Zum letzten Mal?
Der Troika-Befund überrascht nicht. Zu viele Euro-Politiker hatten signalisiert, Athen werde es noch einmal schaffen. Die Auszahlung der nächsten Tranche hat denselben Zweck wie zuvor: Zeit zu kaufen.
Der Troika-Befund überrascht nicht. Zu viele Euro-Politiker hatten signalisiert, Athen werde es noch einmal schaffen. Die Auszahlung der nächsten Tranche hat denselben Zweck wie zuvor: Zeit zu kaufen.
Die Troika aus EU, EZB und IWF bescheinigt Griechenland Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Im November kann Athen wohl mit neuem Geld rechnen.
Weil Rezepte zur Bankenrettung fehlen, hat die Europäische Union (EU) ihren für nächste Woche geplanten Gipfel auf übernächste Woche verlegt.
Der belgische Staat übernimmt für vier Milliarden Euro den belgischen Ableger der französisch-belgischen Dexia und will mit Frankreich und Luxemburg für 90 Milliarden Euro garantieren.
Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam Europas Banken in der Euro-Schuldenkrise verteidigen. Das kündigten Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy in Berlin an.
Die Troika ist unzufrieden und stellt neue Forderungen: Die Tarifautonomie soll aufgehoben werden und der Mindestlohn gesenkt. Die griechische Regierung lehnt ab.
Die Griechen müssen raus, sagt Ottmar Issing, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt. Finanzminister Schäuble hält im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dagegen.
Staaten retten wird auf Dauer zu teuer. Doch nur wenn Banken Geld kriegen, können Staaten Pleite gehen. Das macht schlechte Laune.
Der deutsche Wirtschaftsminister, in Griechenland "Herr Insolvenz" genannt, hat seinen persönlichen Wiederaufbauplan konkretisiert - und präsentiert keinen schlechten Weg.
Europas Regierungen überlegen, Banken zur Erhöhung ihres Eigenkapitals zu zwingen. Frankreich drängt auf die Einbeziehung der Deutschen Bank. Deren Chef Ackermann hält davon nichts.
Griechenlands Finanzminister Venizelos will alle Hilfen zurückzahlen. Das verspricht er Wirtschaftsminister Rösler in Athen. Die Hoffnung ruhen auf Tourismus und erneuerbare Energien.
Die Regionalförderung durch die EU-Kommission soll künftig an messbare Ergebnisse geknüpft werden. Folgen die Staaten den Vorgaben nicht, sollen Fördermittel gestrichen werden.
Falls Europas Schuldenstaaten ihre Verbindlichkeiten nicht ganz zurückzahlen, droht europäischen Banken allein deshalb eine Eigenkapitallücke von 40 Milliarden Euro, schätzt JP Morgan.
Wirtschaftsminister Rösler will in Athen Druck machen, damit Griechenland wieder auf die Beine kommt. Die EU will griechische Firmen mit 500 Millionen Euro stützen.
Griechenland streikt, im Athener Nahverkehr geht wenig, im Fernverkehr nichts. In der Hauptstadt demonstrieren die Menschen gegen die Sparmaßnahmen der Regierung.
Die Europäer sollten sich von Griechenland nicht unter Druck setzen lassen. Manche Karte hat der griechische Finanzminister noch nicht auf den Tisch gelegt.
Zuckerbrot und Peitsche für Athen: Die Euro-Partner entscheiden erst später über die Auszahlung der nächsten Kreditrate an Griechenland. Dafür rückt die Umsetzung des zweiten Hilfspakets näher.
Entweder Griechenland wählt tatsächlich den Weg in eine mehr oder weniger geordnete Insolvenz. Oder es bleibt nur der Austritt aus der Währungsunion und ein Schuldenschnitt.
Sorgenvolles Warten auf Auszahlung an Griechenland und die Einsatzfähigkeit des EFSF: Kein guter Start in die Woche an den Finanzmärkten.
