China lässt wieder hoffen
Der Außenhandel des Exportweltmeisters wächst unerwartet stark. Während die Nachfrage aus der EU schwächelt, kaufen die Amerikaner wieder mehr in Fernost ein.
Der Außenhandel des Exportweltmeisters wächst unerwartet stark. Während die Nachfrage aus der EU schwächelt, kaufen die Amerikaner wieder mehr in Fernost ein.
Wer zahlt jetzt genau das Hilfsgeld an Spanien, wann, und welche Gegenleistungen muss das Land bringen? Hier sind 15 Fragen zur EU-Hilfe. Und die Antworten dazu.
Spanien schlüpft unter den Schutzschirm der Euro-Länder. Nach sechs Monaten im Amt und mit einer komfortablen absoluten Mehrheit ausgestattet, ist Ministerpräsident Rajoy politisch zwar erschüttert, wankt aber noch nicht.
Bis zu 80 Milliarden Euro brauchen die spanischen Banken des Landes, schätzt der IWF. Dabei galt das Land lange Zeit als vorbildlich. Wie konnte es so weit kommen?
Spanien wird seine europäischen Partner um Milliardenhilfen zur Sanierung seines angeschlagenen Bankensystems bitten. Das sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Madrid. Die Euro-Staaten wollen Spanien mit bis zu 100 Milliarden Euro beistehen.
Der IWF veröffentlichte seine Analyse des spanischen Finanzsystems in aller Eile vorzeitig. Der Währungsfonds forderte Spanien auf, schnell zu handeln. Spekuliert wird, dass Madrid schon an diesem Samstag die EU um Hilfe bitten könnte. Am Nachmittag soll es eine Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister geben.
Mit ihrer Kritik an der Zahlungsmoral der Griechen sorgte IWF-Chefin Christine Lagarde für einen Sturm der Entrüstung in Athen. Nun stellt sich ausgerechnet der oberste griechische Steuerfahnder hinter sie.
Spanien hat die Entscheidung über einen Hilfsantrag beim Krisenfonds EFSF zur Rettung seiner Banken aufgeschoben. Solange wollte die Ratingagentur Fitch nicht warten und stufte die Kreditwürdigkeit des Landes herab.
Die schwachen Konjunkturdaten der vergangenen Tage haben den geldpolitischen Spielraum der Europäischen Zentralbank erhöht. An den Terminmärkten halten Händler eine Zinssenkung im Juli oder August aber für wenig wahrscheinlich. Die Banken hoffen auf weitere Geldspritzen.
Nach Spanien muss jetzt auch Portugal seine Banken stützen. 6,6 Milliarden Euro will der Staat in drei angeschlagene Institute pumpen. Zwölf Milliarden Euro waren im Hilfsprogramm der EU bereits dafür vorgesehen. Die Troika hat unterdessen die nächste Milliardenzahlung aus dem Hilfspaket freigegeben.
Nach Spanien muss jetzt auch Portugal seine Banken stützen. 6,6 Milliarden Euro will der Staat in drei angeschlagene Institute pumpen. Zwölf Milliarden Euro sind im Hilfsprogramm der EU dafür vorgesehen. Die Troika hat unterdessen die nächste Milliardenzahlung aus dem Hilfspaket freigegeben.
Kapitalverkehrskontrollen lösen in der Finanzwelt Angst aus. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus dem Euro lässt nun aber Politiker in Hellas wie in der Schweiz genau darüber nachdenken.
Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit erreichen ein neues Renditetief, spanische Aktien und kurzlaufende Anleihen verlieren an Wert. Von einer Panik kann bislang aber keine Rede sein.
Griechenland steht vor Neuwahlen. Der radikale Linke Alexis Tsipras will mit seiner Syriza-Partei stärkste Kraft werden - dem Wahlsieger winken im griechischen Wahlsystem 50 zusätzliche Sitze als Mehrheitsprämie. Die traditionellen Parteien könnten ihm das im Falle seines Wahlsiegs heimzahlen.
Sichere Anleihen bringen kaum noch Zinsen und werden aufgefressen von der Inflation. Dem Staat ist es recht: Seine Schulden schrumpfen unauffällig.
Mit scharfer Kritik hat Athen auf die Äußerungen der IWF-Chefin Christine Lagarde reagiert. Die IWF-Chefin habe „die Griechen beleidigt“, sagte der Vorsitzende der Sozialisten Venizelos.
„Helft euch selbst“, blafft jetzt sogar IWF-Chefin Christin Lagarde die Griechen an. Ein Austritt aus dem Euro wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.
Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat der britischen Zeitung „Guardian“ ein bemerkenswertes Interview gegeben. Christine Lagarde wird darin so deutlich wie kaum ein Politiker in den vergangenen zweieinhalb Jahren, seit Griechenland nicht mehr selbst für sein Auskommen sorgen kann.
