Start der Streikwoche
Keine Nachrichten, keine Bahnen, keine Taxis, keine Müllabfuhr, kaum Krankenhauspersonal: In Griechenland beginnen aus Protest gegen ein neues Sparpaket umfangreiche Streiks. Am Mittwoch sollen sie ihren Höhepunkt erreichen.
Keine Nachrichten, keine Bahnen, keine Taxis, keine Müllabfuhr, kaum Krankenhauspersonal: In Griechenland beginnen aus Protest gegen ein neues Sparpaket umfangreiche Streiks. Am Mittwoch sollen sie ihren Höhepunkt erreichen.
Das Pharmaunternehmen Merck will Griechenlands Krankenhäuser nicht mehr mit dem Krebsmedikament Erbitux versorgen. Die Schwierigkeiten in dem Land sind zu groß. In Apotheken wird das Medikament aber weiter verkauft.
Im Jahr 2010 übergab Christine Lagarde den griechischen Behörden eine Liste mit Namen von Steuersündern. Kürzlich hat ein Journalist sie veröffentlicht, landete vor Gericht und wurde freigesprochen. Nun soll das Parlament untersuchen, warum die Steuerflüchtlinge zwei Jahre lang nicht verfolgt wurden.
Griechenland rechnet mit einer noch tieferen Rezession und höheren Schulden im kommenden Jahr als bisher. Auch bei den geplanten Privatisierungen schraubt Griechenland seine Erwartungen zurück. In der kommenden Woche droht ein 48-stündiger Streik.
In der Eurozone hat die Arbeitslosigkeit im September ein neues Rekordniveau erreicht. Die Quote stieg auf 11,6 Prozent. Fast 18,5 Millionen Menschen waren in den 17 Euro-Ländern arbeitslos. Die Situation in Spanien und Griechenland hat sich weiter verschärft.
Firmengründer Kurt Roth testet, ob Blutspenden sauber sind. Damit hat er schon den deutschen Markt aufgerollt. Jetzt nimmt er es mit den großen Konzernen auf.
Die Staaten der Welt werden von ihren Schulden erdrückt. Das verleiht einer radikalen Idee Auftrieb: Wieso erlassen sich nicht alle gegenseitig die Schulden und fangen neu an?
Die Troika schlägt offenbar einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland vor. Der Finanzminister lehnt das ab. Er hat eine andere Idee: Ein Programm zum Schuldenrückkauf.
Schuldenschnitt für Griechenland? Bitte nicht, findet der Chef des Rückversicherungs-Konzerns Munich Re, Nikolaus von Bomhard. „Einen neuen Haircut darf es in dieser Lage nicht geben, sonst geht das Vertrauen restlos verloren“, sagt er der F.A.S.
Die Rezession Spaniens treibt die Arbeitslosigkeit weiter. Im europäischen Vergleich ist sie nur in Griechenland höher. Besonders unter jungen Menschen sind sehr viele betroffen.
Widersprüchliche Meldungen über neue Hilfen für Griechenland sorgen für Wirbel: Am Mittwoch verkündete Athen eine Einigung, doch die EU widersprach. Nun gibt es eine Spekulation, was mehr Zeit für Griechenland kosten würde.
Griechenlands Finanzminister hat im Parlament in Athen verkündet, sein Land habe „die Verlängerung erhalten“. In der Eurogruppe hieß es dagegen, eine Einigung über den Zeitpunkt sei noch nicht erreicht, da noch „politisch haarige“ Details fehlten.
Zwei Jahre mehr Zeit bekommt das krisengeplagte Land, um Staatsbesitz an private Investoren zu verkaufen, berichtet eine griechische Zeitung. Bis 2015 sollen 8,8 Milliarden Euro eingenommen werden.
Der Bericht der Troika über den Stand der Spar- und Reformvorgaben in Griechenland steht noch aus. Nach neuesten Daten der griechischen Statistikbehörde stieg das Defizit im vergangenen Jahr etwas stärker als bislang angenommen.
In Kürze wollen die griechische Regierung und die Troika aus EU, EZB und IWF ihre Verhandlungen abschließen. Mittlerweile herrscht scheinbar weitgehend Einigkeit. Nur Details der Arbeitsmarktreformen in Griechenland sind noch umstritten.
Die Eurokrise dauert und dauert. Nichts verunsichert die Leute derzeit mehr. Gerade deshalb vermeiden die Parteien jeden Streit darüber. Das sorgt dafür, dass nun ein kurioser Wahlkampf seinen Anfang nimmt.
Wer die Euro-Krise lösen will, muss Griechenlands Banken verstaatlichen.
Die Hoffnung auf Fortschritte bei der Lösung der Euro-Krise hat die Aktien-Anleger in Europa bei Laune gehalten. Eine schwache Bilanz von Google drückt dagegen die Kurse an der Nasdaq.
Für Griechenland ist ein Sperrkonto im Gespräch, damit zuerst die Zahlungen internationaler Geldgeber bedient werden. Die Ratingagentur S&P hat die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um drei Noten gesenkt. Bei eBay und Visa wurden gute Zahlen vorgelegt, dagegen ist Siag insolvent. Rosneft sichert sich die Kontrolle über TNK-BP.
