorden, sondern auch die Aramäer – und die Frage nach der deutschen Rolle wird ignoriert.
Ezra Pound ist einer der größten, aber auch einer der umstrittensten Lyriker des zwanzigsten Jahrhunderts. Ein Besuch bei seiner neunzigjährigen Tochter Mary de Rachelwiltz in Südtirol.
Die türkische Regierung hat die Presse des Landes vollständig konditioniert. Wenn Erdogan brüllt, brüllen fast alle Journalisten mit. Nur eine türkisch-armenische Zeitung widerspricht dem nationalen Taumel.
Die türkische Polizei riegelt das deutsche Generalkonsulat ab. Demonstranten schimpfen über „Faschismus“, nachdem der Bundestag das Massaker an Armeniern Völkermord nannte.
Die Armenien-Resolution des Bundestags führt zu harschen Reaktionen aus Ankara. Nun verbittet sich auch der türkische Justizminister jegliche Kritik aus Berlin – mit Verweis auf die Nazi-Zeit.
Grand Fleet gegen Kaiserliche Hochseeflotte: Im Skagerrak treffen am 31. Mai 1916 100 deutsche und 151 britische Kriegsschiffe aufeinander. Aus dem zufälligen Aufeinandertreffen entwickelt sich ein Gefecht, das Maßstäbe sprengt.
Wo, wenn nicht in Verdun, sollte Europa begreifen können, dass die Serie seiner Krisen ein unvergleichlich glücklicherer Zustand ist als das, was früher europäische Normalität war, der Krieg?
Eine ungeplante Schlacht mit zahlreichen Opfern: Vor 100 Jahren stießen Kaiserliche Hochseeflotte und Grand Fleet im Skagerrak aufeinander.
Er ist einer der wichtigsten Künstler unserer Gegenwart, seine Werke fassen jeden an: Der französische Künstler Kader Attia im Frankfurter Museum für Moderne Kunst.
Mit ein paar Federstrichen zerstörten Briten und Franzosen vor hundert Jahren die Konfliktsicherungsmechanismen der Osmanen im Nahen Osten. Und legten damit den Grundstein für viele der Konflikte, die noch heute die Region und die Welt beschäftigen.
Die Werbeagentur Y&R Paris nutzt militaristische Bildwelten als Vorschlag für eine Insektenbekämpfungs-Werbekampagne. Am Ende geht es um mehr als Geschmacksfragen.
In den sechziger Jahren schrieb Ernst Jünger dem Literaturnobelpreisträger Ivo Andrić eine Postkarte. Er bekam nie eine Antwort. Aus gutem Grund.
Wie immer, wenn es um die großen Themen der irischen Geschichte geht, findet sich bei William Butler Yeats die treffende Formulierung: eine schreckliche Schönheit sei Ostern 1916 geboren worden. Schrecklich war die Gewalt, schön vielleicht, obwohl zutiefst gespalten, die Erinnerung.
Die innenpolitischen Motive außenpolitischen Handelns in der Juli-Krise, die für das Deutsche Reich seit Fritz Fischer zu Recht in die Betrachtung einbezogen werden, wurden für die anderen Großmächte lange Zeit ausgeblendet. Neuere Studien haben damit begonnen, diese Leerstellen zu füllen.
Zeit zum Träumen in einer langen Nacht: Mit „Švejk“ schickt Frank Castorf seine Darsteller am Residenztheater in München auf einen Hochleistungsparcours.
Mussolini scheiterte am Krieg, weil die Nation überfordert, aber auch wehrtechnisch nicht vorbereitet war. Das bürgerliche Italien hatte vor dem Ersten Weltkrieg mehr Geld ins Militär gesteckt als das faschistische Italien unter Mussolini.
Zwischen Thränenhügel und Staffelalm: Hundert Jahre nach dem Tod Franz Marcs unterwegs im „Blauen Land“ – auf der Suche nach dem Zittern des Blutes und den Hirschen über der Kellerluke.
