Spielt Dow Chemical im Chemiedreieck auf Zeit?
Gut 30 Jahre nach der Privatisierung der ehemaligen Buna-Werke durch Dow Chemical wächst im mitteldeutschen Chemiedreieck die Unsicherheit über die künftige Rolle des US-Konzerns.
Teure Energie treibt die Lohnerwartungen der Arbeitnehmer nach oben. Doch die Spielräume der Wirtschaft schrumpfen. So läuft es seit bald sieben Jahren. Und die nächste Krise bahnt sich schon an.
Gut 30 Jahre nach der Privatisierung der ehemaligen Buna-Werke durch Dow Chemical wächst im mitteldeutschen Chemiedreieck die Unsicherheit über die künftige Rolle des US-Konzerns.
Auch nach zwei Tagen Verhandlungen kein Durchbruch: Gewerkschaft und Chemie-Arbeitgeber bleiben bei Lohn und Beschäftigungssicherung weit auseinander.
Im öffentlichen Dienst streikt Verdi für bis zu zwölf Prozent mehr Lohn. Dagegen wären die Kollegen in der Chemiebranche fast schon über Jobgarantien froh.
Der letzte Solarglashersteller der EU macht dicht. Nach dem Rückzug eines Investors verlieren über 200 Mitarbeiter ihre Jobs.
Der Kanzlerbesuch auf dem Gewerkschaftstag kaschiert Konflikte, die nur ruppig zu lösen sind. Eine Wirtschaftswende wird Friedrich Merz nur im Konflikt gelingen.
Überall auf der Welt machen Regierungen den Ausstoß von Klimagasen teurer. Ausgerechnet in Europa bekommen nun Politiker, Industrie und Gewerkschaften Zweifel.
Der Kanzler setzt sich für weitere kostenlose Emissionszertifikate ein. Das freut die Gewerkschaft IG BCE, die ein „Kippen der Industrie“ befürchtet. In der Sozialpolitik aber bleiben starke Gegensätze.
Die „Superreichen“ sollen mehr für den Staat zahlen, findet der mächtige Chemie-Gewerkschaftschef Vassiliadis. Am Montag kommt der Kanzler zu seinem Kongress – und wird noch andere Forderungen zu hören kriegen.
Nach 125 Jahren schließt das Reifenwerk in Fulda, in der Stadt fallen dadurch mehr als 1000 Arbeitsplätze weg. Die nach dem Standort benannte Marke lässt der Goodyear-Konzern andernorts produzieren.
Doppelter Ärger um die Klimapolitik: IG-BCE-Chef Vassiliadis will kriselnde Grundstoffindustrien vom CO₂-Preis entlasten. Klimaschützer warnen vor Missbrauch der Mittel aus dem Klimatransformationsfonds.
Die Wirtschaftsministerin besucht an diesem Montag den Energiekonzern Leag. Der geplante Südbonus für neue Gaskraftwerke sorgt in der Kohleregion allerdings für Sorge.
Der Dax-Konzern leidet unter einem „aussichtslosen“ Preiskampf mit seinen asiatischen Wettbewerbern. Jetzt kündigt er den Abbau Hunderter Stellen an.
Union und SPD wollen Stromsteuer und Netzentgelte für alle Verbraucher senken. Für das produzierende Gewerbe sieht der Koalitionsvertrag zusätzliche Erleichterungen vor. So reagieren Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet.
Das produzierende Gewerbe leidet unter den hohen Standortkosten – zu denen im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet auch die Flächenkonkurrenz beiträgt.
Mehrere hessische Politikerinnen ziehen sich aus ihren Ämtern zurück. Der Bau einer neuen Multifunktionsarena sorgt für Diskussionen über die Verkehrsführung. Und IGBCE-Chef Vassiliadis fordert eine Vermögensabgabe für Infrastruktur. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Michael Vassiliadis will einmalig das reichste Promille der Bevölkerung zur Kasse bitten. Beim Klimaschutz wünscht sich der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) mehr Pragmatismus.
Seit dem 19. Jahrhundert wird in der Lausitz Glas hergestellt. Die Region mauserte sich zu einem Zentrum der europäischen Glasindustrie. Doch die hohen Energiepreise setzen den wenigen verbliebenen Glashütten zu.
