Der Tag des Wechsels
An diesem Montag soll Griechenland eine Übergangsregierung und „einen neuen Ministerpräsidenten“ haben. Nach Spekulationen griechischer Medien soll der ehemalige EZB-Vizepräsident Lucas Papademos neuer Ministerpräsident werden.
An diesem Montag soll Griechenland eine Übergangsregierung und „einen neuen Ministerpräsidenten“ haben. Nach Spekulationen griechischer Medien soll der ehemalige EZB-Vizepräsident Lucas Papademos neuer Ministerpräsident werden.
Italien rutscht immer tiefer in den Sog der Schuldenkrise. Die Investoren gehen auf Distanz. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Paris und Berlin nehmen die Bundesbank in die Zange. Die Reserven der Deutschen sollen für den Euro geopfert werden.
Paris und Berlin nehmen die Bundesbank in die Zange. Die Reserven der Deutschen sollen für den Euro geopfert werden.
Im August hat das verarbeitende Gewerbe vier Prozent weniger Aufträge verzeichnet und lag damit unter den Erwartungen. EZB-Chefvolkswirt Stark begründete die Leitzinssenkung auch mit den konjunkturellen Risiken.
Seit 1996 gab es am deutschen Aktienmarkt nur drei Phasen, in denen die Kurse ähnlich stark schwankten wie derzeit. Viele Anleger ziehen sich zurück.
Noch spielt der neue EZB-Präsident Mario Draghi auf Zeit, doch bald muss er Profil zeigen. Möglicherweise setzt er auf größere Distanz zur Politik.
Die Leitzins-Senkung ist für den neuen EZB-Präsidenten Draghi ein guter Start. Nur über den Zeitpunkt kann man streiten. Nun verdient der Italiener Vertrauen und Geduld.
Mit der Zinssenkung der EZB am Donnerstag haben die Akteure auf den Finanzmärkten nicht gerechnet. Dennoch feiern sie die Nachricht mit kräftigen Aktienkäufen.
Zu Amtsbeginn des neuen Präsidenten Draghi senkt die EZB überraschend den Leitzins auf 1,25 Prozent. Auf die Frage, was er von einem möglichen Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion halte, antwortet der Italiener kühl.
Seine erste Ratssitzung als neuer Präsident der Europäischen Zentralbank leitet Mario Draghi unter erschwerten Bedingungen: Die Rettung Griechenlands dominiert alles. Und Draghi steht unter besonderer Beobachtung.
Der Dax startet mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 6.158 Punkte in den letzten Handelstag der Woche. Die Aktien der Commerzbank fallen allerdings nach schwachen Quartalszahlen um 3 Prozent.
Zweifel am Rettungspaket der EU und am Sparwillen Berlusconis schüren die Unsicherheit. Die Rendite italienischer Staatsanleihen liegt bei mehr als 6 Prozent.
Das Misstrauen der Märkte in die Nachhaltigkeit der italienischen Staatsfinanzen wächst. Die immer flacher werdende Renditekurve weckt böse Erinnerungen.
Dass das griechische Volk über das Rettungspaket abstimmen soll, hat die Anleger schockiert. Sie befürchten eine Eskalation der Krise.
Der Deutsche Bankenverband BdB warnt davor, dass die Unsicherheit über den Ausgang des Referendums die Stabilisierung gefährdet. Zudem ist fraglich, ob der Internationale Währungsfonds einem 8-Milliarden-Kredit zustimmt.
Der Kurs des Euro rutschte am Dienstag drastisch ab. Die Ängste vor einem Auseinanderbrechen des Euro waren noch nie so groß. Die Konsequenzen wären für alle Beteiligten gravierend.
Nach dem Ende seiner Amtszeit verlässt EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch Frankfurt. Die Nachbarn schätzten ihn.
Von diesem Dienstag an führt Mario Draghi die EZB. Auch er wird es nur falsch machen können: Nie hat Europa seine Differenzen über Sinn, Zweck und Mittel der Notenbank beigelegt. In guten Zeiten fiel das nur weniger auf.
