Die EZB beginnt mit der grünen Geldpolitik
Schon von Oktober an sollen milliardenschwere Bestände an Unternehmensanleihen nach Klimakriterien umgeschichtet werden
Schon von Oktober an sollen milliardenschwere Bestände an Unternehmensanleihen nach Klimakriterien umgeschichtet werden
Schon von Oktober an will die EZB ihre Anleihebestände umschichten. Das Geld aus fällig werdenden Anleihen soll unter Klimagesichtspunkten neu angelegt werden. Der Schritt ist sehr umstritten.
Die Verkaufswelle an den Anleihemärkten beunruhigt die Notenbanker. Vor allem der Risikoaufschlag Italiens bereitet ihnen Sorgen.
EZB-Präsidentin lässt Datum offen. Zuvor plädierten mehrere Ratsmitglieder für Juli. Inflation bei 7,4 Prozent
Der Präsident der Deutschen Bundesbank fordert im Gespräch mit F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger eine klare Antwort auf die extreme Inflation.
Nach dem Vizepräsidenten der Notenbank bringt ein weiteres Mitglied des Direktoriums der EZB einen ersten Zinsschritt im Juli ins Gespräch. Amerikas Notenbank Fed könnte schon am heutigen Mittwoch das nächste Mal zuschlagen.
Schnabel für Zinserhöhung
Die EZB scheint die geldpolitische Wende für ihre Sitzung im März verbal vorzubereiten.
Nach Jahren der ultralockeren Geldpolitik dürfte Europas Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung erste Schritte zur Normalisierung ankündigen. Spitzenvertreter bereiten den Schritt jetzt mit öffentlichen Äußerungen vor. Auch der EZB-Chefvolkswirt rechnet nicht mehr mit einer Rückkehr der sehr niedrigen Inflationsraten.
Der Wechsel an der Spitze der Bundesbank fällt in eine brisante Zeit. Die alte Kompetenz der deutschen Institution in der Inflationsbekämpfung kann der EZB helfen.
Diesel kostet jetzt so viel wie noch nie in der Geschichte. Auch Strom wird immer teurer. Bleibt das jetzt so im Kampf gegen den Klimawandel?
Das Verfassungsgericht entscheidet über die Corona-Bundesnotbremse. Die NATO-Außenminister beraten über Russlands Invasionspläne in der Ukraine. Und die Queen ist nicht mehr Staatsoberhaupt von Barbados. Der F.A.Z.-Newsletter.
Nicht nur die Energiepreise legen kräftig zu. Vieles wird vor den Weihnachtseinkäufen teurer. Nach europäischer Rechenweise erreicht die Rate sogar 6 Prozent. Die EZB meint, damit sei jetzt aber auch wirklich der Höchststand in der aktuellen Inflationswelle erreicht.
Die Inflation steigt und steigt. Am 16. Dezember will die Europäische Zentralbank die Weichen für ihre künftige Geldpolitik stellen. Für Bundesbankpräsident Weidmann wird es die letzte Sitzung in seiner Amtszeit. Wird sie zur Zäsur?
Die EZB-Direktorin lässt durchblicken, dass die Ansichten in der Notenbank über die Dauer der Teuerung geteilt sind. Sie erwartet im kommenden Jahr einen Rückgang.
EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel spricht über die Folgen der Anleihekäufe für große und kleine Vermögen. Sie zeigt: Wenn man die Hauspreise in die Inflationsrate einbezieht, fällt die Rate 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte höher aus als ohne.
Die Europäische Zentralbank ringt um die Frage, wie lange die höhere Inflation anhalten wird. Daran hängt auch die Zukunft ihrer Anleihekäufe.
Der Inflationsanstieg wird sich ihrer Ansicht nach wieder abschwächen. Sie beruft sich auf die niedrigen Erwartungen zur Teuerung am Finanzmarkt.
Trüben hohe Schulden in ihren Heimatländern die Aufmerksamkeit der EZB-Ratsmitglieder für die Inflation? Das ZEW befasst sich empirisch mit einem heiklen Thema.
Von konservativ und vorsichtig bis zu äußerst raffiniert: In einem Bericht verrät die EZB jährlich was Europas oberste Notenbanker mit ihrem privaten Geld so machen. Die Strategien im Rat der Zentralbank gehen dabei auseinander.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel verteidigt das neue Inflationsziel, spricht über die Zukunft der Anleihekäufe und erklärt, warum die EZB jetzt auch im Klimaschutz mitmischt.
Die EZB will bald über ihr Inflationsziel sprechen. Der niederländische Zentralbankpräsident Knot warnt vor Risiken. Hingegen hält die deutsche EZB-Direktorin Schnabel Inflationssorgen für nicht gerechtfertigt.
Der EZB-Rat will einen Konsens über eine grünere Ausrichtung der Notenbank erzielen. Ein Vorstoß von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann macht deutlich, in welche Richtung es dabei gehen könnte.
In diesem Jahr sei es schon zu einem kräftigen Anstieg gekommen. Nach Einschätzung von EZB-Direktorin Isabel Schnabel könnte die Inflation hierzulande kurzfristig die Marke von 3 Prozent überschreiten.
Die Sparquote in Deutschland steigt deutlich auf 16,2 Prozent. Mit Zukunftssorgen hat das allerdings wenig zu tun.
Isabel Schnabel von der EZB und der frühere Wirtschaftsweise Lars Feld streiten bei den Grünen über die Geldpolitik, die Gefahr einer Immobilienblase – und Anleihekäufe für den Klimaschutz.
Die Gefahr einer Inflation sieht die EZB nicht. Günstige Finanzierungsbedingungen für Staaten, Unternehmen und Privathaushalte bleiben ihr Ziel.
Isabel Schnabel ist die mächtigste Deutsche in der EZB. Kann sie ihren Landsleuten die Furcht vor der Geldentwertung nehmen?
Mit dem neuen Jahr ist vieles in Deutschland teurer geworden. Die Inflationsrate ist von minus 0,3 auf plus 1 Prozent gestiegen. Was bedeutet das für eine Nation mit traditionell ausgeprägter Inflationsfurcht?
In diesem Jahr könnte die Inflation vorübergehend etwas ansteigen, glaubt EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Das erfordere aber keine entsprechenden geldpolitischen Entscheidungen.
Die Geldpolitik hat in dieser Krise zweifellos positive Wirkungen entfaltet. Die EZB ist aber zumindest an ihre Grenzen gegangen. Auch haben die Gefahren zugenommen, dass sie in eine unheilvolle Abhängigkeit von der Finanzpolitik und den Finanzmärkten gerät.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagt, alle Instrumente der Notenbank würden überprüft. Am Finanzmarkt wägt man die Wahrscheinlichkeiten ab.
Sorgen die gewaltigen Corona-Hilfsprogramme von Staaten und Notenbank dafür, dass Unternehmen überleben, die eigentlich längst am Ende sind? EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat sich damit beschäftigt.
„Fiscal dominance“, Herrschaft der Haushaltspolitik der Staaten über die Notenbanken, nennt sich ein Ökonomen-Albtraum. Bundesbankpräsident Weidmann warnt davor – und widerspricht in mancherlei Isabel Schnabel von der EZB.
Die gegenwärtige Lage sei von „außergewöhnlicher Unsicherheit“ geprägt, sagt EZB-Direktorin Isabel Schnabel auf einer Finanz-Veranstaltung. Die Ökonomin zeigte sich zudem um die Kreditvergabe der Banken im Währungsraum besorgt.