Diamanten in einem Meer von Rost
Eine Wechselbeziehung von Altem und Neuem hat sich in dieser Region nie stabilisiert: Per Leo ist dem spezifischen Charakter des Ruhrgebiets auf der Spur.
Eine Wechselbeziehung von Altem und Neuem hat sich in dieser Region nie stabilisiert: Per Leo ist dem spezifischen Charakter des Ruhrgebiets auf der Spur.
Es ist ungeheuerlich: An der Ruhr verhandeln Teile der Wirtschaft mit der französischen Besatzungsmacht. Liegt hier Landesverrat vor? Aus der Frankfurter Zeitung vom 10. Oktober 1923.
Die Rechte will mit Frankreich brechen und verspricht eine spätere Rückholung der besetzten Gebiete. Vertreter der Volkspartei unterstützen eine solche verantwortungslose Politik. Aus der Frankfurter Zeitung vom 6. Oktober 1923.
Der passive Widerstand an der von Frankreich und Belgien besetzten Ruhr kann nicht fortgesetzt werden. Jetzt geht es darum, die Einheit des Reiches zu erhalten. Aus der Frankfurter Zeitung vom 25. September 1923.
Die Menschen an Rhein und Ruhr sehen Verhandlungen zwischen Berlin und Paris mit Bangen entgegen, denn auch eine Liquidierung des passiven Widerstands an der Ruhr müsste finanziert werden. Aus der Frankfurter Zeitung vom 21. September 1923.
Die Wirtschaftsnot hat die Abwehrkräfte der rheinischen Bevölkerung geschwächt. Davon profitieren von den Franzosen unterstützte Befürworter einer eigenständigen Rheinischen Republik. Aus der Frankfurter Zeitung vom 20. September 1923.
Die Finanzierung des Kampfes an der Ruhr hat den Ruf unserer Währung ruiniert. Eine Zwangswirtschaft ist am Devisenmarkt nicht mehr auszuschließen. Aus der Frankfurter Zeitung vom 7. September 1923.
Reichskanzler Dr. Stresemann antwortet Frankreich Ministerpräsident Poincaré: Deutschland scheut nicht vor scharfen Eingriffen in seine Vermögenssubstanz zurück, aber eine Abtrennung der Rheinprovinzen kommt auf keinen Fall in Frage. Aus der Frankfurter Zeitung vom 25. August 1923.
Bundestrainer Hansi Flick hatte BVB-Profi Niklas Süle im Interview kritisiert. Der Verteidiger, der für die vergangenen Länderspiele nicht berücksichtigt wurde, hat dafür kein Verständnis.
Mitunter nahm die Propaganda geradezu pornographische Züge an: Eine Essener Ausstellung widmet sich der Ruhrbesetzung von 1923 bis 1925. An der Identitätsbildung der Region hatte diese Zeit erheblichen Anteil.
Die Regierung will alle irgend möglichen Maßnahmen ergreifen, damit eine Entspannung der Wirtschaftslage eintritt. Aus der Frankfurter Zeitung vom 29. Juli 1923.
Ungeachtet aller Krisen ist die Start-up-Szene in Hessen in den vergangenen Jahren weiter gewachsen. Eine neue Weltrangliste zeigt aber: Andere Regionen in Deutschland sind schon weiter. Vor allem Berlin ist nahe an der Weltspitze.
Laut einem Medienbericht sah der Junge einen anderen regungslos im Becken treiben – und sprang hinterher, um ihn herauszuziehen. Wie es dem Verletzten geht, ist bislang nicht bekannt.
Frankreichs vorläufige Bilanz der Ruhrbesetzung übersieht die erheblichen volkswirtschaftlichen und moralischen Kosten seines Zerstörungswerks. Aus der Frankfurter Zeitung vom 19. Mai 1923.
Die Regierung erreicht weder die eigene Bevölkerung noch das Ausland. Unter den Oppositionsparteien verweigern die Deutschnationalen Diskussionen über politische Inhalte. Aus der Frankfurter Zeitung vom 17. Mai 1923.
Die Reichsbank ist nicht länger in der Lage, den Wechselkurs zu stabilisieren. Die Politik reagiert leider nur halbherzig. Aus der Frankfurter Zeitung vom 21. April 1923.
