Berlusconi empört über Ermahnungen
Merkel und Sarkozy haben Berlusconi ermahnt,konkrete Pläne für die Haushaltskonsolidierung vorzulegen. Berlusconi grollt: Niemand in Europa sei „in der Position, seinen Partnern Lehren zu erteilen“.
Merkel und Sarkozy haben Berlusconi ermahnt,konkrete Pläne für die Haushaltskonsolidierung vorzulegen. Berlusconi grollt: Niemand in Europa sei „in der Position, seinen Partnern Lehren zu erteilen“.
Deutsche-Bank-Chef Ackermann verhandelt zwar für den internationalen Bankenverband mit der Politik darüber, auf Schulden in welcher Höhe die privaten Gläubiger Griechenlands verzichten wollen. Am Ende entscheidet jedoch jedes Institut für sich allein.
Bis Mittwoch läuft der Countdown zum zweiten Spitzentreffen der Staats- und Regierungschefs der EU und der Euro-Zone. Die offenen Punkte im Überblick.
Ein Gipfel allein wird das Euro-Entscheidungsknäuel nicht entwirren. Doch eines sollten die Politiker bei allen Rettungsbemühungen im Hinterkopf behalten: Über die Zukunft der Währungsunion wird nicht in Athen entschieden, sondern in Rom. Ein Kommentar von Holger Steltzner
Nach den EU-Krisentreffen zeichnen sich Lösungen für eine Umschuldung Griechenlands, eine Rekapitalisierung angeschlagener Banken und den „effektiveren Einsatz“ des Euro-Krisenfonds EFSF ab.
Die Tragfähigkeitsanalyse der Troika prophezeit: Die Kreditgeber müssen in den kommenden Jahren mindestens weitere 252 Milliarden Euro bereitstellen.
Als Alternative zu den staatlichen Rettungsschirmen haben die Gastautoren kürzlich die Rekapitalisierung der Banken vorgeschlagen. Nun erläutern sie, warum eine privat finanzierte Stärkung der Banken einer staatlichen Hilfe vorzuziehen ist.
Die Politiker sind nicht die Schurken, sagt Euro-Ökonom Paul de Grauwe: Schuld am ganzen Schlamassel sind die privaten Schuldner.
Eine Billion oder mehr - die Euro-Rettung wird immer teurer. Die Versuchung ist groß, die geldpolitische Panzerfaust abzufeuern und einfach frische Banknoten zu drucken.
Momentan entsteht der Eindruck, dass die Politik den Banken die Sündenbockrolle zuweist. Doch sollte sie sich besser auf gezielte Hilfsmaßnahmen konzentrieren - und auf die Weichenstellung hin zu einer strengeren Bankenaufsicht.
Die EU-Finanzminister wollen einen „substanziellen“ Schnitt für Griechenland: Statt 20 Prozent ist ein Forderungsverzicht von bis 60 Prozent im Gespräch.
Das pleitebedrohte Griechenland erhält die nächste Hilfszahlung - 8 Milliarden Euro. Zudem müsse die Greichenlandhilfe aufgestockt werden, entschieden die Euro-Finanzminster.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Leitlinien zum Eurorettungsfond EFSF durchgewunken. Zuvor hatte Bundeskanzlerin offenbar angedeutet, dass Griechenland einen höheren Schuldenschnitt als geplant benötige.
Griechenlands Parlament hat das umstrittene Sparprogramm verabschiedet. Bei den Protesten gegen das Programm ist ein 53 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.
Eine Eurokrise gibt es nicht, und wenn doch, sind die Märkte schuld. Politik-Veteran Helmut Schmidt bereitet EZB-Präsident Jean-Claude Trichet einen schmeichelhaften Abschied.
Die Währungsunion hat die deutsche Wirtschaft beflügelt, meint der Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey. Die Peripherieländer brauchten aber jetzt so etwas wie einen Marshallplan.
Steuersündern in Griechenland soll es an den Kragen gehen: Das griechische Finanzministerium legte den Abgeordneten des griechischen Parlaments zwei Listen mit 2495 Namen von Bürgern vor, die Geld ins Ausland geschafft haben oder dem Staat große Summen schulden. Die Namen der Steuersünder wurden jedoch nicht bekannt.