Gegen richtig verstandene Wachstumspolitik ist nichts einzuwenden. Wer aber trägt dafür die Verantwortung? Nichts spricht dafür, dass man einen Plan für Europa braucht, Stichwort „Wachstumspakt“.
Die Ermittlungen um die illegalen Sex-Partys mit Dominique Strauss-Kahn werden ausgeweitet: Nun geht es nicht mehr nur um bandenmäßige Zuhälterei, sondern auch um gemeinschaftliche Vergewaltigung.
Sparen oder Austreten: Bundesbankpräsident Jens Weidmann erinnert die Griechen im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass sie ihr Schicksal selbst bestimmen können.
Bislang sah alles danach aus, dass die radikale Linke die Neuwahl in Griechenland gewinnen wird. Umso überraschender ist das Ergebnis der ersten Umfrage seit dem Scheitern der Regierungsgespräche. Demnach liegen die reformorientierten Parteien vorn.
Bis zur Neuwahl am 17. Juni friert der Internationale Währungsfonds seine offiziellen Kontakte zu Athen ein. Unterdessen wurde die Übergangsregierung vereidigt. Der Konservative Samaras spricht von einem Kampf zwischen „pro-europäischen Kräften und Nihilisten“.
Die Unsicherheit um den Kurs Europas in der Schuldenkrise hat den deutschen Aktienmarkt auch am Mittwoch im Griff. Für den deutschen Leitindex ging es in den ersten Minuten um 1,5 Prozent nach unten auf 6305 Punkte.
Die anstehenden Neuwahlen in Athen spalten Europa: Während Eurogruppenchef Juncker Nachverhandlungen am Hilfspaket nicht ausschließt, bleibt Finanzminister Schäuble hart.
Selbst wenn Griechenland überhaupt keine Schulden mehr zurückzahlt, klafft eine Lücke im Haushalt. Das nimmt dem Land jeden Spielraum, um die Zinsen für Verbindlichkeiten selbst zu tragen. Ohne neue Kredite und Sparanstrengungen kann Griechenland nicht überleben.
Der Führer der griechischen Konservativen, Antonis Samaras, hat bereits am Montagabend den Auftrag zur Regierungsbildung zurückgegeben. Nun soll sich die zweitstärkste Kraft daran versuchen - das Linksbündnis, das eine Abkehr von dem Sparkurs fordert.
Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat angekündigt, notfalls weitere Staatsmilliarden zur Bankenrettung einzusetzen. Dabei steht vor allem der angeschlagene Sparkassen-Konzern Bankia im Mittelpunkt.
Die Stimmung in Europa kippt: Die Rosskur für die Schuldenländer macht alles nur noch schlimmer, sagen die Gegner des Sparens. Und empfehlen üppige Ausgabenprogramme.
Dominique Strauss-Kahn muss sich in New York einem Zivilprozess stellen. Ein Richter sprach dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds die diplomatische Immunität ab - und ließ die Zivilklage eines Zimmermädchens wegen Vergewaltigung zu.
Im Streit über die ungarische Staatsreform verklagt die EU-Kommission Ungarn vor dem Europäischen Gerichtshof. Zugleich sagte die EU-Kommission neue Gespräche über Finanzhilfe zu.
Viel zu wenig, viel zu spät: Die Demographiestrategie der Bundesregierung ist ein Trauerspiel. So vergeuden wir die Jahre, die bleiben, bevor die Gesellschaft zu alt und zu krank wird.
Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, verteidigt die Aufstockung der Finanzen des Internationalen Währungsfonds und warnt vor Nebenwirkungen der langfristigen Ausleihungen der EZB.
Heidelberger Druck verfehlt seine Jahresziele, Philips steigert den Gewinn und Nestlé erhält den Zuschlag für Pfizers Babynahrung. Lufthansa begibt sich auf Sparkurs, Vodafone will für Cable & Wireless bis zu 1,07 Milliarden Pfund zahlen, die Briefunternehmen verbünden sich gegen die Post und die EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt eine Pille von Bayer. Die IWF-Mittel werden um 430 Milliarden Dollar erhöht, die Bundesregierung erwartet eine stabile Konjunktur und Chinas Industrie stabilisiert sich leicht. Außerdem will Spanien weitere Milliarden bei Bildung und Gesundheit einsparen.
Nach der Aufstockung der Mittel zur Krisenbekämpfung fordert der Internationale Währungsfonds von den Europäern mutige Strukturreformen und die Rückkehr zur Finanzstabilität.
Man kann den Mitgliedsstaaten des Internationalen Währungsfonds nur empfehlen, in Deckung zu gehen. Wer dem Fonds immer mehr Geld in die Hand gibt, darf sich nicht wundern, wenn er immer mehr bedürftige Krisenländer entdeckt.