Ein Massaker, wenige Überlebende und viele Fragen
Das Massaker von Bleiburg war das größte Kriegsverbrechen in Europa nach der deutschen Kapitulation 1945. Ivna Žic begibt sich auf Spurensuche.
Das Massaker von Bleiburg war das größte Kriegsverbrechen in Europa nach der deutschen Kapitulation 1945. Ivna Žic begibt sich auf Spurensuche.
Die Bienenliebe der Deutschen ist so leidenschaftlich wie ihr Hass auf Wespen. Wohlmeinende Menschen rufen nun zur Versöhnung auf: Wespchen, summ herum! Hat das Aussicht auf Erfolg?
Hannes Böhringer versucht sich an einer Phänomenologie des Alltagslebens.
Ungewöhnlich reif: Katharina Peter erweitert mit ihrem Debüt „Erzählung vom Schweigen“ die Phalanx der deutschen Familienromane.
Ein Taoist unter den Folksängern: Der Schriftsteller Ha Jin hat eine einfühlende Biographie des chinesischen Dichters Li Bai geschrieben, der unstet lebte, Legenden bildete und dabei ein großes Werk schuf.
Auf dem modernen Markt der Sinnstiftungen: Hartmut von Sass macht sich Gedanken über einen zeitgemäßen Gottesglauben.
Und können wir das überhaupt? Ein Gespräch über das Russische zwischen der ukrainischen Schriftstellerin Yevgenia Belorusets und dem in Russland geborenen amerikanischen Lyriker Eugene Ostashevsky.
Mütter, Väter, Kinder: Heide Lutosch sieht heutigen Kleinfamilien im fatalen Sog einer immer noch wirksamen Vergangenheit.
Der fremd-vertraute Hausgeist: Im Blick der Katze empfangen wir Nachrichten aus einer untergegangenen Welt.
Zwei Bücher widmen sich auf ganz unterschiedliche Weise Techniken, andere als bloß normale Bewusstseinszustände zu kultivieren.
Gelehrter Autor auf vielen Umwegen: Ein Band präsentiert Schriften von Sir Thomas Browne
Was die Wissenschaft außen vor lässt: Birgit Schneider macht sich auf die Suche nach neuen Erzählformaten und Darstellungsweisen, mit denen wir uns über den Klimawandel verständigen könnten.
Was hat der Feldhase eigentlich mit Eiern zu tun? Und wie kommt es, dass er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht? Ohne Jäger würde es viel schlechter um Meister Lampe stehen.
Eine an den europäischen Adel gebundene Ideologie: Panajotis Kondylis’ Studie über eine gern in Anspruch genommene politische Positionierung liegt in einer Neuausgabe vor.
Ein Essay über das Klima, den Menschen, sein Wissen um das, was droht, und sein Zögern: Judith Schalansky erhält den Wortmeldungen-Literaturpreis 2023.
Krieg und Unterdrückung, Klimawandel, aussterbende Arten und bedrohte Demokratie – die Konkurrenz der Krisen führt zu einer Konjunktur der Krisendiagnosen. Ein Blick in neue Sachbücher.
Die dänische Autorin Solvej Balle vermisst im ersten Teil ihres auf sechs Bände ausgelegten Zyklus „Über die Berechnung des Rauminhalts“ per Zeitschleife nicht nur den Raum, sondern auch Zeit und Geborgenheit.
Immer wieder fragt er, wer wir sind, wer wir waren, wer wir sein werden. Lange musste er warten, ehe ihm Anerkennung zuteilgeworden ist. Nun wird der Schweizer Schriftsteller Christian Haller achtzig Jahre alt.
Agnese Grieco legt eine gedankenreiche Studie zur tragischen Figur der Phädra vor. Darin werden nicht zuletzt die Rolle des Eros und die Herrschaft der Männer in der griechischen Gesellschaft beleuchtet.
Nationale Selbstfindung an der digitalen Klagemauer: Menschen mit sowohl ukrainischen als auch russischen Wurzeln oder Angehörigen erörtern in einem anonymen Chat ihre Nöte.
Auf dem Weg nach Walhalla: Die private Söldnertruppe Wagner mit ihrer demonstrativen Brutalität bestimmt zunehmend den politischen Ton in Russland. Männer werden auf den Tod in der Schlacht eingeschworen. Ein Gastbeitrag.
Ein wenig Kälte gehört halt zum besseren Leben: Rolf Lindner sieht sich an, was die Attraktion großer Städte ausmacht.
Beschreibungsmarathon mit Zahlenspielereien: Thomas Clerc besichtigt seine Pariser Wohnung, inventarisiert die Wahrheit der Dinge und schafft damit ebenso vergnügliche wie aktuelle Literatur.
Kann man sich heute noch ohne Folgen als Winnetou-Fan outen? Jens Balzer erläutert, warum es kein Außerhalb der Appropriation gibt und wie sie mit ein wenig Umsicht tatsächlich gelingen könnte.
Regenwürmer, Fragen an die Kunst, im Dunkeln gekritzelt und ins Gesicht geschaut: Siebzehn Redakteure aus dem Feuilleton der F.A.Z. empfehlen in sechs Kategorien nicht nur Bücher, Platten, Filme und Serien zu Weihnachten.
Wer genauer hinhört, der begreift mehr: Die Philosophin Vinciane Despret macht sich Gedanken über die Territorialität von Vögeln. Auch deren Erforschung nimmt sie genau ins Visier.
Zur Transzendenz des Skispringens: Joshua Groß erzählt in „Prana Extrem“ von der Conditio humana im Angesicht der Klima-Apokalypse.
Tim Trzaskaliks dichterische Hommage an das Western-Genre umfast mehr als 170 Seiten und lässt einen bisweilen so einsam, wie es der Sheriff beim Showdown ist.
Blick zurück auf Anverwandlungen von Marx und Heidelberger Seminare: Christian Voller widmet sich der Vorgeschichte der Kritischen Theorie in den Zwanzigerjahren.
Unklarheit schützt nicht vor Urteilsfreude: Thomas Wagner zeichnet ein Schwarz-Weiß-Bild der Menschheitsgeschichte.
Der Literat Warlam Schalamow gibt mit seinen Briefen aus der Nachkriegszeit Einblicke in die Psyche des Homo Sovieticus: Eine Auswahl seiner Korrespondenz der Jahre 1952 bis 1978 ist jetzt auf Deutsch erschienen.
Goethe im Tornister: Hanns Cibulkas „Nachtwache“ bietet Tagebucheinträge aus der Zeit seines Kriegseinsatzes auf Sizilien.
Wenn die Hautfarbe über gesellschaftliche Zugehörigkeiten entscheidet: Die Anthropologin und Historikerin Doris Byer blickt zurück auf ihr Leben und ihre Forschung.
In den öffentlichen Diskursen über die globale Erderwärmung ist es schwierig, aber dringend notwendig, zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Ein Gastbeitrag.
Auch Machiavellismus ist bloß Kunstwollen auf Pump: „Cousine Bette“, Balzacs Studie über das Ressentiment, von Nicola Denis neu übersetzt.