Griechenland, Bankenrettung, Krisenfonds, Fiskalunion: Die Themen auf der Tagesordnung der Brüsseler Krisentreffen am Wochenende sind zahlreich und kompliziert. Ein Überblick.
Die Proteste gegen das Sparprogramm der Regierung in Griechenland sind auch am Donnerstag fortgesetzt worden. Das öffentliche Leben ist durch den größten Ausstand seit Jahrzehnten weitgehend lahmgelegt.
Griechenland muss von der Türkei lernen, sagt Ökonom Dennis Snower im FAZ.NET-Gespräch. Politiker hätten das Schuldenproblem dauernd schön geredet.
Die Reduzierung des Nennwerts einer Anleihe oder eines Kredits ist nicht der einzige Weg, die Last der Schulden zu reduzieren. Es gibt Alternativen.
Langsam nähern sich die Staaten der wohl unvermeidlichen Einsicht, dass Griechenland ohne eine Umschuldung in eine Abwärtsspirale gerät. Doch was heißt das für die privaten Gläubiger? Und ist ein Austritt aus der Währungsunion denkbar?
Ökonomen debattieren Vor- und Nachteile eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion. Der Weg für eine schnelle Abwertung wäre frei. Ein Befreiungsschlag möglich.
Juristen streiten über legale Wege aus der Währungsunion. Einige sind der Meinung, dies könne nur freiwillig geschehen. Dies stößt auf Widerspruch.
Eine Versicherungslösung verwendet in der Schuldenkrise nur die 780 Milliarden Euro, die für die EFSF bewilligt sind. Weiteres Geld soll von Privatinvestoren kommen und nicht vom Steuerzahler.
Während am Wochenende Hunderttausende gegen die Macht der Finanzmärkte demonstriert haben, wächst auch in der Politik die Kritik an den Banken. Besonders weit ging der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Er forderte eine Zerschlagung von Großbanken.
Griechenland ist pleite. Das sehen auch die Banken. Doch die Konsequenzen wollen sie nicht tragen. Sie wehren sich gegen einen harten Schuldenschnitt. Dabei wäre das für Deutschland die billigste Lösung.
Europa muss jetzt zusammenstehen. Irland hat es schon fast geschafft. Und auch Portugal und Griechenland unternehmen riesige Anstrengungen.
Unbefristete Rettungsmaßnahmen setzen das Prinzip außer Kraft, dass Gläubiger für ihr Risiko haften müssen. Zusätzlich verletzen sie die Nichtbeistandsklausel der Europäischen Verträge.
Die Griechen schulden ihrem Staat insgesamt 37 Milliarden Euro. Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos kündigte am Freitag an, er plane in der kommenden Woche die Steuerhinterzieher „an den Pranger zu stellen“, indem er ihre Namen veröffentlicht.
Banken unter Druck: Eine Ratingagentur droht großen Instituten, die Bonitätsnote zu senken – auch der Deutschen Bank. Eurogruppenchef Juncker will Banken zur Not zwingen, Zahlungsausfälle hinzunehmen.
Dass auch Staaten ihre Schulden nicht bezahlen können, galt bislang als undenkbar. Jetzt müssen sich die Banken an diesen Gedanken gewöhnen und für die Verluste wappnen.
Die EU-Staaten sollen nach Plänen der Kommission notfalls Milliarden in Problem-Banken pumpen. Doch diese sind dagegen. Die Deutsche Bank will die Krise ohne Staatsgeld durchstehen.
Viel zu lange hat die Politik verdrängt, dass Griechenland überschuldet ist. Gerät die Krise außer Kontrolle, droht ein abrupter Einbruch.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute kritisieren die Politik scharf - und senken ihre Wachstumsprognose für 2012 von 2,0 auf 0,8 Prozent.
Das slowakische Parlament stimmt gegen eine Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF. Die Niederlage bedeutet aber noch kein endgültiges Nein. Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit einem Ja des Landes bei einer zweiten Abstimmung, die noch in dieser Woche stattfinden könnte.