Griechenland reißt die mit EU, IWF und EZB für dieses Jahr vereinbarte Schuldengrenze. Dies gab das Finanzministerium in Athen bekannt. Um weiter zu sparen, sollen Zehntausende Staatsbedienstete gehen.
Kaum ist der Rettungsplan beschlossen, ahnt die Politik: Das reicht noch nicht. Die nächsten Abstimmungen stehen bevor und damit die nächsten Belastungen für die Koalition.
Der griechische Soziologe Michael Kelpanides von der Universität Thessaloniki meint, sein Land sollte aus der Europäischen Währungsunion austreten - zum Wohle aller.
Der slowakische Parlamentspräsident Sulík organisiert das Nein der Slowakei zum Rettungsschirm. Er klagt: Die EU marschiert geradewegs in den Sozialismus.
Die Prüfer von EU, EZB und IWF sind unzufrieden mit den griechischen Plänen für den Personalabbau im öffentlichen Dienst. Möglicherweise werden nur ältere Staatsbedienstete in die angekündigte „Personalreserve“ geschickt.
Wichtige Indikatoren sind stark gefallen. Die Peripherieländer stecken in der Rezession, andere stagnieren.
Jetzt prüfen die Kontrolleure von EU, EZB und IWF wieder, ob sich Griechenland an die Zusagen hält. Vom Urteil der „Troika“ hängt die nächste Auszahlung ab. Aus Protest gegen Entlassungen blockierten griechische Beamte den Eingang des Finanzministeriums.
Der Bundestag hat mit einer Mehrheit von 523 Stimmen die Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF gebilligt. Gegen das Gesetz stimmten 85 Abgeordnete, drei enthielten sich. Der Entscheidung ging eine heftige Debatte voraus.
Der Bundestag hat mit den abschließenden Beratungen über die Ausweitung des Krisenfonds EFSF begonnen. Kritiker sehen darin ein Fass ohne Boden. Es steht viel auf dem Spiel - nicht nur für Griechenland, sondern auch für Angela Merkel.
Der Euro-Krisenfonds wird größer und mächtiger: ein weiterer Schritt in Richtung Schuldengemeinschaft. Ob der Fonds seine neuen Aufgaben erfüllen kann, ist nicht einmal sicher.
Damit die Banken einer Staatsinsolvenz trotzen können, brauchen sie frisches Kapital. Eine zwangsweise Rekapitalisierung gefährdeter Banken könnte die Rettungsfonds für hochverschuldete Euroländer ersetzen. Auch die Steuerzahler käme das günstiger. Ein Gastbeitrag.
Bei einer Probeabstimmung der Bundestagsfraktion von CDU und CSU haben 11 Abgeordnete gegen die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms gestimmt, zwei sich enthalten. Der Abgeordnete Bosbach, der ein „Nein“ angekündigt hatte, fehlte.
Das griechische Parlament segnet die neue Immobiliensteuer ab. Am Donnerstag will die Gläubiger-Troika ihre Arbeit in Athen wieder aufnehmen.
Griechenland glaubt an die Bewältigung der Krise. Ministerpräsident Papandreou sagte beim „Tag der deutschen Industrie“ zu, dass sein Land allen Verpflichtungen nachkommen werde. Zugleich übte er Selbstkritik. Kanzlerin Merkel sicherte Griechenland die volle Unterstützung Deutschlands zu.
Der amerikanische Präsident wirft Europa vor, die Schuldenkrise nicht entschlossen genug zu bekämpfen. Unterdessen hat der amerikanische Senat den Weg für einen Übergangsetat bis Mitte November freigemacht.
Griechenland spekuliert darüber, wer das Land in die Insolvenz führen soll: Ministerpräsident Papandreou gilt als amtsmüde, Finanzminister Venizelos als potentieller Nachfolger.
Von 1981 bis 1984 war Jacques Delors unter Präsident Mitterrand Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister. Im F.A.Z.-Interview spricht der einstige EU-Kommissionspräsident über Europa, das zögerliche Verhalten der Kanzlerin und Visionen.