Die Gewerkschaft IG BCE verlangte von Adidas alle betrieblichen E-Mail-Adressen der Arbeitnehmer. Warum sie damit vor dem Bundesarbeitsgericht gescheitert ist.
Erst stiegen mit den Energiepreisen die Produktionskosten, nun schwächelt die Nachfrage. Der Chemiebranche fehlt der Dampf.
Der Labordienstleister Intertek zahlt laut Betriebsrat etwa seinen Chemielaboranten mehrere Hundert Euro im Monat weniger als hierzulande üblich. Urlaubs- und Weihnachtsgeld gebe es auch nicht. Nun läuft ein Streit um einen Tarifvertrag.
Vor zwei Jahren wurde der Sensorenhersteller von Heraeus an einen Konzern aus Taiwan verkauft. Jetzt droht laut Betriebsrat die Verlagerung von Arbeitsplätzen.
Nach der Übernahme durch einen türkischen Investor schien das Unternehmen gerettet. Nun wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Proteste der Arbeitnehmer sind verpufft: Der Figurenhersteller Schleich gibt den Stammsitz in Schwäbisch Gmünd auf und zieht nach Prag und München. Einzig die Logistik bleibt am alten Standort.
Der Autozulieferkonzern könnte bald ein reiner Reifenhersteller sein. Für dessen Automotive-Sparte dürfte sich die Familie Schaeffler interessieren.
Der Spielwarenhersteller Schleich verkündet die Aufgabe des Stammsitzes und lässt Arbeitnehmer im Ungewissen. Die Private-Equity-Gesellschaft im Hintergrund schweigt – und bestätigt so viele Vorurteile über die Branche.
Chemiebeschäftigte erhalten einen zusätzlichen freien Tag, wenn sie Gewerkschaftsmitglied sind. Dass diese Art Bonus zum Vorbild für andere Branchen wird, ist unwahrscheinlich.
Der Dax-Konzern will sein Pigmentgeschäft verkaufen. Nicht alle Mitarbeiter am Standort Gernsheim sind davon betroffen, aber 500 sollen zum chinesischen Käufer wechseln.
Chemiebeschäftigte erhalten einen freien Extratag vom Arbeitgeber, falls sie in der Gewerkschaft sind. Arbeitgeberpräsidentin Katja Scharpwinkel erklärt im Interview, warum sie dies trotz Bedenken mitbeschlossen hat.
Nach der IG BCE will auch die IG Metall per Tarifvertrag Sondervorteile für ihre Mitglieder durchsetzen. Sie hätten das „verdient“, sagt deren Chefin Christiane Benner – und verärgert damit die Arbeitgeber.
Der Chemiekonzern stellt die Produktion eines Unkrautvernichters ein. Im Industriepark Höchst hängen daran 120 Arbeitsplätze. Auch andere Chemiebetriebe dort haben Probleme.
Wer Mitglied der Gewerkschaft IG BCE ist, erhält künftig vom Arbeitgeber einen zusätzlichen freien Tag. Ein gewagter Ansatz – aber besser als das, was Politik bisher in Sachen Tarifbindung anbietet.
Erstmals setzt eine Gewerkschaft per Branchentarifvertrag einen „Mitgliederbonus“ durch, um mehr Zulauf zu gewinnen: Wer dem Arbeitgeber einen IG-BCE-Ausweis zeigt, erhält einen zusätzlichen freien Tag.
Tarifbeschäftigte Mitglieder der Gewerkschaft IGBCE sollen außerdem künftig einen freien Tag zusätzlich im Jahr erhalten. Die Gesamtlaufzeit des neuen Tarifvertrages beläuft sich auf 20 Monate.
Vor der nächsten Verhandlungsrunde in der Chemieindustrie haben 1000 Beschäftigte vor der Merck-Zentrale ihren Forderungen Nachdruck verliehen.
Im Tarifkonflikt der Chemieindustrie erweisen sich die Fronten als verhärtet. Die Gewerkschaft rüstet sich für Protesttage. Die Arbeitgeber finden deren Forderung „komplex“. Ende Juni soll es einen neuen Anlauf geben.
Das Management von Schleich schließt in einem Handstreich den Stammsitz und verlagert das Unternehmen nach München und Prag. Gewerkschaft und Betriebsrat wissen von den Plänen nichts und reagieren empört.