Bald berichtet die Troika, ob Griechenland seine Versprechen hält. Das Land hat viel Geld gespart. Doch ist es damit gerettet? Wir haben schon mal selbst geprüft.
Die EU muss auf dem Gipfeltreffen zwei Fragen beantworten: Wie will Griechenland den Haushalt sanieren? Und wie kann das Land bis 2020 seine Schuldenlast wieder tragen?
Was ist zu tun in der Euro-Krise? Die Rückkehr zur D-Mark ist keine ernsthafte politische Option. Aber der Euro sollte auf die Länder begrenzt werden, die den Willen haben, die Spielregeln einzuhalten. Ein Standpunkt.
Die Folgen eines Staatsbankrotts und Euro-Austritts Griechenlandes sind kaum vorhersagbar. Eine neue Studie kommt auf Horrorsummen durch Wachstumseinbußen, freilich auf viele Jahre hochgerechnet. Solch ein Schreckensszenario muss aber nicht eintreten.
Ein Euro-Austritt Griechenlands wäre an sich verkraftbar. Allerdings könnte er auch eine Welt-Wirtschaftskrise auslösen. Eine neue Studie warnt vor Dominoeffekten.
Nicht alle Griechen wollen mehr Zeit für die Verwirklichung von Reformen. Manche sagen, die gewünschte Verlängerung des Sanierungsprogramms bis 2016 würde die Schmerzen nur unnötig hinauszögern.
Wie wird die EU umgebaut? Die Bundesregierung macht jetzt Vorschläge. Finanzminister Wolfgang Schäuble will die Rechte des Währungskommissars stärken - er soll in der Lage sein, die Haushalte der Mitgliedsstaaten abzulehnen und ans Parlament zurückzuverweisen. Die EU-Kommission ist nicht begeistert.
Wolfgang Schäuble reist als heimlicher Minister Euro durch Asien und sorgt für Verwirrung. Seine jüngste Aussage lässt nur einen Schluss zu: Das Ergebnis der Troika-Mission in Griechenland steht offenbar schon fest.
Die Deutsche Telekom rechnet bei ihren europäischen Töchtern und Beteiligungen erst ab 2014 mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation. Schuld sei das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld in vielen Ländern, sagte die Europachefin des Bonner Konzerns, Claudia Nemat. Derzeit gehe es darum, die Umsatzrückgänge zu verlangsamen.
Den „Rettern“ Griechenlands geht es nur noch darum, zu möglichst geringen eigenen politischen Kosten Griechenland abermals Finanzhilfen zu ermöglichen. Damit die Steuerzahler in den Geberländern weiter mitspielen, muss das griechische Zahlenwerk so aussehen, als gebe es nennenswerte Fortschritte.
Seit Wochen betont der Finanzminister: Vor Entscheidungen über Griechenland-Hilfen muss der Troika-Bericht abgewartet werden. Dennoch sagt er schon jetzt: Eine Pleite Athens werde es nicht geben. Auch die Kanzlerin zeigt sich milde: Sie habe Verständnis für Anti-Merkel-Demos in Griechenland.
Jörg Asmussen hat eine alte Idee wieder zum Leben erweckt: Griechenland könnte sich vom europäischen Rettungsfonds ESM Geld leihen und damit eigene Anleihen zurückkaufen. Das soll die Schuldenlast des Landes senken.
IWF-Chefin Lagarde will Griechenland mehr Zeit geben. Dass dafür ein drittes griechisches Milliardenpaket nötig wird, sagt sie nicht. Wenn es wenigstens hülfe!
Die Überlegungen der EZB, die griechische Schuldenlast mit Hilfe eines Schuldenrückkaufprogramms zu lindern, stoßen auf Vorbehalte. Auch Finanzminister Schäuble ist skeptisch und sieht viele unbeantwortete Fragen.
Der eurokritische Milliardär will mit dem „Team Stronach“ 2013 ins österreichische Parlament. Ein Land sollte so regiert werden wie ein Unternehmen gemanagt, sagt der 80 Jahre alte Gründer des Autozulieferers Magna im F.A.Z.-Interview.
Die Herabstufung Spaniens durch die Ratingagentur „Standard & Poor’s“ sei ein „Missverständnis, kritisiert Bundesfinanzminister Schäuble. Die Erwartungen der Finanzmärkte an das Land seien „unrealistisch“ gewesen.
Die Angst vor einer enttäuschenden Berichtssaison hat unter Dax-Anlegern am Freitag für Zurückhaltung gesorgt. Der deutsche Leitindex verlor 0,3 Prozent auf 7258 Zähler. Der amerikanische Chiphersteller AMD hatte am Donnerstagabend wegen einer weltweit schwachen Nachfrage seine Umsatzprognose fürs dritte Quartal gekappt. Investoren seien besorgt, dass sich die schwächelnde Konjunktur in den Zahlen vieler Unternehmen niederschlagen werde, sagte ein Börsianer. Am Mittag lassen sich mit JP Morgan Chase & Co und Wells Fargo die ersten beiden amerikanischen Banken in ihre Bilanzen schauen.