Der neue EZB-Präsident weiß, welche schmerzhaften Erfahrungen sein Land mit einer Zentralbank gemacht hat, die nicht unabhängig war.
Europas oberster Zentralbanker Jean-Claude Trichet hat Bergbau studiert. Nun scheidet der Franzose aus seinem Amt aus und will in der Öffentlichkeit erst einmal abtauchen.
Mehr Geld und niedrigere Zinsen: So hätten es die Euro-Staaten am liebsten. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Nach zähen Verhandlungen wurde in Brüssel ein Schuldenschnitt von 50 Prozent verkündet. Manches Detail ist aber noch offen. Und die Sorge bleibt, ob die Lösung hält.
An den Börsen haben Händler das Ergebnis des Euro-Krisengipfels mit Kurssprüngen begrüßt - trotz Schuldenschnitt stiegen die Kurse gerade von Banken. Sie haben aber noch einen schweren Weg vor sich.
Die Krise Portugals hat die Banken hart getroffen. Kredite an marode Staatsunternehmen sind ihre schwerste Bürde. Der Weg zur Gesundung des Landes und der Banken wird lang, ist aber nicht hoffnungslos.
Außenminister Franco Frattini über heilsamen Druck aus Brüssel, Sarkozys irritierende Körpersprache, Merkels mutige Führung, Camerons berechtigte Angst vor einer Spaltung Europas - und warum die Währungsunion kein Omnibus ist.
Der Hauptpfeiler der europäischen Integration, der EU-Binnenmarkt, hängt nicht vom Euro ab. Die Vorteile der intensiven Marktverflechtungen sind auch ohne Euro nutzbar. Stabilität und Wachstum bei den Binnenmarkt-Partnern sind wichtiger als eine einheitliche Währung.
Der Rettungsfonds EFSF bekommt zwar keine Banklizenz, aber das Rettungsvolumen wird mittels Hebel stark ausgeweitet. Frankreichs Regierung ist zufrieden und sieht sich als Taktgeber in der EU.
Die Regierungen erwarten von der EZB noch mehr Krisenhilfe. Die Staatsnähe hat der scheidende Präsident Trichet zu verantworten. Sie ist für seinen Nachfolger Draghi eine schwere Hypothek.
Die Staats- und Regierungschefs haben eine höhere Eigenkapitalquote für Banken beschlossen. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die Institute ihr Kernkapital auf neun Prozent aufstocken.
Die EZB will die Sondermaßnahmen für das Finanzsystem fortsetzen. Der künftige Präsident Draghi bezeichnete zudem die Lage in Italien als dramatisch. Vor allem sein Heimatland müsse in der Krise handeln.
Europa brauche eine starke fiskalische Institution hinter der EZB, sagt der Wirtschaftswissenschaftler. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zieht er Parallelen zur Lage Amerikas vor 1787.
Wenige Stunden vor dem EU-Gipfel hat der Bundestag eine Hebelung des Euro-Rettungsfonds gebilligt. Die Bundeskanzlerin erreichte abermals die „Kanzlermehrheit“. Zuvor hatte sie in ihrer Regierungserklärung gesagt, Europa befinde sich in der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg.
Die Griechenland-Krise brach 2010 aus. Die Politik wollte damals von einer Umschuldung nichts wissen, sondern hoffte, das Land werde auf den rechten Weg zurückfinden. Dieser Traum ist ausgeträumt.
Griechische Banken sind von der Krise schwer getroffen. Der Wertverlust in den letzten zwei Jahren ist enorm. Die Zahlungsfähigkeit ist nur durch großzügige EZB-Kredite gewährleistet.
Die Protestbewegung „Occupy Frankfurt“ plant für Samstag abermals eine Demonstration in der Innenstadt. 50 bis 100 Menschen gehören zum „harten Kern“ des Protestcamps vor der EZB.