Vor hundert Jahren fiel der Maler Franz Marc im Ersten Weltkrieg: Eine neue Biographie räumt mit zwei hartnäckigen Legenden auf. Ein Gespräch mit ihrem Verfasser Wilfried F. Schoeller.
Kann ein Gedicht über den Krieg ein Trost für die Überlebenden sein? Der früh verstorbene amerikanische Dichter Stephen Crane verwickelt seine Leser in Widersprüche.
Heraus aus dem geschichtspolitischen Stellungskrieg: Was will die künftige Direktorin der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Gundula Bavendamm? Ein Gespräch.
Die Geschichte des wirtschaftlichen Fortschritts ist eine Geschichte der Ungleichheit. Was daran ungerecht sein soll, ist eine Frage die selten gestellt wird.
Am 21. Februar 1916 begann der deutsche Angriff auf die Festung Verdun. Mit ihm wollte der deutsche Generalstabschef Falkenhayn eine Entscheidung im Krieg gegen Frankreich erzwingen – und tat einen ersten Schritt in den Vernichtungskrieg.
Die Berlinale beweist wieder einmal politische Geistesgegenwart. Gianfranco Rosis Dokumentarfilm „Fuocoammare“ erhält den Goldenen Bären. Auch gegen die übrigen Sieger ist wenig einzuwenden.
Wir dachten, Grenzen spielten in einer globalisierten Welt keine große Rolle mehr. So kann man sich täuschen. Die Angst vor unerlaubter Einwanderung lässt wieder Mauern entstehen.
Darf man Adolf Hitler als Menschen zeigen – oder muss man es sogar? Niki Stein und Hark Bohm wagen sich an ein Projekt, das polarisieren wird: die erste deutsche Serie über Hitler. Wir haben mit den Filmemachern gesprochen
Für viele unerwartet ist der Traum vom „ewigen Frieden“ in Europa durch eine schnelle Folge von Krisen an der europäischen Peripherie abgelöst worden, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.
Die oft verbreitete Meinung, gegen Ende des Krieges habe Chaos in einem kollabierenden KZ-System geherrscht, kann Stefan Hördler faktenreich widerlegen. Er geht sogar einen Schritt weiter und betont die ununterbrochene Kontrolle der SS, der es gelang, das KZ-System grundlegend neu zu ordnen.
Nach Kriegsbeginn 1939 wandten sich staatliche Stellen in Berlin zunehmend der Frage zu, wie „der“ Islam für die eigene Strategie instrumentalisiert werden könnte. Hitler höchstpersönlich empfing im November 1941 Amin al-Husaini, den Mufti von Jerusalem.
Adolf Hitler griff gerne auf Angehörige des europäischen Hochadels für geheime Sondermissionen zurück, um deren internationale Verwandtschaftsbeziehungen zur Tarnung wie zur Kontaktaufnahme zu nutzen.
Christian Bale ist als „Batman“ berühmt geworden. An diesem Donnerstag kommt „The Big Short“ in die deutschen Kinos. Im Interview spricht er nicht nur über seinen neuen Film, sondern auch über Abgründe, Zocker, die Hassliebe zum Beruf – und seine Wünsche für seine Kinder.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der großen Mobilisierung standen alle Gesellschaften vor der Aufgabe, ihre Partizipations-Basis zu erweitern. Die Zeiten der Wahlrechtbeschränkung waren selbst im reaktionären Preußen abgelaufen.
Der „Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung“ fehlt immer noch ein Direktor. Ausgerechnet in Zeiten weltweiter Flucht verschläft sie eine historische Chance.
Viel Verständnis für einen alten Herrn in Schönbrunn: Michaela und Karl Vocelka legen pünktlich zum nahenden 100. Todestag ihre Biographie des Habsburger Kaisers Franz Joseph I. vor.
Vor hundert Jahren rechfertigt die Frankfurter Zeitung mitten im Ersten Weltkrieg Deutschlands aggressive Politik mit wachsender Bevölkerungszahl, steigender Wirtschaftskraft und dem Hunger nach Rohstoffen.