Der passive Widerstand der Bevölkerung verhindert einen Erfolg der Franzosen und Belgier. Ein Bericht nach drei Monaten Besetzung. Aus der Frankfurter Zeitung vom 13. April 1923
Die deutschen Nationalisten sind laut, aber sie haben nichts Sinnvolles zu sagen. Deutschland darf ihnen nicht noch einmal auf den Leim gehen. Aus der Frankfurter Zeitung vom 11. April 1923
Französische Soldaten schießen in Arbeitermassen. Der Versuch, Deutschland für den Vorfall verantwortlich zu machen, wird scheitern. Aus der Frankfurter Zeitung vom 3. April 1923
Die Osterferien stehen vor der Tür und die Deutsche Bahn sperrt wichtige Strecken wegen Bauarbeiten. Der ADAC rechnet ohnehin mit Staus im Oster-Reiseverkehr. Wo es besonders voll werden könnte.
Der geistige Zustand Deutschlands gleicht einem latenten Bürgerkrieg. Empörung und blinde Wut schaden im Kampf um die Zukunft. Aus der Frankfurter Zeitung vom 28. März 1923.
Nach der Ruhrbesetzung überschreitet die rechtsradikale Hetze in Deutschland alle Grenzen. Das Gerede über einen Endsieg und die Zweifel gegenüber dem Reichstag zeigen den Ernst der Lage. Aus der Frankfurter Zeitung vom 2. März 1923.
Das Hauptwerk des Abends in der Stadtkirche Darmstadt mit dem Chorwerk Ruhr ist der „Sonnengesang“ der Grande Dame der russischen Moderne, Sofia Gubaidulina.
Ein Band versammelt lesenswerte Texte über das Ruhrgebiet aus fünfzig Jahren.
„Mit diesem Regiment des Terrors lässt sich Deutschland nicht niederzwingen“: Die Alliierten haben den Vertrieb im besetzten Gebiet wegen zweier Artikel für einen Monat verboten. Aus der Frankfurter Zeitung vom 2. Februar 1923.
Der passive Widerstand im Ruhrgebiet verhindert umfangreiche Kohlelieferungen nach Frankreich – aber auch die deutsche Wirtschaft leidet. Aus der Frankfurter Zeitung vom 28. Januar 1923.
Deutscher Nationalismus schadet beim waffenlosen Versuch, die Franzosen vom Abzug aus dem Ruhrgebiet zu überzeugen. Aus der Frankfurter Zeitung vom 26. Januar 1923.
Der Sohn eines katholischen Volksschullehrers wuchs in eine Welt beschleunigten Wandels vor unbewegtem Hintergrund hinein: Eine Spurensuche am Geburtsort Ernst Noltes.
Vor 100 Jahren erlebte Deutschland eine verheerende Hyperinflation. Aus den Fehlern von damals können wir auch heute noch etwas lernen.
Die Lage ist sehr ernst: Frankreich will den Rhein und droht mit der Besetzung des Ruhrgebiets. Doch lässt sich eine wirtschaftliche Frage nicht mit Gewalt beantworten. Aus der Frankfurter Zeitung vom 27. Dezember 1922.
Von der Cloaca Maxima zum sprudelnden Fluss durch Industriegebiete und ein Auenland – eine Wanderung entlang der Emscher.
Russland behauptet, es können wegen einer fehlenden Turbine nicht mehr Gas liefern. Kanzler Olaf Scholz präsentiert der Öffentlichkeit nun, dass das nicht das Problem ist.
Landauf, landab nimmt der Gebrauch des Wortes Campus zu. Eins, zwei, drei, ganz viele. Das wirft Fragen auf: Worum geht es? Was steckt dahinter? Gibt es eine verbindende Idee?
Das Klavier-Festival Ruhr zählt mit über sechzig Konzerten in der gesamten Fläche des Ruhrgebiets zu den großen Musikveranstaltern der Region. Jetzt hat dessen Intendant Franz Xaver Ohnesorg seinen Rückzug angekündigt. Katrin Zagrosek folgt ihm nach.
Eine neue Studie zeigt, wie stark sich die Energieausgaben in verschiedenen Gruppen unterscheiden. Geringverdiener kommen dabei auf höhere Heizkosten.
Tausende Menschen haben an Ostermärschen der Friedensbewegung teilgenommen und gegen ein Aufrüsten der Bundeswehr demonstriert. Auch Waffenlieferungen an die Ukraine sieht die Gruppe kritisch – das hatte im Vorfeld für Irritationen gesorgt.