Das Siechtum der Krankenhäuser
Tausende Mitarbeiter fordern mehr Geld für ihre Häuser. Während die Länder die Kassen dicht halten, hat der Bund schon Milliarden gezahlt.
Tausende Mitarbeiter fordern mehr Geld für ihre Häuser. Während die Länder die Kassen dicht halten, hat der Bund schon Milliarden gezahlt.
Das Bundeskabinett hat das Krankenhaustransparenzgesetz auf den Weg gebracht. Ein erster Schritt in Richtung Klinikreform. Was die einen begrüßen, geht anderen zu langsam. Sie fürchten, dass einige Krankenhäuser in Hessen die Umsetzung der Reform nicht erleben werden.
Nach den Vorstellungen der Kassenärztlichen Vereinigung soll jeder vierte Eingriff in einer Praxis stattfinden. Die FDP unterstützt das, der Klinikverband lehnt ab.
Die Eckpunkte zur geplanten Krankenhausreform stehen fest. Jetzt beginnt das Warten auf den Gesetzentwurf. Kritik an den Plänen üben einige Klinikvertreter in Hessen schon jetzt.
Was können Kliniken und Patienten in Hessen von der Krankenhausreform erwarten? The Weeknd liefert Frankfurt eine Show. Und außerdem gibt es neue Ferienlektüre aus der Mainmetropole. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Laut Andreas Gassen gibt es „absurd viele“ stationäre Eingriffe in Deutschland. Bei den Reformplänen der Bundesregierung sieht er „erheblichen“ Nachbesserungsbedarf.
Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten der Welt – doch es krankt an vielen Ecken. Für die Zukunft müssen sich wesentliche Dinge ändern. Gastbeitrag eines Virologen.
Karl Lauterbach wollte einen großen Wurf und die Krankenhauslandschaft endlich in Form bringen. Er hat seine Rechnung ohne die Länder gemacht. Doch die haben sich in den Verhandlungen nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
In der Gesetzgebung muss der Bund darauf achten, sich von den Ländern und Interessengruppen nicht noch weiter über den Tisch ziehen zu lassen – zum Wohle der Patienten.
Nicht nur im Streit um die Klinikreform ist der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek zum Gegenspieler des Bundesgesundheitsministers geworden.
Ein Anfang zum überfälligen Umbau des deutschen Krankenhauswesens ist gemacht. Zum Wohle der Patienten. Dennoch könnte das Vorhaben scheitern.
Die Finanzierung der Krankenhäuser soll sich grundlegend ändern. In vielen Punkten konnte sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach aber nicht gegen die Länder durchsetzen.
Gegen die Länder stehen sogar Grüne und FDP eng beieinander. Möglich ist ein Alleingang des Bundes bei der Qualitätsoffensive.
Im Ringen um eine Krankenhausreform ist eine grundsätzliche Verständigung von Bund und Ländern auf Eckpunkte erreicht. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mit.
Bund und Länder liegen bei der Krankenhausreform überkreuz. Nun sollen die Verhandlungen endlich abgeschlossen werden – doch es gibt noch etliche Konflikte.
US-Präsident Biden trifft vor dem NATO-Gipfel auf König Charles. In Frankreich wird gegen Polizeigewalt demonstriert. Und bei der Krankenhausreform soll eine neue Bund-Länder-Runde Klarheit schaffen. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Der Chef der Essener Uniklinik fordert eine Grundgesetzänderung. Der Staat sollte vor der „Tagesschau“ für die bessere Versorgung werben. Bis zu ein Viertel der Betten sei überflüssig.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach will mit halbjährlichen Vorauszahlungen von 20 Milliarden Euro seine Krankenhausreform retten. Doch die Krankenkassen kritisieren, dass ihnen das dafür nötige Geld gar nicht zur Verfügung stehe.
Die Kreisklinik Groß-Gerau schreibt wie viele Krankenhäuser rote Zahlen. Das liege an der Unterfinanzierung und an zu viel Bürokratie, sagt Klinikleiterin Erika Raab.
Im Gesundheitswesen will jeder für sich das Beste rausholen. Doch Ärzte und Patienten werden zurückstecken müssen, wenn die Versorgung auch in Zukunft weiter gewährleistet sein soll.
Die Krankenhäuser in Deutschland sind viel zu kostspielig für das, was sie leisten. Die Krankenhausreform hätte das ändern können. Doch der Gesundheitsminister hat die Chance vergeben.
Bund und Länder wollen eine Einigung bis zur Sommerpause. Man ist sich einig: Die Leistungsgruppen kommen, die umstrittenen Level aber nur auf dem Papier. Lauterbachs eigene Position bröckelt unterdessen.
Bund und Länder beraten heute über die geplante Klinikreform. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einem „unkontrollierten Krankenhaussterben“, sollte es zu keiner Einigung kommen.
Der Kompromiss des Gesundheitsministers sieht vor, dass zwei Drittel aller Krankenhäuser Grundversorger werden sollen. Die befürchtete Pleitewelle könnte gegen das Grundgesetz verstoßen.
Die Krankenhausreform soll durch eine größere Spezialisierung bessere Behandlungen bringen. Doch Kritiker fürchten um die Grundversorgung.
Ein gemeinsames Papier fordert von Berlin deutlich mehr Geld und Mitsprache. Die Länderchefs lehnen zentrale Vorschläge des Gesundheitsministers ab, darunter die Einteilung der Kliniken in Qualitätsstufen.
Die Empfehlungen der Regierungskommission können so nicht umgesetzt werden, heißt es in einem Rechtsgutachten. Sie würden zu stark in die Kompetenzen der Länder eingreifen.
Ein Rechtsgutachten stellt die Vorschläge der Regierungskommission zur Krankenhausreform in Frage – die Pläne greifen demnach zu stark in die Kompetenz der Länder ein. Politiker von FDP und Grünen kritisieren das.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bemängelt einen fehlenden „Ostblick“. Kein einziges beschleunigtes Autobahnprojekt liege im Osten. Dissens gibt es auch bei der Klinikreform.
Deutschland steht vor einer großen Krankenhausreform. Warum die Bundesländer trotzdem auf eigene Regelungen bestehen, erklärt Hessens Gesundheitsminister Kai Klose im Gespräch.
Ein Basisvorschlag soll Lauterbachs „Level“ aufweichen und sich ausgerechnet an NRW orientieren. Dabei hatte Lauterbach Düsseldorf gerade erst abgewatscht.
Aus den Ländern kommt scharfer Protest gegen die geplante Klinikreform des Bundesgesundheitsministers. Die ist jedoch überfällig – nur mutige Entscheidungen können die medizinische Versorgung langfristig sichern.
Gesundheitsminister Lauterbach und die Länder feilschen weiter über die geplante Klinikreform. Ein Knackpunkt sind mögliche Ausnahmeregeln.
Eine geplante Reform verunsichert die Kliniken. Viele Fachabteilungen und teils ganze Häuser werden schließen müssen – der Wettlauf ums Überleben hat bereits begonnen.
Um Deutschlands Krankenhauslandschaft grundlegend zu reformieren, wollen Bund und Länder zusammenarbeiten. Bislang wurde der Bundesrat üblicherweise erst im zweiten Schritt beteiligt.
Bevor Bund und Länder über die Krankenhausreform verhandeln, kritisieren Landespolitiker und Krankenhauslobbyisten die Pläne des Gesundheitsministers. Sie sorgen sich vor Planwirtschaft und fordern mehr Geld.