Auf dem Höhepunkt des Argwohns
Das Verhältnis zwischen Karlsruhe und dem Europäischen Gerichtshof ist schon lange angespannt – mit dem EZB-Urteil erreicht der Konflikt eine neue Dimension.
Das Verhältnis zwischen Karlsruhe und dem Europäischen Gerichtshof ist schon lange angespannt – mit dem EZB-Urteil erreicht der Konflikt eine neue Dimension.
Die Amtszeit von Andreas Voßkuhle endet in Kürze: Durch das Grundsatzurteil zum EZB-Anleihenkaufprogramm beendet der Präsident des Bundesverfassungsgerichts seine Amtszeit genauso spektakulär wie er sie begann.
Das Bundesverfassungsgericht sorgt mit einem negativen Urteil zu den milliardenschweren Anleihekäufen der Notenbank für Aufsehen. Was wird die EZB jetzt tun? Und was darf die Bundesbank überhaupt noch?
Die Verfassungsrichter bremsen die EZB nicht in der Krise. Aber sie zerstören Illusionen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte die billionschweren Aufkäufe der Notenbank für teilweise verfassungswidrig befunden.
Die Anleihekäufe der EZB verstoßen teilweise gegen das Grundgesetz, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Hier sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem brisanten Urteil.
Das Karlsruher Urteil zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank ist kein Bruch – sondern ein Zeichen für mehr Demokratie und Rechtsstaat.
Die deutschen Banken sind nach Ansicht der Aufseher noch in einer stabilen Verfassung. Doch die große Welle an Kreditausfällen steht noch bevor.
Das Bundesverfassungsgericht hat mehreren Verfassungsbeschwerden gegen ein umstrittenes Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank stattgegeben. Die Beschlüsse der EZB zu dem Programm seien kompetenzwidrig.
Das Bundesverfassungsgericht schreitet gegen den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB ein – und nimmt Bundesregierung und Bundesbank in die Pflicht. Was daraus wirklich folgt, ist unter Fachleuten umstritten.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat der Börse am Dienstag einen kleinen Dämpfer versetzt. Insgesamt herrscht aber weiter Kauflaune.
Im Zuge ihres Krisenprogramms gegen das Coronavirus hat die EZB schon Anleihen für mehr als 100 Milliarden Euro erworben. Zwei der Wirtschaftsweisen halten die Käufe von 2015 nicht grundsätzlich für eine Überschreitung des Mandats der Notenbank.
An diesem Dienstag könnte die Geduld des höchsten deutschen Gerichts mit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ein Ende haben. Das Verfahren birgt Sprengstoff.
Angela Merkel berät mit Vertretern der Automobilindustrie über Wege aus der (Absatz-)Krise, und Karlsruhe will der Wirtschaftspolitik der EZB die Grenzen aufzeigen. Was sonst noch wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.
Mit jeder Krise gewinnt die Europäische Zentralbank an Bedeutung. Das Bundesverfassungsgericht muss nun entscheiden, ob Deutschland da noch mitmachen kann. Die Ersten haben jetzt schon Angst.
Die Zentralbanken stemmen sich gegen den wirtschaftlichen Absturz in der Krise. Doch auf die Dauer werden sie nicht in der Lage sein, das wachsende Missverhältnis von Wirtschaftskraft und Verschuldung zu übertünchen.
Amerikas Kongress betraut die Notenbank in der Corona-Krise mit riskanten Aufgaben wie etwa der direkten Kreditvergabe. Es steigt die Angst, dass die Fed anfällig für politischen Druck wird.
Das gewaltige Anleihekaufprogramm wird zunächst nicht aufgestockt. Es gibt aber neue Langfristkredite für Banken zu sehr günstigen Konditionen. Ökonomen sprechen von einer „Zinssenkung durch die Hintertür“.
Die Europäische Zentralbank (EZB) fürchtet eine schwere Rezession in der Eurozone wegen der Corona-Krise: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern der Währungsunion dürfte 2020 um fünf bis zwölf Prozent einbrechen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Mit ihren Bonitätsnoten entscheiden die Ratingagenturen über Finanzierungskonditionen von Staaten, Banken und Unternehmen. Kein Wunder, dass diese auch ein Politikum sind.
Es gibt gute Argumente gegen einen vorschnellen und zu unbegrenzten Einsatz der EZB. Nur so haben die Eurozone-Staaten einen Anreiz, sich auf sinnvolle Schritte in der Krise zu einigen.
Die Zinsen in der Währungsunion bleiben auf Rekordtiefs. Die Währungshüter versuchen, mit einem anderen Mittel noch mehr zu tun.
Entgegen der Erwartungen an einen festeren Start haben die deutschen Börsen verhalten eröffnet. Mittlerweile liegen sie doch recht deutlich im Minus.
Das von dem Pharma- und Biotech-Unternehmen hergestellte Medikament Remdesivir könnte gegen Corona helfen. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Hoffnung die Aktienmärkte euphorisiert.
Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt verringert sich dramatisch. Und die nächsten Zahlen dürften noch schlimmer ausfallen.
Unternehmen, die Staatshilfe brauchen, sollen keine Gewinne ausschütten. Das fordern der Wirtschafts- und der Finanzminister.
Die Bankenaufseher haben die Vorgaben im Kreditgeschäft aufgeweicht, um die Kreditversorgung zu sichern. Diese Lockerungen müssen eine Ausnahme bleiben.
Aufgabe der EZB ist es auch, die Kontinuität und Sicherheit von Zahlungen zu wahren. Darauf können sich die Bürgerinnen und Bürger in Europa verlassen. Ein Gastbeitrag.
Zum Auftakt der neuen Börsenwoche hat der deutsche Aktienmarkt fester eröffnet. Neuen Mut macht eine massive Ausweitung der Wertpapierkäufe durch die Bank von Japan.
Die Bank von Japan unterstützt die Wirtschaftspolitik im Kampf gegen das Coronavirus. Sie finanziert das Nothilfepaket durch den Ankauf von mehr Staatsanleihen und pumpt mehr monetäre Liquidität in die Wirtschaft.
Die Corona-Krise zwinge die großen amerikanischen Geldhäuser, sich auf ihren Heimatmarkt zu konzentrieren. Diese „America first“-Strategie schaffe Spielraum für europäische Geldhäuser, sich zusätzliche Marktanteile zu sichern.
Anleihen begeben oder den Staat anzapfen? Investmentbanker Patrick Frowein von der Deutschen Bank kennt die Nöte der Konzerne in der aktuellen Corona-Krise.
Die Politik muss dem Druck widerstehen, automatisch überall Geld zu geben, wo der Ruf nach Unterstützung erschallt.
Die Notenbank will dem Finanzsektor zusätzliche Liquidität verschaffen und senkt daher die Standards für Wertpapiere, die sie von Banken als Sicherheit verlangt. Der Druck des Kapitalmarkts auf südeuropäische Anleihen lässt leicht nach.
Die Corona-Krise verschärft die Debatte um die Nachhaltigkeit der italienischen Staatsverschuldung. Auf lange Sicht gibt es nur eine gute Lösung.
Die Immobiliennachfrage kann durch die Krise gedämpft werden. Auch Preisrückgänge schließen die auf Immobilienfinanzierung spezialisierten Kreditinstitute nicht aus.